
Das Hinspiel zwischen Viktoria Goch und dem VfB Speldorf war ein echtes Tor-Spektakel – zumindest für 20 Minuten. Zwischen der 15. und der 35. Minute schenkten sich beide Landesligisten Anfang Dezember insgesamt fünf Treffer ein. In den übrigen rund 70 Minuten blieb es beim 2:3 aus Gocher Sicht ohne weitere Tore. Das Rückspiel steigt am Sonntag um 15.30 Uhr in Mülheim an der Ruhr. Wie stehen die Chancen für eine Gocher Revanche – und wie heißt der nächste Neuzugang?
Trainer Kevin Wolze erwartet, dass seine Mannschaft auch diesmal in der Defensive vor Herausforderungen gestellt wird. „Wir haben im Hinspiel gesehen, dass der Gegner vorne viel Qualität hat“, erinnert sich der Gocher Trainer. Ein Blick auf die Statistik untermauert das: In Calvin Küper (19 Tore), Yassin Merzagua (12) und Bradley Asoh (11) hat der VfB Speldorf gleich drei Spieler in seinen Reihen, die bereits zweistellig getroffen haben.
Nach einem schwachen Saisonstart haben sich die Mülheimer kontinuierlich ins obere Tabellendrittel vorgearbeitet. Im März feierte das Team Siege gegen die Spitzenteams ESC Rellinghausen (3:1) und SV Scherpenberg (4:2). Zuletzt musste sich der VfB in der Liga allerdings knapp mit 0:1 der formstarken DJK Blau-Weiß Mintard geschlagen geben.
Im Halbfinale des Kreispokals präsentierte sich der Landesligist am Mittwochabend wieder souverän und setzte sich mit 5:0 gegen den Bezirksligisten Duisburger FV durch. Wolze ist gewarnt: „Speldorf hat eine kompakte, fußballerisch gute Mannschaft, die nach einem schlechten Start mittlerweile eine sehr gute Runde spielt. Wir sind vorbereitet und wissen, was da auf uns zukommt.“
Am Klassenerhalt der Viktoria bestehen zwar keine ernsthaften Zweifel mehr – der Vorsprung auf den Relegationsplatz beträgt zehn Zähler. Dennoch will Wolze schnellstmöglich auch rechnerisch auf der sicheren Seite sein. „Zuletzt haben wieder fast alle Mannschaften von unten gewonnen. Wir sind gut beraten, noch ein paar Punkte zu holen. Deshalb fahren wir auch nach Speldorf, um dort zu gewinnen“, sagt der Trainer von Viktoria Goch.
Positive Neuigkeiten gab es am Donnerstag auch in Sachen Kaderplanung für die kommende Saison: Felix Beeker, aktuell noch für den 1. FC Kleve in der Oberliga aktiv, wird im Sommer ein „Gocher“. „Mit seiner Vielseitigkeit auf der Außenbahn wird er uns sehr weiterhelfen. Er bringt Oberliga-Erfahrung mit und passt mit seinem guten Charakter hervorragend in unser Team. Wir freuen uns, dass er sich für uns entschieden hat“, sagt Kevin Wolze.
Einen Abgang gibt es allerdings auch. Ben Pauls wird sich dem derzeitigen A-Liga-Spitzenreiter Siegfried Materborn anschließen.