
Mit Rot-Weiß Wülfrath und TuSpo Richrath treffen in der Bezirksliga am Sonntag (13 Uhr, Erbacher Berg) zwei ziemlich wankelmütige Mannschaften aufeinander. In der vergangenen Saison taten sich die Richrather von Trainer Lukas Beruda in den wenigen verbleibenden Partien vor der Winterpause schwer, weitere Punkte zu sammeln. Daher ergriff der Übungsleiter in dieser Spielzeit eine Gegenmaßnahme. Abgesehen vom Auf und Ab in der Liga ist TuSpo der einzig Vertreter aus Langenfeld, der es ins Viertelfinale des Kreispokals Solingen-Remscheid geschafft hat. Es winken eine Teilnahme am Niederrheinpokal und damit ein namhafter Gegner.
Der Pokalkampf beim 3:1-Erfolg im Achtelfinale bei Kreisligist Radevormwald liegt nun rund drei Wochen zurück, und doch steht noch nicht fest, auf wen TuSpo wann im Viertelfinale trifft. Klar ist nur, dass sich die Saison der Richrather im Fall eines neuerlichen Weiterkommens verlängern würde. Denn laut Beruda werden auch die Plätze drei und vier des Wettbewerbs im Rahmen eines Finalturniers eine Woche nach dem letzten Spieltag ausgespielt. Demnach qualifizieren sich die beiden Finalisten sicher für den Niederheinpokal, zu denen sich überdies der Drittplatzierte gesellen würde. Allzu viel Augenmerk richtet Beruda gleichwohl dennoch nicht auf die Ausscheidungsbegegnungen. „Wir gucken von Spiel zu Spiel – aktuell liegt die Wichtigkeit des Pokals bei Null-komma-Null.“
Schließlich steuert seine Elf in der Liga erneut auf eine recht ereignislose Spielzeit zu, in der es nicht für große Sprünge nach oben reicht, eine mögliche Abstiegsangst aber eben auch kein Thema ist – dennoch schwanken die Leistungen TuSpos von Partie zu Partie. Zuletzt gab‘s durch eine 1:5-Niederlage bei Aufsteiger Cronenberg einen Denkzettel. Die Auswahl auf dem Rasen beging zu viele Fehler und entfachte wenig spielerische Glanzmomente. „Wir haben uns schwergetan, Torchancen herauszuspielen“, bilanziert Beruda. Und wenn sich Kapitän Alen Vincazovic und Co. dann einmal durchkombinierten, waren sie zu harmlos vor dem Kasten. Einzig Francesco Infantino traf zum zwischenzeitlichen 1:1.
Damit die Mannschaft dank der kurzen feiertagsbedingten Pause nicht wie im vergangenen Jahr die Anspannung verliert, setzte Beruda unter der Woche ein Testspiel an. Denn damals, so berichtet der Coach, sei das Team „in ein komplettes Loch gefallen“. Der 3:2-Sieg über Landesligist Aufderhöhe zeigte nun die Möglichkeiten der Richrather auf. Die Inhalte aus dem Training konnte das Ensemble demnach auf dem Platz umsetzen. Ob das auch in Wülfrath klappt, bleibt abzuwarten. Die Gastgeber sind ebenso unberechenbar wie TuSpo. Beruda schreibt ihnen eine hohe individuelle Klasse zu, die sich aufgrund von Tagesform aber nicht immer umsetzt. Richrath muss mit Tim Scharpel (Daumenbruch) auf einen variabel einsetzbaren Stammspieler mit Ruhe am Ball verzichten.