2026-01-20T07:14:11.657Z

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Große Enttäuschung nach überraschender Pleite: Die Oberliga-Mannschaft des VfR Wormatia Worms geht beim FV Eppelborn im Saarland baden.	Foto: Christine Dirigo/pakalski-press
Große Enttäuschung nach überraschender Pleite: Die Oberliga-Mannschaft des VfR Wormatia Worms geht beim FV Eppelborn im Saarland baden. Foto: Christine Dirigo/pakalski-press

»Slapstick-Gegentore« und 1:4-Pleite für die Wormatia

Oberligist unterliegt Ligaschlusslicht FV Eppelborn deutlich +++ Vier Gegentore in 45 Minuten

Eppelborn. Auf zwei Dinge war bei der Wormatia in der jüngeren Vergangenheit Verlass: frühe Tore und ein starker Rückhalt im Tor. Bei der Auswärtspartie beim FV Eppelborn war damit Schluss. Zwar traf die Mannschaft von Trainer Anouar Ddaou erneut früh, dafür patzte aber Torwart Tobias Edinger und leitete mit seinem Fehler die überraschend deutliche 1:4 (1:4)-Niederlage der Wormser beim Oberliga-Schlusslicht im Saarland ein.

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Es lief die 25. Minute, als Worms’ Keeper ein kurioses Gegentor verschuldete. Beim Versuch, den Ball nach einem ungenauen Rückpass von VfR-Kapitän Altin Vrella nach vorne zu schlagen, traf Edingers Schuss den Rücken von Eppelborn-Spieler Luca Delestowicz, von wo der Ball ins Wormatia-Tor flog. Die Szene stand sinnbildlich für einen gebrauchten Tag der Wormaten. Trainer Anouar Ddaou sprach anschließend von „Slapstick-Gegentoren“ und Treffern, „die wir nicht hätten kassieren müssen“.

Saarländer Underdog schenkt Favorit vier Tore ein

Auch nach dem kuriosen 1:2 klappte im Spiel der Wormaten wenig bis nichts – im Gegensatz zum abgeschlagenen Liga-Schlusslicht, das zuvor überhaupt erst einen einzigen Saisonsieg feierte (3:1 gegen TSV Gau-Odernheim). In den ersten 45 Minuten gegen Wormser, die nicht bereit für das Spiel schienen, glückte den Eppelbornern nahezu alles. Schon nach sechs Minuten vollendete Jonas Sträßer einen Konter zur 1:0-Führung. Und auch der schnelle Ausgleich durch Mert Özkaya, der Wormatias erste Torchance des Spiels verwandelte (9.), brachte den FVE nicht aus dem Rhythmus. Nach Edingers Fauxpas erhöhten Simon Jostock nach einem Eckball (33.) und Fabio Lanfranco (44.) per „Ping-Pong-Tor“ für die entfesselten Gastgeber.

„Wir haben uns das natürlich anders vorgestellt“, sagte Ddaou, der von einer guten Vorbereitung sprach und sich mit seiner Mannschaft auch der Favoritenrolle bewusst gewesen war („Wir waren hier der klare Favorit“). Doch vor allem in Durchgang eins enttäuschten die Gäste. „Ich habe der Mannschaft gesagt, dass es ohne 100 Prozent Einsatz, Wille, Biss und Engagement in keinem Oberligaspiel geht.“

Auf dem Kunstrasen hatten die Wormser sowohl in Halbzeit eins durch Niklas Meyer (18.) und Luca Baderschneider (20) als auch in Durchgang zwei durch Meyer (47., 81.), Laurenz Graf (66.), Nico Jäger (79.) und David Schehl (90+2.) Abschlüsse – nahe dran an einem Auswärtspunkt waren die Wormser an diesem aus Wormatia-Sicht tristen Sonntagnachmittag aber nicht. Die beste Chance vergaben die Gäste als der eingewechselte Bobby Edet einen Ball von Vrella und das 2:4 knapp verpasste (75.).

In Durchgang zwei standen die Wormser – auch dem Spielstand und der defensiveren Herangehensweise des FVE geschuldet – stabiler, ein weiteres Tor gelang dem VfR aber nicht. Trotz mehrerer Chancen. „Wir haben es probiert, aber nicht mehr drehen können“, berichtete Ddaou, der in der Halbzeitpause den Fokus nicht auf das Resultat lenkte. „Für mich war in Halbzeit zwei nicht das Ergebnis wichtig, sondern die Reaktion.“ Und dann blickte der Trainer schon auf die nächsten Tage voraus. „Wir müssen jetzt schauen, dass wir eine gute Trainingswoche hinlegen und an den Basics arbeiten.“



Aufrufe: 02.11.2025, 18:39 Uhr
Stefan MannshausenAutor