2025-12-17T10:26:01.779Z

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– Foto: Pressefoto-Bildredaktion Eibne

Sindelfinger Gala: Favoriten stehen, Finale ruft den Glaspalast

Pfullingen, Löchgau, Denzlingen, Hollenbach – und ein Finaltag voller K.-o.-Druck

Der zweite Tag des Hauptturniers der Sindelfinger Hallenfußball-Gala hat den Glaspalast am heutigen Samstag von morgens bis in die Nacht auf Betriebstemperatur gehalten. In den Gruppen D bis I wurden aus zwölf Minuten pro Spiel ganze Geschichten: dominante Serien, harte Kippmomente, und Tabellen, die plötzlich wie in Stein gemeißelt wirken. Der VfL Pfullingen, FV Löchgau und FC Denzlingen setzen sich an die Spitze ihrer Gruppen, der FSV Hollenbach marschiert sogar makellos durch Gruppe I. Gleichzeitig bringt der Abend in den Gruppen G und H jene Dichte, die den Finaltag so gefährlich macht. Am morgigen Sonntag wartet der nächste Schnitt: neue Dreiergruppen, danach Achtel-, Viertel- und Halbfinale – und am Ende ein Finale.

Gruppe D: Pfullingen bleibt das stabilste Bild
In der Gruppe D steht der VfL Pfullingen mit 10 Punkten und 14:5 Toren oben. Die Mannschaft setzt früh ein Ausrufezeichen mit dem 5:0 gegen den 1. FC Lauchhau-Lauchäcker 04, hält im 2:2 gegen Sonnenhof Großaspach stand und gewinnt anschließend 2:1 gegen TuS Ergenzingen sowie 5:2 gegen den FV Radnik Sindelfingen. Großaspach folgt mit 8 Punkten und 11:4 Toren, getragen vom klaren 6:0 gegen Radnik und dem 3:2 gegen Ergenzingen, dazu zwei Remis: 2:2 gegen Pfullingen und 0:0 gegen Lauchhau-Lauchäcker.

Auffällig bleibt, wie schnell sich in dieser Gruppe Rollen drehen: TuS Ergenzingen startet mit einer 0:1-Niederlage gegen Lauchhau-Lauchäcker, antwortet aber später mit einem 4:1 gegen Radnik, bevor es gegen Pfullingen und Großaspach knapp nicht reicht. Radnik selbst erlebt die Härte der Gruppe mit klaren Niederlagen, zeigt aber auch eine Spitze: ein 4:1 gegen Lauchhau-Lauchäcker.

Gruppe E: Löchgau gewinnt die Spitze über Nerven und Null
In der Gruppe E sichert sich der FV Löchgau mit 10 Punkten und 11:3 Toren Platz eins. Die Ergebnisse tragen das Bild einer Mannschaft, die in diesem Format kaum etwas anbrennen lässt: 4:1 gegen Böblingen, 4:0 gegen Nehren und 3:2 gegen Aldingen – dazu das 0:0 gegen den SGV Freiberg, das in einer Halle voller Tempo wie ein kontrollierter Kraftakt wirkt.

Freiberg wird mit 8 Punkten und 9:2 Toren Zweiter, unter anderem dank des 6:0 gegen Böblingen und der knappen Siege gegen Nehren (2:1) sowie dem Remis gegen Löchgau. TV Aldingen spielt sich auf 7 Punkte (8:7 Tore), gewinnt 3:2 gegen Nehren und 2:1 gegen Böblingen, verliert aber 2:3 gegen Löchgau und kommt gegen Freiberg nicht über ein 1:1 hinaus. Böblingen bleibt bei 3 Punkten, Nehren endet punktlos.

Gruppe F: Denzlingen setzt die Marke, Cannstatt hält Anschluss
In der Gruppe F führt der FC Denzlingen mit 10 Punkten und 11:5 Toren. Der Weg nach oben ist geprägt von Siegen, die jeweils eigene Signale senden: 3:2 gegen Kosova Kernen, 4:1 gegen die Spvgg 1897 Cannstatt und 3:1 gegen den SSV Reutlingen – dazu ein 1:1 gegen TSV Michelfeld 1954.

Cannstatt landet mit 7 Punkten und 7:8 Toren auf Rang zwei, nach dem 2:1 gegen Michelfeld und einem 2:1 gegen Kosova sowie dem 2:2 gegen Reutlingen. Reutlingen sammelt 5 Punkte (5:5 Tore) und bleibt damit im Mittelfeld dieser Gruppe, Michelfeld kommt auf 4 Punkte (8:6 Tore) und hat mit dem 6:1 gegen Kosova das deutlichste Ergebnis der unteren Tabellenhälfte. Kosova Kernen bleibt mit einem Punkt zurück.

Gruppe G: Ergenzingen doppelt gefordert, aber oben
Die Gruppe G bringt eine besondere Konstellation: TuS Ergenzingen taucht in diesem Turnierabschnitt erneut auf und schließt die Gruppe mit 9 Punkten und 9:7 Toren als Erster ab. Die Mannschaft gewinnt 4:3 gegen Westerheim, 1:0 gegen Hofherrnweiler-Unterrombach und 2:1 gegen den VfL Sindelfingen, verliert jedoch 2:3 gegen ABV Stuttgart.

ABV wird mit 7 Punkten und 7:7 Toren Zweiter, unter anderem durch das 3:2 gegen Ergenzingen. Westerheim steht mit 6 Punkten und 11:7 Toren auf Rang drei und setzt dabei deutliche Akzente – etwa beim 5:0 gegen Hofherrnweiler-Unterrombach –, während der VfL Sindelfingen mit 10:6 Toren zwar trifft, aber nur auf 4 Punkte kommt. Hofherrnweiler-Unterrombach bleibt bei 3 Punkten und 2:12 Toren, gewinnt jedoch 2:0 gegen ABV Stuttgart.

Gruppe H: Dreikampf ohne Siegergesicht
Die Gruppe H ist das dichteste Tableau des Tages: TSV Ehningen, TSV Weilimdorf und Türk. SV Herrenberg stehen alle bei 8 Punkten. Ehningen weist 10:3 Tore auf, Weilimdorf 8:3, Herrenberg 8:4. Ehningen startet mit einem 3:1 gegen Kimratshofen/Legau, legt ein 5:0 gegen Obertsrot nach und kommt zu zwei Remis: 1:1 gegen Weilimdorf und 1:1 gegen Herrenberg.

Weilimdorf gewinnt 2:0 gegen Kimratshofen/Legau, 4:1 gegen Obertsrot und spielt zweimal 1:1 – gegen Herrenberg und Ehningen. Herrenberg gewinnt 3:1 gegen Obertsrot und 3:1 gegen Kimratshofen/Legau, teilt anschließend die Punkte mit Weilimdorf (1:1) und Ehningen (1:1). In dieser Gruppe wirkt jeder Punkt wie ein Steinchen, das am Sonntag plötzlich über Achtelfinale oder frühes Aus entscheidet.

Gruppe I: Hollenbach marschiert ohne Kratzer
In der Gruppe I ist der FSV Hollenbach die klare Erscheinung: 12 Punkte, 15:3 Tore. Das Team gewinnt 4:1 gegen Türkspor Stuttgart, 7:0 gegen Aidlingen, 2:1 gegen Maichingen und 2:1 gegen Sondelfingen. Dahinter wird es enger: GSV Maichingen und Türkspor Stuttgart kommen jeweils auf 7 Punkte, Maichingen mit 11:4 Toren, Türkspor mit 8:6. Aidlingen bleibt trotz zweier Remis am Ende bei einem Punkt und 0:15 Toren, Sondelfingen steht ebenfalls bei einem Punkt.

Bilanz des Samstags: Tabellen sind jetzt Turnierbiografien
Nach diesem zweiten Hauptturniertag ist klar, dass die Gala nicht nur über Namen, sondern über Rhythmus entschieden wird. Pfullingen und Großaspach haben sich in Gruppe D über Struktur und klare Resultate nach vorn geschoben. Löchgau und Freiberg stehen für defensive Disziplin und Effizienz. Denzlingen wirkt in Gruppe F wie der Maßstab, während Hollenbach in Gruppe I seine Spiele konsequent in Siege übersetzt. Und genau darin liegt die Spannung: Wer heute souverän war, muss morgen im K.-o.-Modus wieder bei Null anfangen.

Ausblick auf den Finaltag: Neue Gruppen, dann K.-o.-Abgrund
Am morgigen Sonntag, 4. Januar 2026, beginnt der Finaltag mit acht Dreiergruppen K bis S. Aus dem Samstag ergeben sich dabei konkrete neue Konstellationen: In der Gruppe K trifft SG Sonnenhof Großaspach auf SpVgg Renningen und VfB Neckarrems 1913. Gruppe M bringt VfL Pfullingen, SKV Rutesheim und SGV Freiberg zusammen.

In der Gruppe O spielen TSV Ehningen, Spvgg 1897 Cannstatt und Türkspor Stuttgart. Gruppe P vereint TV Aldingen, GSV Maichingen und TuS Ergenzingen. In Gruppe R stehen FC Denzlingen, FV Löchgau und Türk. SV Herrenberg. Die Gruppe S ist mit FSV Hollenbach, TSV Weilimdorf und ABV Stuttgart besetzt. Diese Dreiergruppen sind kurz, scharf, riskant: zwei Spiele entscheiden über den Sprung ins Achtelfinale, ein einziger wackliger Moment kann das Turnier beenden.

K.-o.-Runden: Der Sonntag kennt keine Rettung mehr
Nach den Gruppen beginnt ab 15 Uhr das Achtelfinale, danach Viertelfinale, Halbfinale, Spiel um Platz drei und Finale. Ab diesem Punkt zählt nur noch das direkte Ergebnis. Der Glaspalast wird dann noch lauter, weil jede Partie die letzte sein kann. Und die Namen, die am heutigen Samstag die Tabellen angeführt haben, tragen am morgigen Sonntag den Druck, in zwei Spielen nicht nur gut, sondern entscheidend zu sein. Die Gala ist jetzt in der Phase, in der Ordnung nicht mehr reicht – und genau deshalb wirkt der Finaltag wie der eigentliche Prüfstein dieses Turniers.

Aufrufe: 03.1.2026, 23:40 Uhr
redAutor