
In einem torreichen Spiel (5:4 gegen Glottertal) sicherte sich die SG Simonswald/Obersimonswald die Punkte und schaffte den Sprung auf den zweiten Tabellenplatz. Ihringen/Wasenweiler glückte ein Überraschungserfolg gegen Prechtal (2:0), und Köndringen bezwang den FC Bad Krozingen, einen direkten Konkurrenten im Abstiegskampf, mit 3:2.
Schöne Tradition: Torreiche Spiele zwischen Simonswald und Glottertal
Die SG Simonswald/Obersimonswald feierte einen 5:4-Erfolg über Rot-Weiss Glottertal und sprang auf den zweiten Tabellenplatz. „Unsere Heimspiele gegen Glottertal sind fast schon traditionell sehr torreich und sehr spannend“, sagte SG-Trainer Jörg Klausmann. „Wir waren in der ersten Halbzeit sehr effektiv, in der zweiten Halbzeit war es ein offener Schlagabtausch.“ Mit drei Treffern legte Lukas Fehrenbach den Grundstein für den Erfolg. In der 61. Minute fiel das 5:2 durch den eingewechselten Marc Grunwald mit dessen erstem Ballkontakt. „Da sahen wir schon wie der sichere Sieger aus“, so Klausmann. Doch Glottertal kämpfte sich noch auf 4:5 heran und verzeichnete mit der letzten Aktion des Spiels einen Lattentreffer. Weshalb Klausmann von einem zwar verdienten, aber auch glücklichen Sieg sprach. Den Sprung auf Platz zwei wollte er nüchtern sehen: „Der Spieltag lief positiv für uns, aber es sind noch einige Spiele zu gehen. Wir sollten weiter auf uns selbst sehen. Unsere Offensive hat sich stark präsentiert, und wenn wir uns in der Defensive noch steigern, wäre das sehr gut.“
Marcel Kobus: „Lehren aus der Hinspielniederlage gezogen“
Dass die Simonswälder den zweiten Platz erobern konnten, hatten sie der SG Ihringen/Wasenweiler zu verdanken. Die abstiegsbedrohten Kaiserstühler bezwangen den bisherigen Tabellenzweiten Prechtal/Oberprechtal mit 2:0. „Wir hatten die Lehren aus dem Hinspiel (einer 1:3-Niederlage, Anm. d. Red.) gezogen“, berichtete Trainer Marcel Kobus. „Wir haben kompakt gestanden und waren kaltblütig vor dem Tor. Der entscheidende Faktor war unsere Zweikampfstärke.“ Dem frühen 1:0 folgte kurz nach dem Wechsel das 2:0 nach einem Standard. Für Kobus war dies ein gefährlicher Spielstand, ein Gegentreffer hätte das Selbstbewusstsein einreißen können. Jannik Mößner hätte auf 3:0 stellen können, scheiterte aber am starken Prechtäler Keeper Marvin Vogt. Und die Gäste verbuchten ihrerseits einen Lattentreffer von Michael Moser. Kobus lobte seine Mannschaft für die gelungene Defensivarbeit: „Wir haben Prechtal hervorragend von unserem Tor ferngehalten und einem Santiago Fischer die Freude am Fußballspielen genommen.“ Dank des Erfolgs sind die Kaiserstühler nur noch einen Punkt vom rettenden Ufer, sprich: dem zwölften Tabellenrang, entfernt. Aber Kobus richtet sein Team auf schwere Spiele ein: In den kommenden Wochen geht es gegen die direkten Konkurrenten Königschaffhausen, Bad Krozingen und Köndringen.
Köndringen setzt nach verspielter 2:0-Führung den Knock-out
Ein wichtiger Erfolg gelang dem TV Köndringen mit dem 3:2-Heimsieg über Bad Krozingen. Denn damit zog die Mannschaft um Spielertrainer Karsten Kranzer in der Tabelle an den Kurstädtern vorbei auf den zwölften Rang. „Unsere Führung in der ersten Halbzeit (2:0) war verdient, wir hatten mehr Spielanteile und die besseren Chancen“, erklärte der dreifache Torschütze Kranzer. „Nach der Pause haben wir allerdings kurz geschlafen und das 1:2 kassiert. Danach ist Bad Krozingen stärker aufgekommen.“ In der 62. Minute gelang dem FCK der 2:2-Ausgleich nach einem Standard. „Nach einiger Zeit haben wir uns aber gefangen, und dann war es ein Spiel auf Augenhöhe“, berichtete Kranzer. „Zuletzt bekamen wir die zweite Luft und konnten das Spiel für uns entschieden.“ In der 87. Minute zirkelte Kranzer einen Freistoß gekonnt über die Mauer und markierte den Siegtreffer. Für den Coach war es nur ein weiterer Schritt im Abstiegskampf: „Auf uns warten noch sechs Duelle gegen direkte Konkurrenten, und es wird sicher noch Ergebnisse geben, mit denen man nicht rechnet.“
Überzeugender Heimauftritt der SF Oberried
Die SF Oberried entschieden das Heimspiel gegen den Mitaufsteiger TuS Königschaffhausen mit 4:0 eindeutig für sich. „Wir sind sehr gut ins Spiel gekommen, waren deutlich aggressiver und griffiger“, berichtete Kerem Okay, der Spielertrainer der Dreisamtäler. Bereits nach 23 Minuten lag die Heimelf mit 3:0 in Front. Die Kaiserstühler fanden zwar allmählich in die Partie und starteten gute Spielzüge, konnten sich indes keine hochkarätigen Chancen erspielen. Kurz vor der Pause ließ Oberried noch eine Großchance per Elfmeter liegen, spielte aber kurz nach Wiederanpfiff einen starken Konter zum 4:0 aus. „Es tat gut, wieder mal zu Null zu spielen“, sagte Okay, betonte aber, dass dabei das Defensivverhalten der gesamten Mannschaft wichtig war: „Das Verteidigen fängt immer vorne an. Es war insgesamt eine super Mannschaftsleistung.“
FC Freiburg-St. Georgen mit überzeugendem Auswärtsauftritt
Der SC Reute konnte sich nicht weiter von der Abstiegszone absetzen, im Gegenteil: Der Vorsprung ist nach der 1:2-Heimniederlage gegen den FC Freiburg-St. Georgen auf einen Punkt zusammengeschrumpft. Gästetrainer Roberto Palermo sprach von einem verdienten Sieg seiner Elf: „Wir waren in der ersten Halbzeit die spielbestimmende Mannschaft und haben einiges liegenlassen. Wir mussten zwar in der ersten Minute eine Chance auf der Linie klären, hatten aber im Gegenzug gleich einen Konter über Jan Kapahnke gestartet.“ In der 21. Minute ging St. Georgen in Führung: Yanik Roth hatte im Mittelfeld den Ball erobert, setzte sich damit bis an die Grundlinie durch und bediente Jan Nowack, der gekonnt vollendete. Kurz vor der Pause wurde Nowack im SC-Strafraum gefoult. Als Konsequenz spielte Reute fortan in Unterzahl (Gelb-Rote Karte gegen David Binninger), und Filan Kleinn markierte per Elfmeter die 2:0-Pausenführung für St. Georgen. In der zweiten Halbzeit leistete die dezimierte Heimelf starke Gegenwehr. „Gegen zehn Mann war es schwerer“, zollte Palermo den Reutemern Respekt, „trotzdem hatten wir vier hundertprozentige Möglichkeiten zum 3:0.“ Allerdings hatten Ilias Boutizla, Jan Nowack, Domani Kobi und selbst Balduin Labusch per Strafstoß das Pech an den Schuhen kleben. „Wenn wir das dritte Tor erzielt hätten, wäre der Drops wohl gelutscht gewesen“, stellte Palermo fest. Stattdessen kam Reute in der 82. Minute zum Anschlusstreffer und drängte in der Folge auf etwas Zählbares. Letztlich entführte der FC Freiburg-St. Georgen mit ein wenig Glück die Punkte aus dem Waldeckstadion.