Vor der Partie musste Daniel Hanslik kurzfristig angeschlagen passen, für ihn feierte Neuzugang Naatan Skyttä sein Startelfdebüt. Die Partie an der Kaiserlinde begann dann mit einem weiteren personellen Rückschlag, als Simon Asta schon früh verletzt ausgewechselt werden musste. Im ersten Durchgang wurden die Roten Teufel vor allem bei Standardsituationen von Kapitän Marlon Ritter gefährlich, in Führung gingen aber die Hausherren, die einen Fehler im Lautrer Aufbauspiel nutzen und durch Luca Schnellbacher kurz vor der Pause auf 1:0 stellten.
Nach dem Seitenwechel fanden die Roten Teufel besser ins Spiel, gefährlich blieben aber zunächst die Hausherren. Das vermeintliche 2:0 von Petkov wurde wegen eines Foulspiels in der Entstehung an Sirch aber zurückgepfiffen. Nach 79 Minuten kam der FCK dann vom Punkt zum Ausgleich. SVE-Keeper Nicolas Kristof traf Faride Alidou bei einer Raschl-Ecke mit den Fäusten im Gesicht, nach Studium der TV-Bilder entschied Schiedsrichter Florian Exner auf Elfmeter. Den verwandelte der eingewechselte Richmond Tachie zum 1:1. Und der hätte kurz danach die Partie fast im Alleingang komplett gedreht, Kristof im Elversberger Tor lenkte einen Linksschuss Tachies aber gerade noch um den kurzen Pfosten. Stattdessen kam Elversberg in der Nachspielzeit zum Siegtreffer, Frederik Schmahl drückte den Ball im Anschluss an eine Ecke aus kurzer Distanz über die Linie.
FCK-Trainer Torsten Lieberknecht sagte nach dem Spiel: "Wir haben in der zweiten Häkfte das gezeigt, was wir auch in der ersten Hälfte zeigen wollten. Wir wussten, dass der Zehner-Raum eine vakante Position ist, das haben wir in der ersten Hälfte in diesem Sektor nicht gut gemacht. Dadurch kamen wir immer wieder in Konter-Situationen. Sie setzten sich dann immer wieder mit schönem Kombinationsfußball bis vor unser Tor durch. Das brachte uns immer wieder in Gefahr. Da hat uns unser Torhüter Julian Krahl mit mehreren Paraden im Spiel gelassen. Wir haben nur phasenweise diesen Mut gezeigt, den wir eigentlich im ganzen Spiel zeigen wollten. Wir waren auch nicht kreativ genug. Wir haben selten die räume gefunden. Wir waren auch bei Standardsituationen zu ungefährlich. Deshalb war die Elversberger Führung auch nicht unverdient. Wir haben dann gesagt, dass wir in der zweiten Hälfte viel mutiger in die Eins-gegen-Eins-Situationen gehen müssten. Das wurde dann auch besser. Es war dann gut, dass der Schiedsrichter das zweite Tor für Elversberg nicht gegeben hat, das war ein normaler Körperkontakt. Wir waren in den Zweikämpfen ohne die richtige Präsenz, die es braucht. Wir haben die entscheidenden Zweikämpfe verloren. Trotzdem haben wir nach den Einwechslungen eine Reaktion gezeigt, Wir haben das Spiel gegen den Ball in den Griff bekommen. Wir konnten Passwege schließen. So kamen wir dann zum Ausgleich. Wir konnten das nicht über die Bühne bringen. Wir verlieren das spiel dann durch einen Standard. Ich bin enttäuscht, weil wir diese körperliche Präsenz in den Zweikämpfen nicht gezeigt haben. Läuferisch haben wir es mit 120 Kilometern ganz gut umgesetzt.
Sein Kollege Vincent Wagner von der SVE meinte: "Wir haben uns in den letzten Wochen gefragt, wie wir mehr Torchancen kreieren könnten. Heute haben wir Chancen weit über dem Durchschnitt gehabt. Da sind wir also schon mal einen Schritt weiter. Wir müssen uns nur mehr belohnen. Es war ein tolles Spiel. Nach der Pause war klar, dass sie ein anderes Gesicht zeigen würden. Wir haben aber ordentlich dagegen gehalten. Dann war es ein ausgeglichenes Spiel. Es gab dann eine kuriose Situation, weil unser Torwart den Ball faustet, daraufhin kriegen sie einen Elfer, da waren sie auch den Ticken besser. Wir haben dann charakterstarke Spieler eingewechselt. Sie hatten dann gleich eine Chance, die der Lauterer Torwart sensationell gut hält. Frederik Schmahl tritt ihn dann über die Linie. Ich bin froh, dass wir das zweite Heimspiel in der Nachspielzeit gewonnen haben.
Für Elversberg geht es bereits am kommenden Freitag um 18.30 Uhr mit dem Auswärtsspiel bei Hertha BSC Berlin im Olympiastadion (Olympischer Platz) weiter. der FCK empfängt am Sonntag, 31. August um 13.30 Uhr den SV Darmstadt 98, den ehemaligen Verein des Trainers, im Fritz-Walter-Stadion auf dem Betzenberg (Fritz-Walter-Str.).
