2025-12-17T10:26:01.779Z

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Die Siegesserie der SpVg Schonnebeck ist beendet.
Die Siegesserie der SpVg Schonnebeck ist beendet. – Foto: Marcel Eichholz

Siegesserie gerissen: Tönnies über das Büderich-Remis und die Tabelle

Oberliga Niederrhein: Nach zuletzt vier Ligasiegen in Serie kommt die SpVg Schonnebeck am 13. Spieltag nicht über ein 2:2-Remis gegen den FC Büderich hinaus. Gegen den Kontrahenten aus dem Tabellenmittelfeld reicht eine zweimalige Führung nicht aus, durch ein Eigentor in der Nachspielzeit müssen sich die Schwalben schlussendlich mit einem Punkt zufrieden geben.

Mit Erfolgen über die Tabellennachbarn VfL Jüchen Garzweiler und Sportfreunde Baumberg sowie Kantersiegen gegen den SV Sonsbeck und den SV Biemenhorst zuletzt spielte sich die SpVg Schonnebeck regelrecht in einen Rausch, und folglich auf den zweiten Tabellenplatz der Oberliga Niederrhein. Am 13. Spieltag sollte diese Siegesserie nun allerdings ein Ende nehmen: Gegen den FC Büderich sprang schlussendlich ein 2:2-Remis heraus. SpVg-Coach Dirk Tönnies ordnet die Punkteteilung anschließend im Gespräch mit FuPa Niederrhein ein und bewertet die derzeitige Tabellensituation seiner Elf.

Bereits im Vorfeld der Partie sprach Schonnebeck-Coach Dirk Tönnies von einem schwer einzuschätzenden Gegner, was der FC Büderich dann auch auf dem Feld widerspiegeln sollte: Während Niko Bosnjak und Joker Robin Andre Brandner den Vorjahres-Vizemeister zwischenzeitlich gleich zweimal in Führung schossen, sorgten Giovanni Nkowa sowie ein Eigentor durch Bosnjak für den 2:2-Endstand nach 90 Minuten. Der entscheidende Treffer fiel dabei erst in der dritten Minute der Nachspielzeit. Übungsleiter Tönnies bewertet nach Spielende das Auftreten seiner Mannschaft und findet auch viel Lob für die Leistung des Gegners.

Tönnies: „Haben Leichtigkeit der letzten Spiele vermissen lassen“

Weil Spitzenreiter Ratingen 04/19 bereits am Freitagabend vorgelegt hatte und - bei einem absolvierten Spiel weniger - auf vier Zähler von den Schwalben weggezogen war, galt es für die SpVg aus Schonnebeck, mit einem Heimerfolg über Büderich nachzulegen. Dies sollte den Grün-Weißen am Ende aber nicht gelingen, weil die Tönnies-Elf nicht ganz an die starken Auftritte der vergangenen Wochen anknüpfen konnte, wie der 51-jährige Übungsleiter anführt: „Wir haben die Leichtigkeit der letzten Spiele ein wenig vermissen lassen. Wir haben uns schwergetan, Chancen zu kreieren, was sicherlich auch mit dem Auftreten Büderichs zu tun hatte. Das Spiel war eher zäh und schwerfällig“, ordnet der Chefcoach allen voran den ersten Durchgang seiner Elf ein, welche mit einem 1:1 auf der Anzeigetafel zu Ende ging.

Nach dem Wiederbeginn fanden die Schwalben dann zwar etwas besser in die Partie, konnten aber auch im zweiten Abschnitt nicht für klare Verhältnisse sorgen, was Tönnies insbesondere an der guten Leistung Büderichs festmacht: „Die zweite Hälfte lief besser, wir waren die aktivere Mannschaft. Büderich stand aber weiterhin gut gegen den Ball und hat es uns nicht leicht gemacht. Am Ende haben wir dann einen unglücklichen Ausgleich kassiert“, bekräftigt der Cheftrainer, der Eigentorschütze Bosnjak allerdings keine Schuld am späten Ausgleichsgegentreffer zuspricht: „Kevin Weggen schießt den Freistoß mit gefühlten 400 Stundenkilometern auf das Tor, Niko kann dann nicht schnell genug reagieren“, erklärt Tönnies, der das Gegentor dennoch nicht als „unvermeidbar“ einstuft: „Die Entstehung des Gegentreffers war sehr unnötig. Wir können die Offensivaktion vorher besser ausspielen und uns dann auch defensiv besser anstellen“, bilanziert der Übungsleiter.

„Stehen besser da als eigentlich gedacht“

Zwar verpasst es die SpVg durch den Punktverlust, den zwei-Punkte-Rückstand auf Ligaprimus Ratingen zu wahren. Dennoch bleiben die Schwalben nach wie vor erster Verfolger des Tabellenführers, vier Zähler vor Verfolger Baumberg. Aus Sicht von Tönnies eine Ausgangslage, die nach de großem personellen Umbruch im Sommer nicht unbedingt nach 13 Spieltagen zu erwarten war: „Wir stehen sehr gut da, besser als eigentlich gedacht zu diesem Zeitpunkt. Wir sind davon ausgegangen, dass es aufgrund unseres Entwicklungsprozesses ein wenig länger dauert. Die Truppe hat aber vieles schon sehr gut umgesetzt“, lobt Tönnies und betont: „Wir sind hochzufrieden und werden jetzt weiter hart arbeiten.“

Knaller-Spiel in Uerdingen vor der Brust

Am kommenden Samstag steht für die Tönnies-Elf dann die nächste Aufgabe vor der Tür, wenn es auswärts zu Regionalliga-Absteiger KFC Uerdingen geht. Spätestens dann können die Grün-Weißen wirklich unter Beweis stellen, wie weit der Entwicklungsprozess bereits fortgeschritten ist, schließlich stellt der KFC mit 13 eroberten Punkten aus den vergangenen fünf Ligaspielen das zurzeit formstärkste Team der Liga. Sollte die SpVg diesen Lauf des einstigen Bundesligisten nun stoppen, würden die Schwalben den Kontrahenten nach wie vor hinter sich lassen. Anstoß der Begegnung im Krefelder Grotenburg-Stadion ist um 16 Uhr.

Aufrufe: 012.11.2025, 16:00 Uhr
Tom KunzeAutor