
Der Fußball-Landesligist TSV Eintracht Karlsfeld hat das Kellerduell gegen Garmisch 1:0 gewonnen und kann den Klassenerhalt noch packen.
Abstiegskampf pur mit enormer Bedeutung für beide Teams – und besserem Ende für den TSV Eintracht Karlsfeld: Dank eines hart erarbeiteten 1:0-Erfolges im Abstiegsendspiel gegen den 1. FC Garmisch-Partenkirchen haben die Karlsfelder Landesliga-Fußballer ihre Chance auf den Klassenerhalt gewahrt. Zwei Spieltage vor Schluss zog die Eintracht nach Punkten mit dem Konkurrenten gleich und hat die Relegationsteilnahme dank des gewonnenen direkten Vergleichs wieder in eigener Hand.
„In dieser Phase zählt nur das Ergebnis“, sagte Trainer Florian Beutlhauser. Fußballerische Leckerbissen blieben in einem nervösen Duell Mangelware. „Es war wirklich nicht schön anzuschauen“, so der Coach – doch darum ging es nicht. Es stand zu viel auf dem Spiel.
Die erste Halbzeit verlief ausgeglichen, beide Teams kamen zu wenigen Abschlüssen. Für Karlsfeld hatten Jonas Eicher und Jonas Kuhn gute Möglichkeiten, auf der Gegenseite blieb ein Querpass ohne Abnehmer.
In der 37. Minute stockte den Eintracht-Kickern dann der Atem: Nach einem Ballverlust im Aufbau schaltete Garmisch schnell um und spielte tief, Lukas Paunert stoppte den Angreifer als letzter Mann und sah die Rote Karte. „Das passt zu dieser Saison“, sagte Beutlhauser. Mehr als eine Stunde in Unterzahl – bei einem Spiel, in dem es um alles ging. Der Sieg schien in weite Ferne zu rücken.
Doch die Karlsfelder zeigten Moral. „Man hat eigentlich nicht gemerkt, wer in Überzahl ist“, betonte Beutlhauser. Nach der Pause agierte die Eintracht mutig, investierte viel und hielt das Spiel offen.
Der entscheidende Moment kam in der 77. Minute: Nach einem Foul an Eicher zeigte der Schiedsrichter auf den Punkt. Deniz Yilmaz übernahm Verantwortung – und verwandelte sicher zum 1:0.
In der Schlussphase warfen die Gäste alles nach vorn, doch Karlsfeld verteidigte leidenschaftlich. Einmal hatte Keeper Dario Schmucker Glück, als zunächst der Pfosten rettete und dann der Ball an seinen Rücken sprang – aber nicht ins Tor. Ansonsten ließ die Eintracht kaum noch etwas zu.
„Wir haben alles rausgehauen und uns das Tor erarbeitet“, sagte Beutlhauser. „Deshalb würde ich sagen: verdient gewonnen.“ Er weiß aber auch: Um die Klasse zu halten, muss sich die Mannschaft steigern. Bereits am kommenden Wochenende wartet mit dem Auswärtsspiel beim Tabellendritten Murnau die nächste schwere Aufgabe. Die Ausgangslage hat sich dennoch deutlich verbessert.