
Zum Schluss ist es Thomas Jost wichtig, noch einmal zu betonen, dass erst einmal vor der eigenen Haustüre gekehrt werden muss. Heißt: Gewinnt der SV Frauenbiburg das Kellerduell mit Amicitia München am 21. Spieltag der Frauen-Bayernliga nicht, braucht man erst gar nicht an einen noch möglichen Klassenerhalt denken. "Ein Sieg ist absolute Pflicht", macht der SVF-Trainer deutlich. Sein Kollege in Diensten des oberbayerischen Gegners am Samstagmittag, Sebastian Helm, sieht es ähnlich: "Das ist ein Spiel, in dem nur der Sieg zählt."
Die Ausgangslage für beide Teams ist die selbe: Sowohl Frauenbiburg als auch Amicitia München müssen im ersten Schritt gewinnen, um doch noch über den ominösen Strich zu springen. Und das Duo muss im zweiten Schritt auf einen Ausrutscher von Bad Aibling hoffen, das den begehrten ersten Platz am rettenden Ufer inne hat. In dieser Hinsicht beginnen dann doch die Rechenspielchen, die in einer solchen Situation eben dazu gehören.
"Unsere Chancen sind relativ gering - liegen vielleicht bei 25 Prozent", zeigt sich Thomas Jost realistisch. Vier Punkte beträgt der Rückstand auf Amicitia. Noch einmal einen Zähler mehr hat Bad Aibling - hinzu kommt der verlorene direkte Vergleich. "Wir appellieren an den Sportsgeist von Theuern, dem Gegner von Bad Aibling", hat der Trainer des SV Frauenbiburg alle Faktoren im Blick. Er ist überzeugt: "Läuft dieses Wochenende gut für uns, dann sind wir am letzten Spieltag in der besseren Rolle."
Dass Amicitia alles andere als ein Selbstläufer wird, liegt auf der Hand. Zum einen sind die Münchenerinnen eben selber in der Bredouille. Zum anderen ist die Truppe von Sebastian Helm derzeit richtig gut in Form. Fünf Zähler holte man in den vergangenen drei Spielen - darunter ein Teilerfolge gegen den designierten Vizemeister Ruderting. Am vergangenen Wochenende wurde Kirchberg klar in die Schranken gewiesen. "Dieser Sieg, vor allem die Art und Weise, ist sehr positiv", blickt der Amicitia-Trainer zurück. "So haben wir es uns erarbeitet, nun das zweite von drei Endspielen bestreiten zu dürfen."
Freilich, verspüre er den Druck, gewinnen zu müssen. "Aber ich freue mich auch auf das Duell mit körperlich sehr starken Frauenbiburgerinnen. Es geht um alles - und genau diese Spiele machen doch den Reiz aus..."
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