2026-04-29T13:32:52.058Z

Allgemeines

Siedenbollentin demontiert dezimierte Viktoria aus Berlin

NOFV-Oberliga Nord: Die Übersicht auf den 27. Spieltag.

von red · Heute, 16:25 Uhr · 0 Leser
– Foto: Franziska Lindhorst

In der NOFV-Oberliga Nord wurde am heutigen Nachmittag die Fortsetzung des 27. Spieltags ausgetragen. Die Zuschauer wurden Zeugen einer emotionalen Begegnung, die bereits in der Anfangsphase eine dramatische Wendung nahm und den weiteren Verlauf maßgeblich prägte.

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Vor 625 Zuschauern entwickelte sich ein dramatisches Spitzenspiel, in dem der Aufsteiger SG Union 1919 Klosterfelde dem Favoriten SV Lichtenberg 47 alles abverlangte. Die Gäste aus Lichtenberg erwischten den besseren Start, als Luis Millgramm bereits in der 6. Minute zur 0:1-Führung traf. Doch die Hausherren antworteten prompt: Ethan James Mullen Elmore glich in der 10. Minute zum 1:1 aus und drehte die Partie in der 37. Minute mit seinem zweiten Treffer zum 2:1 hochemotional zu Gunsten der Unioner. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte schlug Lichtenberg jedoch zurück, als Nick Graupner in der 45.+3 Minute das 2:2 markierte. Nach dem Seitenwechsel blieb die Intensität hoch, und in der 58. Minute war es Leon Walter, der mit dem Treffer zum 3:2 den Heimsieg für Klosterfelde perfekt machte.

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Im mecklenburgischen Duell zwischen der SG Dynamo Schwerin und dem F.C. Hansa Rostock II sahen 509 Zuschauer einen leidenschaftlich geführten Kampf. In einer Partie, die vor allem von defensiver Disziplin geprägt war, fiel die Entscheidung in der ersten Halbzeit. In der 32. Minute verwandelte Julian Hahnel einen Handelfmeter zum 0:1 für die Rostocker. Trotz aller Schweriner Bemühungen, in der zweiten Halbzeit noch zum Ausgleich zu kommen, verteidigte der Hansa-Nachwuchs den knappen Vorsprung bis zum Schlusspfiff und entführte drei wichtige Punkte.

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In Berlin teilten sich vor 717 Zuschauern Tennis Borussia Berlin und der FSV Optik Rathenow die Punkte. In einer Begegnung, in der die Nerven auf beiden Seiten spürbar angespannt waren, fielen die Tore erst nach dem Seitenwechsel. Die Gäste aus Rathenow gingen in der 57. Minute durch Ali Ihsan Keles mit 0:1 in Führung und versetzten den Anhang von TeBe kurzzeitig in Schockstarre. Doch die Berliner bewiesen Moral und schlugen nur drei Minuten später zurück: Emir Can Gencel erzielte in der 60. Minute den Ausgleich zum 1:1. Es blieb letztlich bei der Punkteteilung.

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In Berlin erlebten die Zuschauer einen Nachmittag, der kaum turbulenter hätte starten können. Bereits in der 8. Minute gab es den ersten massiven Rückschlag für die Heimelf: Joseph Dalal sah die Rote Karte. Umso erstaunlicher war die Reaktion der Berliner, die sich nicht versteckten. In der 27. Minute war es Ares Bedford, der den FC Viktoria 1889 Berlin tatsächlich mit 1:0 in Führung brachte. Die Freude währte jedoch nur kurz, denn der SV Siedenbollentin nutzte die personelle Überlegenheit nun konsequent. In der 33. Minute markierte Lukas Möller den Ausgleich zum 1:1, und nur vier Minuten später, in der 37. Minute, drehte Tom Kliefoth die Begegnung zur 1:2-Pausenführung für die Gäste.

Nach dem Seitenwechsel drückte Siedenbollentin weiter aufs Tempo. Jakub Jan Klimko erhöhte in der 51. Minute auf 1:3. Viktoria bewies jedoch ein großes Kämpferherz und kam in der 58. Minute durch Tim Schüßler noch einmal auf 2:3 heran. In der Schlussphase schwanden bei den dezimierten Berlinern jedoch sichtlich die Kräfte. Ein Doppelschlag durch den erneut starken Tom Kliefoth in der 78. Minute (2:4) und Jannes Harsch in der 80. Minute besiegelte schließlich den deutlichen 2:5-Endstand.

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Dieses Berliner Duell besitzt Wucht. TuS Makkabi Berlin kam zuletzt in Siedenbollentin nicht über ein 1:1 hinaus und steht mit 38 Punkten auf Rang acht. BSV Eintracht Mahlsdorf musste sich zuhause mit einem 1:1 gegen Tennis Borussia Berlin begnügen und liegt mit 43 Punkten auf Platz sechs. Beide Teams wollen in der Schlussphase noch einmal ein klares Signal senden.

Das Hinspiel gewann Mahlsdorf mit 4:2. Diesmal spricht vieles für eine enge, intensive Begegnung, in der Kleinigkeiten entscheiden könnten. Makkabi kann mit einem Heimsieg wieder näher an die obere Gruppe heranrücken. Mahlsdorf wiederum will den Abstand nach hinten sichern und die eigene starke Position behaupten. Für beide Mannschaften ist das mehr als nur ein Stadtduell – es ist ein Spiel um Richtung, Selbstbehauptung und Schärfe im Saisonfinale.

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FC Anker Wismar verlor zuletzt trotz starker Phasen 3:5 bei Tasmania Berlin und steht mit 34 Punkten auf Rang zehn. SV Sparta Lichtenberg schoss sich beim 7:3 gegen Viktoria Berlin eindrucksvoll frei und hat nun 36 Punkte. Es ist damit ein Nachbarschaftsduell im Tabellenmittelfeld, das vor allem für die Moral und die Einordnung der Saison noch einmal Bedeutung entfaltet.

Das Hinspiel gewann Sparta klar mit 5:1. Wismar wird also nicht nur Punkte, sondern auch Wiedergutmachung suchen. Für die Gastgeber ist dieses Heimspiel die Gelegenheit, sich wieder etwas deutlicher in der sicheren Tabellenzone zu verankern. Sparta kann mit einem Auswärtssieg an einem direkten Konkurrenten vorbeiziehen und die starke Leistung vom vergangenen Wochenende bestätigen. Es ist ein Spiel, das mehr Schärfe in sich trägt, als Rang neun gegen Rang zehn zunächst vermuten lässt.

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Das ist eines der Schlüsselspiele dieses Spieltags. TSG Neustrelitz verlor in Lichtenberg in letzter Minute mit 1:2 und steht bei 46 Punkten auf Rang drei. SV Tasmania Berlin setzte sich in einem wilden Spiel mit 5:3 gegen Anker Wismar durch und verteidigte mit 58 Punkten die Tabellenführung. Vier Spieltage vor Schluss ist das ein Duell mit echtem Titelklang.

Das Hinspiel gewann Tasmania mit 2:0. Für Neustrelitz ist dieses Heimspiel wohl die letzte große Gelegenheit, noch einmal richtig Druck nach oben zu erzeugen. Für Tasmania ist es ein weiterer Prüfstein auf dem Weg zum Titel. Wer hier nachlässt, sendet ein gefährliches Signal. Wer gewinnt, geht mit deutlich mehr Überzeugung in die letzten drei Spieltage. Genau das macht diese Begegnung so elektrisierend.

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Der Berliner AK verlor zuletzt 0:2 bei Hansa Rostock II und steht mit 29 Punkten auf Rang 13. S.D. Croatia Berlin ging gegen Klosterfelde mit 0:4 unter und bleibt bei 19 Punkten tief im Abstiegskampf. Damit ist die Lage eindeutig angespannt – vor allem für die Gäste, aber auch für den BAK, der dringend vermeiden muss, selbst noch tiefer hineingezogen zu werden.

Das Hinspiel endete 1:1. Gerade deshalb dürfte der Berliner AK dieses Spiel mit großem Ernst angehen. Ein Heimsieg wäre ein wichtiger Schritt in Richtung Beruhigung. Croatia dagegen braucht fast schon zwingend Punkte, um die Hoffnung auf den Klassenerhalt am Leben zu halten. In dieser Tabellenregion geht es nicht mehr nur um Form, sondern um Haltung. Und genau darin liegt die emotionale Wucht dieses Berliner Duells.

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