
Nach turbulenten 90 Minuten wurde der komplette Punktesatz mit dem 4:3- Auswärtssieg mit auf den Göldner genommen.
BERICHT von Michael Meyer...
Die Favoritenrolle war vor dem Anpfiff klar verteilt, die Einheimischen nach dem personellen Radikalschnitt der Außenseiter gegen den Tabellendritten. Dem merkte man an, das sie schon ein Match gespielt hatten, während die umformierten Unioner sich erst noch finden mussten. Die ersten beiden gefährlichen Aktionen hatte die Eintracht, doch aus aussichtsreichen Positionen wurde das von Union-Routinier Sören Trappe gehütete Tor knapp verfehlt (1./3.). Danach übernahmen die Platzherren vor knapp 200 Fans das Zepter und erarbeiteten sich etliche Abschlüsse. Schon da zeigte sich, das Eintracht- Schlussmann William Hartling einen Sahnetag erwischt hatte, er mehrfach mit tollen Reflexen Unions Offensiv bremste. Nach 32 Minuten war er dann doch machtlos, eine gefühlvolle Flanke von Lukas Ortlepp nickte Unions unverwüstlicher Torjäger- Routinier Daniel Schmidt mit Hilfe des Innenpfosten zum umjubelten 1:0- Führungstor ein. Als sich wenig später Mühlhausens Christoph Stein mit einem zentralen straffen Schuss im Eintracht Strafraum belohnte, schienen die Eisernen auf Kurs-2:0 (37.). „ Das war in dieser Phase nicht unverdient für Union, die die Partie bestimmten“, erkannte Gästecoach Axel Duft an. Die Gastgeber wurden dann unkonzentriert, sorgten mit unnötigen Fouls für viele Freistöße der Sondershäuser. So kamen die Gäste aus einem solchen durch den Kopfballtreffer von Hannes Koch zum späten Anschlusstreffer-2:1 (45.).
Dieser schien die Duft- Truppe zu beflügeln, die danach ihre beste Phase hatten, während Union einen zehnminütigen Blackout hatte. Der eingewechselte Bohdan Unhurian köpfte nach Florian Cepas Flanke das 2:2 (58.). Als dann Eintrachts Marcel Börold mit sattem 17m Knaller an den Innenpfosten und Markus Menke die Partie auf 2:4 binnen acht Minuten drehten, schien das Schicksal der Eisernen besiegelt (60./66.). Die Jurascheck- Schützlinge brauchten einige Minuten, um sich von dem Schock zu erholen, da belebte der drei Minuten zuvor eingewechselte Jan Schweikert mit seinem mit seinem Knaller ins kurze Eck die Mühlhäuser Geister-3:4 (75.). Zeit war noch genug für ein Union-Comeback und die Chancen erspielten sich die Gastgeber. Doch was auch Daniel Schmidt mehrfach, Kapitän Keanu Murch und Luan Breitbarth im Strafraum versuchten, Eintrachts Hartling entwickelte sich zum Matchwinner seiner Truppe. Er parierte die Schüsse oder holte Kopfbälle aus dem Winkel (89.). Der Abpfiff war für Sondershausen die Erlösung, die Spieler der Eintracht wussten bei wem sie sich bedanken mussten und rannten zu ihrem Torwart. Unterstützt wurde das Duft Team über die gesamte Spielzeit von einem stimmungsvollen 30- Mann Anhang, der mit rhythmischen Trommeln und Gesang für eine tolle Atmosphäre sorgten. „Mir tut es leid für meine Jungs, das wir heute mit leeren Händen da stehen. Die Truppe hat gezeigt, dass bei uns nicht die Lichter ausgehen. Sie hat sich bis auf den zehnminütigen Blackout gut präsentiert, darauf werden wir aufbauen“, war Unions Toni Jurascheck verständlicherweise enttäuscht vom Ausgang der Partie. „Ich bin stolz auf meine Mannschaft, wie sie nach dem 0:2 die Partie auf links drehte und die drei Punkte nach Hause mitnahm“, war Axel Duft zufrieden nach dem Torspektakel.