
Der SGV Freiberg hat im Aufstiegsrennen der Regionalliga Südwest einen empfindlichen Rückschlag hinnehmen müssen. Im Heimspiel gegen den TSV Steinbach Haiger unterlag die Mannschaft mit 1:3 und liegt nach dem 29. Spieltag drei Punkte hinter Spitzenreiter SG Sonnenhof Großaspach. Die Ausgangslage vor dem direkten Duell am Mittwochabend in Großaspach hat sich damit verschärft. Freiberg muss dort nun auf eine unmittelbare Antwort hoffen.
Starker Beginn
Die Partie begann aus Sicht des SGV vielversprechend. Bereits in der 4. Minute brachte Meghôn Valpoort die Gastgeber mit 1:0 in Führung. Freiberg blieb danach gefährlich und kam unter anderem durch Leon Petö und Marco Kehl-Gómez zu weiteren guten Möglichkeiten, ließ das zweite Tor jedoch liegen. Auch nach einer verletzungsbedingten frühen Umstellung mit Minos Gouras für Julian Kudala blieb der SGV zunächst die aktivere Mannschaft.
Ausgleich vor der Pause
Mit zunehmender Spielzeit fand Steinbach besser in die Partie. Nach ersten gefährlichen Aktionen der Gäste entschied der Schiedsrichter in der 41. Minute auf Handelfmeter, den Ole Käuper eine Minute später zum 1:1 verwandelte. Kurz vor der Pause hatte Freiberg die große Chance zur erneuten Führung, doch Minos Gouras traf in der Nachspielzeit beide Pfosten. So ging es nach einer insgesamt intensiven ersten Halbzeit mit einem Unentschieden in die Kabinen.
Steinbach dreht das Spiel
Nach dem Seitenwechsel blieb die Begegnung offen, doch die klareren Treffer gelangen nun den Gästen. In der 66. Minute nutzte Jonas Singer eine Steinbacher Standardsituation zur Führung. Freiberg reagierte mit einem Dreifachwechsel und suchte den Ausgleich, kam unter anderem durch Leon Petö und Gouras zu weiteren Abschlüssen, blieb aber ohne Ertrag. Stattdessen erhöhte Eros Dacaj in der 80. Minute nach einer mehrteiligen Angriffsszene auf 3:1 für Steinbach.
Folgen für das Titelrennen
In der Schlussphase drängte Freiberg noch einmal nach vorn. Marco Kehl-Gómez per Fallrückzieher und Valpoort per Kopf hatten noch gute Möglichkeiten, doch der Anschluss gelang nicht mehr. Mit der zweiten Heimniederlage der Saison bleibt der SGV bei 58 Punkten und weist nun drei Zähler Rückstand auf Großaspach auf, das parallel in Alzenau mit 4:1 gewann. Das direkte Duell am Mittwoch erhält damit zusätzliches Gewicht. Für Freiberg ist die Ausgangslage klar: Das Spitzenspiel ist nun auch eine Chance, den Rückstand unmittelbar wieder zu verkürzen.