
Der SGV Freiberg hat die Saison in der Regionalliga Südwest mit einem 3:3 bei Bayern Alzenau beendet. Die Mannschaft stand bereits vor dem letzten Spieltag als Vizemeister fest, wirkte aber auch beim abgeschlagenen Absteiger nicht durchgehend stabil. Damit schließt der SGV eine Spielzeit ab, die nach einer starken Vorrunde lange nach mehr ausgesehen hatte. Am Ende geht Freiberg als Tabellenzweiter in die Sommerpause und muss eine Rückrunde verarbeiten, in der der große Vorsprung an der Spitze verloren ging.
Frühe Führung, frühe Antwort
Freiberg erwischte zunächst den besseren Einstieg. In der 12. Minute brachte Paul Polauke die Gäste mit 1:0 in Führung und verschaffte dem SGV damit eine günstige Ausgangslage. Doch die Antwort Alzenaus folgte sofort: Nur zwei Minuten später glich Lucas Sitter zum 1:1 aus. Der SGV fand danach dennoch wieder in die Partie und ging in der 24. Minute durch Melvin Cerkez erneut in Führung. Diese hielt allerdings ebenfalls nicht bis zur Pause, weil Lucas Sitter in der 41. Minute zum zweiten Mal traf und auf 2:2 stellte.
Spiel kippt nach der Pause
Nach dem Seitenwechsel gelang es Freiberg nicht, mehr Kontrolle in die Begegnung zu bringen. Stattdessen drehte Alzenau die Partie in der 53. Minute vollständig. Jihad Boutakhrit erzielte das 3:2 für die Gastgeber und legte damit offen, wie anfällig der SGV auch in diesem letzten Saisonspiel in Phasen ohne klare Ordnung blieb. Aus Sicht Freibergs passte diese Phase zum Verlauf der vergangenen Wochen, in denen die Mannschaft ihre Spiele oft nicht mehr verlässlich steuern konnte.
Bradara sichert wenigstens einen Punkt
Immerhin gelang dem SGV im weiteren Verlauf noch der Ausgleich. Tino Bradara traf in der 76. Minute zum 3:3 und sorgte damit dafür, dass Freiberg die Saison nicht mit einer Niederlage abschloss. Mehr als ein Remis sprang gegen den bereits feststehenden Absteiger aber nicht mehr heraus. So bleibt auch dieses Spiel ein passendes Symbol für die Rückrunde: Der SGV zeigte offensive Qualität, ließ aber erneut die nötige Stabilität vermissen, um eine günstig wirkende Aufgabe konsequent in einen Sieg zu verwandeln.
Ein starker Platz zwei und viele Abschiede
Mit 62 Punkten beendet Freiberg die Saison auf Rang zwei hinter Aufsteiger SG Sonnenhof Großaspach. Das ist weiterhin ein starkes Ergebnis, auch wenn der Verlauf der Rückrunde der Vizemeisterschaft etwas von ihrer Leichtigkeit genommen hat. Zum Saisonende kommt nun zusätzlich Bewegung in den Kader und das Umfeld: Florian Ballas, Henrick Selitaj, Karlo Kuranyi, Nicklas Shipnoski, Diamant Lokaj und Mateo Drljo verlassen den Verein. Auch Sportdirektor Mario Estasi und Co-Trainer David Pisot verabschieden sich. Für den SGV beginnt damit ein Sommer, in dem ein sehr gutes Ergebnis bilanziert, aber zugleich ein spürbarer Umbruch gestaltet werden muss.