2026-03-09T15:40:23.061Z

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SGE Bedburg-Hau rutscht tiefer in die Krise und verliert erneut

Fünf Niederlagen in Serie und die schwächste Defensive der Liga: Die SGE Bedburg-Hau steckt im Abstiegskampf der Bezirksliga, Gruppe 4. Trotz engagierter Phasen und spätem Anschluss reicht es gegen die SV 08/29 Friedrichsfeld nicht zum Punktgewinn. Was jetzt passieren muss.

von RP / Peter Nienhuys · Heute, 18:00 Uhr · 0 Leser
Bedburg-Hau im freien Fall
Bedburg-Hau im freien Fall – Foto: Pascal Derks

Die SGE Bedburg-Hau befindet sich in der Bezirksliga weiter in einer Abwärtsspirale. Zum fünften Mal in Folge kassierte die Elf von Trainer Bernard Alijaj in der Rückrunde eine Niederlage. Die SV 08/29 Friedrichsfeld behielt im Hasselter IGETEC-Sportpark glücklich, aber nicht unverdient mit 2:1 (1:0) die Oberhand. Die direkten Abstiegskonkurrenten konnten zum Glück für die SGE ebenfalls nicht punkten. Deshalb hat sie momentan noch einen Punkt Vorsprung auf die Abstiegsplätze. Was muss jetzt geschehen, damit es wieder besser läuft?

Das Team muss allmählich wieder in Erfolgsspur zurückkehren, um den bitteren Gang in die Kreisliga A zu vermeiden. Dazu gehört auch mehr Effektivität und Durchschlagskraft im Angriff, mehr Galligkeit in den Aktionen sowie ein besseres Defensivverhalten. Die SGE stellt derzeit mit 57 Gegentoren die schlechteste Abwehr der Liga.

Das Heimspiel gegen die Friedrichsfelder begann für die Gastgeber eigentlich recht verheißungsvoll, denn in den ersten fünf Minuten hatten sie zwei aussichtsreiche Tormöglichkeiten, die jedoch von der Gästeabwehr entscheidend abgeblockt wurden. Dann der erste Nackenschlag: Mit einem Distanzschuss, bei dem SGE-Torhüter Niklas Puff etwas zu weit vor der Torlinie stand, sorgte Onur Baran (8.) für die 1:0-Führung der Gäste.

In der Folgezeit versuchten die Gastgeber mit Aggressivität und Pressing ihren Kontrahenten unter Druck zu setzen. Sie hatten nun größere Spielanteile und Ballbesitz, doch nennenswerte Torchancen waren nicht zu verzeichnen. Und die Gäste konnten zwischendurch offensiv einzelne Nadelstiche setzen. In Minute 39 vergab der eingewechselte Christoph Gorißen eine Torchance, aber er schoss den Ball aus kurzer Entfernung am Tor vorbei.

SGE Bedburg-Hau kommt stark aus der Kabine zurück

Nach dem Seitenwechsel übernahm die SGE das Kommando und drängte die Friedrichsfelder in deren Hälfte. Nach einer Flanke von rechts verfehlte SGE-Torjäger Falko Kersten (52.) per Kopf das Gäste-Tor. Die Grün-Schwarzen blieben auf dem Gaspedal und drückten vehement auf den Ausgleich, der trotz einiger halbgarer Möglichkeiten nicht fallen wollte. So verzog Tim Helmus nach einem Doppelpass mit Kersten einen Schuss von der Strafraumkante.

Die Partie wurde hektischer, und die Zweikämpfe wurden zunehmend bissiger geführt. Puff klärte einen Schuss zur Ecke, und die beiden Trainer wechselten ihre Torschützen ein. Denn Collin Isselhorst verwertete einen Konter zum 0:2 für die Gäste, ehe SGE-Co-Trainer Sebastian van Brakel (90.+ 5), der seinen ersten Saisoneinsatz hatte, im Gewühl zum 1:2-Anschlusstreffer traf. Zu mehr reichte es aber für die SGE nicht.

SGE-Coach Bernard Alijaj wirkte etwas geknickt, wortkarg sowie enttäuscht: „Diese Niederlage ist schon frustrierend. Wir müssen die Partie nun analysieren und vor allem positiv nach vorne schauen.“