Arne Braunstein bejubelt das Wörpetaler 1:0 gegen Damme vier Minuten vor dem Ende des Viertelfinales. Kurz darauf folgt aber die Ernüchterung. Nach dem späten 1:1 geht es ins Neunmeterschießen, in dem SG-Keeper Stefan Weyl am entscheidenden Schuss seines Dammer Gegenübers zwar dran ist, der Ball aber danach gemächlich über die Linie kullert. Moje/Specht
Arne Braunstein bejubelt das Wörpetaler 1:0 gegen Damme vier Minuten vor dem Ende des Viertelfinales. Kurz darauf folgt aber die Ernüchterung. Nach dem späten 1:1 geht es ins Neunmeterschießen, in dem SG-Keeper Stefan Weyl am entscheidenden Schuss seines Dammer Gegenübers zwar dran ist, der Ball aber danach gemächlich über die Linie kullert. Moje/Specht

Triumph, Tragödie und ein Happy End

SG Wörpetal überzeugt als Gastgeber der Ü40-Niedersachsenmeisterschaft und darf als Fünftplatzierter 2020 nach Göttingen

Manchmal liegen beim Fußball Triumph und Schmerz ganz dicht beieinander. Das erfuhren am Sonnabend einmal mehr die Spieler der SG Wörpetal, die als Gastgeber eine erstklassig organisierte Ü40-Niedersachsenmeisterschaft auf die Beine stellten, aber als Mannschaft höchst unglücklich im Viertelfinale ausschieden – und damit vermeintlich die Qualifikation für die nächsten Titelkämpfe in Göttingen verpassten. Ein echter Stimmungskiller, dem aber noch ein Happy-End folgen sollte.

Friedel Gehrke, NFV-Altherren-Spielleiter und damit Chef der Niedersachsenmeisterschaft, hatte Wörpetals Spielertrainer Matthias Gerdes bereits während des Halbfinales beiseite genommen und ihm versichert, dass sich ein Weg finden werde, das Team als aktuellen Ausrichter zumindest an der Qualifikationsrunde teilnehmen zu lassen, falls die Kreisverbände das nicht ermöglichen sollte. Doch nach Studium der genauen Gruppenergebnisse erwies sich dies als überflüssig: Wörpetal hatte als Fünftplatzierter die direkte Qualifikation für die Titelkämpfe 2020 in Göttingen in der Tasche.

Die frohe Kunde hellte die Laune bei den Gastgebern deutlich auf, denn das bittere Aus im Viertelfinale hatte sich als ein echter Stimmungskiller erwiesen. „Das war schon ein Schock“, so Gerdes, dessen Mannschaft in der Partie gegen den späteren Drittplatzierten SV Rot-Weiß Damme gleich mehrfach den Halbfinal-Einzug auf dem Silbertablett hatte, ihn aber stets liegen ließ.

Sieg auf dem Silbertablett

Zuerst brachte Arne Braunstein die Gastgeber vier Minuten vor dem Abpfiff in Front, doch mit einem keineswegs unhaltbar scheinenden Fernschuss glich Damme kurz vor Schluss aus. Im Neunmeterschießen parierte SG-Keeper Stefan Weyl dann den vierten SV-Versuch, doch anschließend vergaben sowohl Björn Kahrs und Silvio Gruner als auch Weyl selbst, sodass es die Gäste durch einen gerade noch so ins Tor kullernden Ball des eigenen Keepers mit 6:5 ins Halbfinale schafften.

Im Achtelfinale gegen den STV Wilhelmshaven/Middelsfähr hatten die Wörpetaler vom Punkt noch überzeugt. Nach dem Abpfiff beim Stand von 0:0 hatte Weyl gleich den ersten STV-Versuch pariert, Matthias Gerdes, Arne Braunstein, Rainer Otten, Thorsten Gerdes und Björn Kahrs souverän verwandelt.

Ähnlich sicher gestalteten die Wörpetaler auch ihre drei Gruppenspiele. Beim 3:1-Sieg über den SSV Jeddeloh trafen Braunstein, Matthias Gerdes und Rainer Otten. Das zwischenzeitliche 2:1 fiel durch einen abgefälschten Schuss. Gegen den SV Lengede überzeugte die SG vor allem defensiv. Das goldene Tor zum 1:0 erzielte Matthias Gerdes. Den abschließenden 2:0-Erfolg über den TSV Limmer schossen Bernd Otten und Arne Braunstein per Foulelfmeter heraus.

In der Gruppenphase war für die SG Tiste/Hamersen/Sittensen bei ihrer ersten Endrundenteilnahme Schluss. Beim Auftakt-Remis gegen Damme trafen Jörg Schiewe und Börge Hinrichs. Nach einem 0:2 gegen die Favoriten von Hannover 96 sorgte ein Hinrichs-Tor für ein 1:0 über die SG Lenglern/Harste. Doch da Hannover 96 im letzten Gruppenspiel über ein 1:1 gegen Damme nicht hinaus kam, ging es für Ti/Ha/Si in die Trostrunde, in der es zumindest noch für einen 2:0-Sieg über die Sportfreunde Braunschweig reichte.

Aufrufe: 014.5.2019, 20:30 Uhr
Oliver Moje / Zevener ZeitungAutor

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