– Foto: IMAGO/Michael Ketzer

Spieler der Woche: Dennis Knabe, der Edeljoker der SG Wattenscheid 09

FuPa präsentiert Woche für Woche den "MVP" in Westfalen.

FuPa Westfalen präsentiert ab sofort den "MVP" – den wertvollsten Spieler – der vergangenen Woche. Nicht nur Tore sind hier entscheidend, auch unsere Community trägt dazu ihren Teil bei: Stimmen für die Akteure, die in den einzelnen Spielberichten abgegeben werden können, fließen in die Bewertung ein ⭐.

Die SG Wattenscheid 09 feierte vergangenen Montag mit einem 2:0-Sieg gegen die Eintracht Rheine den Aufstieg in die Regionalliga West, auch dank dem Tor von Dennis Knabe. Der 26-jährige war in den vergangenen Wochen der beste Einwechselspieler, den man sich als Trainer vorstellen kann. Mit seinen vier Jokertoren in den vergangenen fünf Spielen sorgte er für wichtige Siegtreffer im Aufstiegsrennen. Im FuPa-Interview lässt er das Spiel gegen Rheine und die Saison noch einmal Revue passieren:

FuPa: Servus Dennis, herzlichen Glückwunsch zum Aufstieg in die Regionalliga, wie fühlt sich das an?

Knabe: Einfach unbeschreiblich! Ich denke Aufstiege sind immer schön und besonders, wenn die gesamte Mannschaft, die Fans, der Verein und das ganze drum herum für die Arbeit über die Saison belohnt wird.

FuPa: Im letzten Spiel der Saison gegen Eintracht Rheine ging es um alles. Wie hoch war die Nervösität bei dir und der Mannschaft?

Knabe: Ich denke es gibt nichts geileres für einen Fußballer, als vor so einer Kulisse Fußballspielen zu dürfen. Ich denke, dass die Nervösität mit den ersten guten Bällen sofort verschwindet, weil wir genau wissen, was wir können und wo unsere Stärken liegen. Wir wussten auch, dass wir gewinnen müssen, weil die anderen Teams uns im Nacken saßen und auf ihre Chance warteten. Aber wir waren fokussiert und in jeder Sekunde des Spiels überzeugt, dass wir uns im letzten Spiel nichts weg nehmen lassen.

FuPa: Dein Tor kurz vor Schluss zum 2:0 war dann die Erlösung, war es das wichtigste Tor deiner Karriere?

Knabe: Ja, das 2:0 fiel zu einem guten Zeitpunkt für uns, ich wusste nach dem Tor, dass wir das Spiel gewinnen. In der Nachspielzeit sind dann schon ein paar Freudentränen geflossen.

FuPa: Du hast erheblichen Anteil am Aufstieg, in den vergangenen fünf Partien hast du viermal getroffen, obwohl du immer nur eingewechselt wurdest. Du bist somit der Edeljoker schlechthin oder?

Knabe: Jeder Einzelne hat Anteile, egal ob die Mannschaft, das Trainerteam, die Fans, die uns jedes Mal nach vorne schreien oder der Busfahrer, der uns sicher zu den Auswärtsspielen fährt. Ich bin Stürmer, dass ich die Dinger mache ist mein Job und das es so gut klappt ist einfach das Ergebnis, wenn man jeden Tag aufs Neue dafür arbeitet.

FuPa: Wie schaffst du es immer wieder, nach der Einwechslung gleich voll im Spiel integriert zu sein?

Knabe: Ich glaube an meine Stärken und bin sofort fokussiert. Beim aufwärmen bin ich schon heiß, weil ich auf den Platz will und die Mannschaft unterstützt mich dann, wo sie nur kann. Sie machen es mir dann noch einfacher, sofort im Spiel zu sein.

FuPa: Trotz der Tore reichte es noch nicht für die Startelf. Wie schwierig war es für dich, immer wieder auf der Bank Platz zu nehmen?

Knabe: Jeder will von Anfang an spielen, das ist klar, aber schwer auf der Bank Platz zu nehmen war es für mich allerdings nicht. Ich durchlaufe einen sehr guten Prozess und bin dankbar für jede Sekunde, die ich bekomme, egal ob 15 Minuten oder drei Minuten. Wenn man mich braucht bin ich da und will sofort helfen.

FuPa: Du bist ja erst im Winter zu Wattenscheid gewechselt, wie gefällt es dir bis jetzt?

Knabe: Wattenscheid ist geil, da bin ich ehrlich. Hier wird auf Profi-Niveau gearbeitet und es ist sehr familiär, was mir sehr gut gefällt. Ich liebe es in der Lohrheide vor den geilen Fans aufzulaufen und das ist, was diesen Verein auszeichnet. Diesen Verein lebt man einfach.

FuPa: Beim KFC Uerdingen hast du bereits in der Regionalliga gespielt, kommt es mit Wattenscheid zum Comeback in der Regionalliga oder hast du andere sportliche Pläne für die Zukunft?

Knabe: Stimmt, damals durfte ich mit 18 Jahren bei Uerdingen reinschnuppern und die ersten Erfahrungen in der Regionalliga sammeln, es ist eine sehr gute Liga mit Topmannschaften. Bezüglich der sportlichen Pläne: Ich habe bei Wattenscheid noch einen Vertrag und gebe somit mein Comeback in der Regionalliga. Ich freue mich auf die neue Saison! Mittlerweile bin ich schon etwas älter geworden und habe viel gelernt, gerade auch für mein Spiel, deshalb will ich nächste Saison voll angreifen und mich weiterentwickeln, um den nächsten Step zu gehen.

Aufrufe: 08.6.2022, 09:00 Uhr
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