
Die SG Unterrath kann für ein weiteres Jahr in der Landesliga planen. Auch wenn der Klassenerhalt rechnerisch noch nicht fix ist, müsste es schon mit dem Teufel zugehen, dass die Elf von Daniel Beine noch einmal in Schwierigkeiten kommt. Am Freitagabend setzten formstarke Unterrather ihren Lauf fort. Gegen den SC Velbert setzte sich die SGU in einem umkämpften Spiel knapp mit 3:2 durch.
Mit dem vierten Sieg in Folge kletterte die Beine-Elf zumindest vorübergehend auf den fünften Tabellenplatz und baute den Vorsprung auf Relegationsrang 14 auf elf Zähler aus. Eine beachtliche Entwicklung wenn man bedenkt, dass es im März nur das bessere Torverhältnis war, was Unterrath von diesem Platz trennte.
Für Daniel Beine sind die jüngsten Ergebnisse derweil kein Zufall. „Die Jungs spielen nicht nur gut, sie zeigen sich auch als Einheit. Da steht ein echtes Team auf dem Platz. Diese Entwicklung freut mich besonders“, sagt Beine.
Das Unterrather Kollektiv war auch am Freitag gefragt. Denn nur mit Solokünstlern wäre dem SC Velbert nicht beizukommen gewesen. „Die haben eine richtig gute Mannschaft, die uns ein intensives Spiel aufgedrückt hat“, schilderte Beine. Ihrer Sache sicher sein konnten sich seine Schützlinge gegen aufmüpfige Gäste nie, auch wenn die SGU immer die Nase vorne hatte. Zu verdanken war dies mal wieder Antonio Munoz. Der inzwischen 36 Jahre alte Offensivmann stellte seine Galaform auch gegen Velbert zur Schau. Nur beim 1:0 von Shuki Hamanosano (38.) hatte der Routinier seine Füße nicht im Spiel. Das 2:0 machte Munoz (47.) höchstpersönlich. Das vorentscheidende 3:1 von Elias Disn bereitete der Techniker vor (89.).
So wie sich der frühere Oberligaspieler seit Wochen präsentiert, wäre ihm mindestens ein weiteres Jahr in der Landesliga locker zuzutrauen. Doch dazu muss es nicht unbedingt kommen. Denn inzwischen steht fest, dass Munoz zur kommenden Saison wie erwartet zu Sparta Bilk wechseln wird. An der Fährstrasse kommt es dann zur spektakulären Wiedervereinigung mit Alon Abelski. Das Duo hatte schon zu Jugendzeiten bei der Fortuna gemeinsam auf dem Platz gestanden. In welcher Spielklasse Munoz und Abelski dann wirbeln werden, steht noch nicht fest. In der Bezirksliga mischt Bilk noch in der Spitzengruppe mit.
Munoz ist nicht der Einzige, der seine Zelte am Franz-Rennefeld-Weg in wenigen Wochen abbauen wird. Auch für Daniel Beine ist bald Schluss.Der im Winter als Nachfolger von Deniz Aktag gekommene Coach hatte von Beginn an klargestellt, nur bis zum Saisonende in Unterrath zu bleiben. Seine Mission, den Klub in der Landesliga zu halten wird der 38-Jährige, so weit kann man sich jetzt aus dem Fenster lehnen, dann erfüllt haben. Der Erfolgslauf der ersten Mannschaft spielt auch Niklas Leven in die Karten. Er wird das Team zur kommenden Saison übernehmen. Leven kann nun die Planungen forcieren. „Wir werden in den kommenden Wochen die eine oder andere Entscheidung bekannt geben können“, sagt der aktuelle U19-Trainer, der bei aller Begeisterung für den Nachwuchs auch auf Erfahrung setzen will. „Wir werden nicht mit einer reinen A-Jugend in der Landesliga spielen.“