– Foto: Jan-Phillip Bretschneider

Fernduell um die Meisterschaft

Der Kampf um die Meisterschaft in der Landesklasse 3 könnte vor dem letzten Spieltag nicht spannender sein. Punktgleich rangieren Glücksbrunn Schweina und der SV Borsch an der Spitze.

Den großen Trumpf hat allerdings Spitzenreiter Schweina in der Hand. Sie haben das um Längen bessere Torverhältnis. So reicht ihnen ein eigener Sieg am letzten Spieltag (es wäre zumindest sehr kurios wenn nicht), um die Meisterschaft zu feiern.

Dass es überhaupt nochmal zu seinem spannenden Saisonfinale kommt, war lange nicht zu erwarten. Schweina marschierte im Saisonverlauf mit einer unverschämt starken Siegesserie von Spiel zu Spiel. Das Punktepolster wuchs immer weiter an. Doch zuletzt war bei den Glücksbrunnern Sand im Getriebe, sodass der komfortable Vorsprung wieder zusammenschmolz.

SG Schweina / Gumpoldia
4:0
Herpfer SV
Spitzenreiter Schweina empfängt am letzten Spieltag den Herpfer SV. Herpf ist derzeit alles andere als in einer guten Form. Personell am absoluten Limit, kassierte das Team von Coach Hutterer, der selbst immer wieder die Schuhe binden musste, eine klare Niederlage nach der anderen. Insofern ist die SGG in diesem Match der klare Favorit. „Wir müssen unser Spiel gewinnen. Dann ist es auch erledigt. Ansonsten wäre die Enttäuschung riesengroß“, sagt Schweinas Trainer Olaf Gabriel, der den Titel unbedingt mit seiner Mannschaft holen will. Damit würde das Team nach drei Jahren in die Thüringenliga zurückkehren.

Steinbach-H.
1:3
SG SV Borsch
Verfolger Borsch muss unterdessen auswärts in Steinbach-Hallenberg ran. Dass es für sein Team überhaupt nochmal die Chance gibt, die Meisterschaft zu holen, hatte Teammanager Andre Schäfer eigentlich nicht mehr geglaubt, wie er im FuPa-Gespräch erklärt: „Unsere Planungen sind eigentlich für die Landesklasse ausgelegt gewesen. Wir haben eigentlich nicht mehr damit gerechnet, dass wir noch Meister werden können“, sagt André Schäfer. Damit es für den SV Borsch doch noch mit der Meisterschaft klappen kann, muss man selbst gegen Steinbach-Hallenberg zumindest punkten. Erledigt die SG Glücksbrunn Schweina derweil seine Hausaufgaben, kann ihnen aber die Meisterschaft nicht mehr genommen werden.

Aufrufe: 017.6.2022, 17:00 Uhr
Felix BöhmAutor