2026-02-20T12:29:42.904Z

Allgemeines

SG Spiesheim/Albig: Einsfeld jagt seine Bestmarke

Der Torjäger vom B-Klassen-Spitzenreiter startet mit zwei Toren in die Rückrunde

von Claus Rosenberg · Gestern, 13:00 Uhr · 0 Leser
Steffen Einsfeld (in blau) führt die B-Klassen-Torjägerliste an. Foto: Mirco Metzler / pakalski-press
Steffen Einsfeld (in blau) führt die B-Klassen-Torjägerliste an. Foto: Mirco Metzler / pakalski-press

Spiesheim. Wieder findet der Ball Steffen Einsfeld. Oder war es doch eher umgekehrt? Sei es drum: Auch beim 5:0-Erfolg über Nibelungen Worms war der Angreifer von der SG Spiesheim/Albig Dreh- und Angelpunkt im Spiel des Tabellenführers. Sogar zwei Tore (1., 75.) trug der 33-Jährige zum Sieg bei.

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Was wiederum überhaupt nicht überrascht. In den seither 20 Saisonspielen hat Einsfeld bereits 25-mal getroffen. Er führt damit (vor Oliver Reuber von TuS Hochheim, 22) die Torjägerliste in der B-Klasse Alzey-Worms an. „Es läuft“, kommentiert der Routinier schmunzelnd. Seine Trefferbilanz ist rheinhessenweit eine der besten. Und sie könnte noch ein bisschen besser sein, wenn er zwischendurch nicht in drei, vier Spielen ausgesetzt hätte.

Rekordwert über Rekordwert

Der starke Einsfeld ist Teil eines starken Teams. Die SG Spiesheim/Albig rangiert zehn Spieltage vorm Saisonende wenigstens sieben Punkte vor den Verfolgern auf Platz eins. Noch kein Spiel ging verloren. Lediglich zwei Unentschieden stehen zu Buche. Ähnlich imponierend ist die Tordifferenz: 72 dank des herausragenden Angriffs (90) und der bärenstarken Abwehr (18). Beides sind Bestwerte in der Liga.

Und die sind Motivation, für die SG Spiesheim/Albig wie für Steffen Einsfeld. „Wir haben uns nun als Mannschaft vorgenommen, als Meister mit den meistgeschossenen Toren und den wenigsten Gegentreffern in die A-Klasse aufzusteigen. Und ich möchte mehr als 37 Tore erzielt haben“. Seine Marke wählt er bewusst. Er möchte seinen Rekord brechen. Aufgestellt noch in der C-Klasse, ein paar Jahre zuvor.

Trotz des ambitionierten Ziels: Steffen Einsfeld ist Teamplayer. Oft verteilt er die Bälle auf die besser positionierten Mitspieler. Primär sagt der Fan des 1. FC Kaiserslautern, soll die Mannschaft Erfolg haben. Deren Qualität habe er letztlich auch seine vielen Tore zu verdanken. Dabei denkt er an die vielen guten Zuspiele aus dem Mittelfeld, Simon Kustan und Mike Starkes, oder von außen mit Bijan Hamzehpour oder Bastian Kunstmüller. „Jeder legt da was vor“, skizziert Einsfeld, der aber auch ein variabler Verwerter ist. Er trifft aus vielen Situationen, häufig im 16er, aber auch von außerhalb. Häufig mit dem Fuß, aber auch mal mit dem Kopf.

Einsfeld denkt nicht ans Aufhören

Wegen seiner Torgefährlichkeit flattern immer wieder mal Angebote anderer Klubs auf seinen Schreibtisch. Dass er eins annehmen wird, ist eher unwahrscheinlich. Einsfeld, dessen Fußballer-Laufbahn inzwischen 30 Jahre, von längeren Unterbrechungen gezeichnet, währt, will seine Aktivenzeit bei der SG Spiesheim/Albig ausklingen lassen. Frühestens aber erst Ende nächster Saison. Sogar A-Klasse würde er in der kommenden Runde noch spielen.

Einerseits, weil er gerne Fußball spielt. Andererseits aber auch, weil der Kader sehr gut harmoniert. Einsfeld: „Wir unternehmen auch privat sehr viel miteinander. Dieses Miteinander ist etwas, was ich unheimlich schätze“, so der Versicherungskaufmann. Dazu trage bei, dass „wir alle etwa in einem Alter sind.“

Selbstverständlich ist diese Eintracht der Spieler nicht. Als sich die SG Spiesheim und der TV Albig 2024/25 verbündeten, glaubten nicht alle an eine glorreiche Zukunft der beiden traditionellen Erzrivalen. „Aber wir verstanden uns auf Anhieb“, erinnert sich Einsfeld. Dies mündete schon in der vergangenen Saison fast im A-Klassen-Aufstieg. Der breite Kader, viel Qualität und Routine, dazu eine enorme Trainingsbeteiligung selbst bei widrigen Bedingungen, das sind die Rahmenbedingungen dafür, dass die Kombinierten sehr zuversichtlich in die Zukunft schauen.

Auf dem Weg in die Bezirksliga?

Und zwar über diese Saison hinaus. In der A-Klasse sieht Einsfeld die SG Spiesheim/Albig 2026/27 im vorderen Mittelfeld, wenn nicht vielleicht noch einen Tick besser. Unter dieser Prämisse geht das Team am Ostermontag ins Kreispokal-Halbfinalspiel. Es trifft auf den A-Klasse-Dritten SV Horchheim II: „Danach wissen wir, wo wir stehen“. Dabei ist der Underdog nicht einmal Außenseiter. Schließlich hatte er im Viertelfinale bereits den TSV Armsheim/Flonheim ausgeschaltet, der gleichfalls in der A-Klasse in der Spitzengruppe rangiert.

Bestenfalls könnten Einsfeld und die SG Spiesheim in der kommenden Runde sogar als Aufsteiger in die Bezirksliga durchstarten. Durch die Strukturreform im Spielbetrieb des SWFV wird es einen verstärkten Aufstieg geben. Neben dem Meister und dem Vizemeister klettern auch einige Verfolger eine Stufe nach oben. So gut wie sicher ist unter dieser Voraussetzung, dass die SG in der kommenden Runde aus der A-Klasse kaum absteigen wird.