
1. Halbzeit klar dominant - Einbruch in Halbzeit 2 - Rotation zu radikal?
Kommt die SG mal in Spiellaune, und das war in Halbzeit 1 der Fall, dann ist sie fast "unstoppable". Der Kreisligist kam kaum gegen die vehement vorgetragenen direkten Ballstaffetten des Gastgebers an und war machtlos gegen die in regelmäßiger Folge fallenden Treffer. Zuerst F. Ries im Nachsetzen gleich zu Beginn, dann ein herrlicher Standard auf den Kopf von Trenkle, und zwei wunderschön herausgespielte Treffer von C. Vollmer. Die SG war im "flow" und in bester Spiellaune. Kurzspassspiel (mit 4 "s"), Tiefenläufe, kämpferischer Einsatz, taktische Disziplin - dies alles zauberte ein Lächeln auf das Gesicht von Trainer Klausmann und von den Fans auf der "Tribüne".
Schnitt.
Ausprobieren und Belastungsdosierung waren die Stichworte zu Halbzeit. Klausmann wechselte nicht weniger als 8 Spieler inklusive Torwart aus. Der Effekt war dramatisch. " So einen Bruch darf es nicht geben," so Klausmann nach dem Spiel etwas konsterniert und einsilbig. "Das müssen wir besprechen." Alles , was die SG in Halbzeit 1 gezeigt hatte, war verschwunden, man war zwar weiterhin "bemüht", aber das reichte nicht mehr gegen eine Biederbacher Elf, die nun deutlich mehr vom Spiel hatte und Oberwasser bekam. Dass dabei nur ein Gegentor heraussprang (Fabian Hinn, 67.) war Pech, bzw. Glück für die Heimelf.
In der Tat ein Effekt, den Klausmann in der Kabine ansprechen wird, ansprechen muss. Hatte man die Erwartung, Spieler 1:1 tauschen zu können, erwies sich dies als Trugschluss. Zumal in diesem Umfang, wenn das Team zu 80 Prozent durchrotiert wird. In der Vorbereitungszeit darf man, ja, soll man ausprobieren, jeder soll sich zeigen können, alle dürfen auch Fehler machen . Aus diesen lernt man im Allgemeinen, und geht um einiges klüger an die nächste Aufgabe, die am Wochenende ansteht, wenn der SV Opfingen nach Sexau kommt.