Fußball A-Ligist FSG Alsfeld/Eifa ist seit vergangener Woche wieder im Training. Zum Auftakt verabschiedete die FSG den bisherigen Spielertrainer Mirko Bambey (Mitte), der dem Verein als Spieler aber erhalten bleibt. Von FSG-Manager Markus Sedlatschek (rechts) gab es einen Präsentkorb als Dankeschön. Links der neue Coach: Hyginus Onyekwere. Foto: FSG
Fußball A-Ligist FSG Alsfeld/Eifa ist seit vergangener Woche wieder im Training. Zum Auftakt verabschiedete die FSG den bisherigen Spielertrainer Mirko Bambey (Mitte), der dem Verein als Spieler aber erhalten bleibt. Von FSG-Manager Markus Sedlatschek (rechts) gab es einen Präsentkorb als Dankeschön. Links der neue Coach: Hyginus Onyekwere. Foto: FSG

Ein Hauch von Normalität zieht ein

KREIS ALSFELD: +++ Die Fußballer kehren auf den Platz zurück: Die meisten heimischen Clubs bieten schon wieder lockere Trainingseinheiten an. Die FSG Alsfeld/Eifa präsentiert weitere Neuzugänge +++

ALSFELD - Ein Hauch von Normalität zieht in den heimischen Sport ein. Dank niedriger Inzidenzzahlen ist sogar Mannschaftstraining - natürlich immer noch unter gewissen Hygienemaßnahmen - wieder möglich. Wie halten es eigentlich die heimischen Fußball-Clubs mit den neuen Möglichkeiten? Wird schon wieder trainiert, obwohl es bisher erst vage Prognosen gibt, wann die neue Saison tatsächlich wieder startet, vermutlich Mitte/Ende August nämlich. Wir haben uns bei einigen heimischen Vereinen umgehört, wie sie es mit den neuen Möglichkeiten halten.

Leusel bei Blitz-Turnier Bei Gruppenligist Spvgg. Leusel geht es in dieser Woche wieder los. "Meine Jungs sind heiß. Man kann sie kaum noch halten. Sie wollen sich sehen und spielen", so Trainer Thomas Brunet. "Meine Spieler wollten gerne anfange, ich hätte gerne noch ein, zwei Woche gewartet. Aber wir wollen diese Woche mit einem offiziellen Training einsteigen" und fügt an: "Wir sind seit zwei, drei Wochen im ständigen Austausch und schauen einfach ein bisschen. Für mich ist entscheidend, wann die Runde wirklich losgeht. Im Raum Marburg hört man, dass es in der ersten September-Woche soweit sein kann - in Alsfeld, dass es vielleicht schon Mitte August startet. Da muss man mal schauen und abwarten. Wir haben gesagt: Mit der richtigen Vorbereitung starten wir rund acht Wochen vorher." Auch die ersten Testspiele haben die Grün-Weißen bereits in Planungen. So soll es im Juli und August gegen Lahnfels, BG Marburg, Bauerbach, Rauischholzhausen gehen, zudem ist die Teilnahme an einem Blitz-Turnier in Bauerbach geplant, an dem auch Schröck und Wetter mit dabei sein werden. Dazu kommt der Kreispokal, der Ende Juli, Anfang August zu Ende gespielt werden soll.
Bei der SG Altenburg/Eudorf/Schwabenrod rollt der Ball bereits. Das erste Training fand vorletzten Freitag statt. Dabei ging es zunächst einmal darum, "dass die Leute wieder zusammen sind, man sich wieder trifft und redet", so Pressesprecher Bernd Kirchhof. Nach dem lockeren Auftakt soll die Intensität sukzessive gesteigert werden, auch schon mit Blick auf die für Juli geplanten Kreispokalspiele. Derzeit trainieren die SGAES-Mannschaften zweimal pro Woche. "Die Jungs waren zum Auftakt hier, waren sehr in Gespräche vertieft und haben sich einfach sehr gefreut. Das war eine richtige Wohltat", so Kirchhof abschließend. Bereits in der vergangenen Woche ist Kreisoberligist SV Hattendorf wieder ins Training eingestiegen. Doch nach der monatelangen Pause möchte es Coach Boris Loch naturgemäß langsam angehen lassen, nicht ohne ein wenig hinsichtlich der kommenden Saison zu arbeiten. "Auf dem Programm werden überwiegend spielerische Formen stehen und natürlich der Aufbau der Grundlagenausdauer", beschreibt der SVH-Trainer, schiebt aber noch nach: "Die Jungs sollen vor allem aber wieder Spaß haben." Noch nicht in den Trainingsbetrieb eingestiegen ist der künftige A-Ligist SG Schwalmtal, die Planungen für den Wiedereinstieg laufen aber auf Hochtouren. "Wir haben immer noch eine Fürsorge- und Verantwortungspflicht und wollen das Ganze daher nicht überstürzt, sondern mit einem guten Konzept angehen", erklärt Trainer Daniel Schöppner. "Trotzdem ist der persönliche Kontakt für die Jungs wichtig. Nach der langen Pause ist es unser Ziel, die nötige Fußballfitness, gepaart mit viel Spielfreude, wiederzuerlangen. Wir wollen wieder Spaß an den wiedergewonnenen Freiheiten und den Spaß an unserem Sport haben, uns aber sowohl gut als auch gesund auf den Saisonstart vorbereiten." "Wir hatten Anfang letzte Woche unsere erste Einheit, aber nicht offiziell als Trainingsstart, sondern in der Form, dass man die Jungs mal wieder locker zusammenbekommt, etwas gemeinsam kicken, kleine Spielchen macht und einfach mal den Ball laufen lässt. Das wollen wir erst einmal beibehalten und dann langsam steigern auf zweimal pro Woche. Bis das 'Go' vom Verband kommt, hoffentlich im Juni noch, und klar ist, wann die Saison startet", schildert Pascal Rehnelt, Co-Trainer der FSG Homberg/Ober-Ofleiden, die Situation beim Kreisoberligisten. Wie groß die Vorfreude bei den Spielern ist, zeigt die Tatsache, dass zum ersten Aufgalopp gleich 24 Akteure beider Mannschaften - die zwar zeitgleich, aber getrennt trainierten - gekommen waren. Rehnelt geht davon aus, dass die "offizielle" Vorbereitung in Kürze startet, da man im Juli ja auch im Pokal ran muss. Neuzugänge bei Alsfeld/Eifa Nach achtmonatiger Pause fand vergangene Woche Mittwoch die erste Trainingseinheit auf dem Sportplatz in Eifa statt. Bei traumhaften Bedingungen konnte Hyginus Onyekwere, der neue Trainer des A-Ligisten FSG Alsfeld/Eifa, 14 Spieler begrüßen, darunter auch drei neue Gesichter. Nachdem bereits Marvin Rosengart (von der SG Altenburg/Eudorf/Schwabenrod) als Neuzugang feststand, verstärken auch Niklas Kritscher (ebenfalls von der SGAES) und Fabian Feldpusch (SV Altenburg/A-Junioren) die FSG. Feldpusch kehrt somit in seinen Heimatort zurück. Ebenfalls wieder zur Verfügung steht Florian Lohn, der nach einer Fußballpause vom JFV Alsfeld kommt. Gleichzeitig würdigte FSG-Manager und TSV-Präsident Markus Sedlatschek die geleistete Arbeit des bisherigen Spielertrainers Mirko Bambey und wünschte ihm viel Erfolg als Spieler. Ab dieser Woche trifft sich das Team einmal wöchentlich zu einer Trainingseinheit bis der genaue Starttermin zur neuen Runde feststeht. "Damit man fit bleibt", so Markus Sedlatschek. Dann folgt eine fünfwöchige Vorbereitungszeit, um sich für das zweite A Liga Jahr fit zu machen. "Wann wir diese Phase starten, machen wir davon abhängig, wenn feststeht, wann die neue Saison tatsächlich startet", so Sedlatschek weiter. "Gleich an dem Mittwoch, als wir wieder durften, haben wir angefangen. Momentan machen wir mehr freies Training, wer Lust hat, der kann zweimal die Woche zum Training kommen", berichtet Dominik Laudon über die Situation beim A-Ligisten FSG KirtorfDer offizielle Trainingsstart, dann soll auch die "richtige Vorbereitung" unter dem neuen Trainer Jan Krätschmer starten, ist für den 25. Juni geplant. Im Juli ist die FSG dann auch noch im Kreispokal gefordert. Bereits seit Mitte März ist A-Ligist FSG Ober-Ohmen/Ruppertenrod/Ulrichstein wieder auf dem Trainingsplatz aktiv - wenn auch zunächst nur mit individuellen Trainingseinheiten. Jetzt wird wieder gemeinsam trainiert. "Das funktioniert super, das ist absolut toll, dass wieder alle zusammen trainieren und gemeinsam Fußball spielen können. Testspiele haben wir erst mal komplett abgelehnt, weil wir keine Verletzungen riskieren wollen. Dementsprechend wird das alles erst in der richtigen Vorbereitung stattfinden", so Spielertrainer Marcel Seipp. Ab dem 10. Juli soll es dann so richtig offiziell losgehen. Noch in Warteschleife ist "Rückkehrer" SG Romrod/Zell, obwohl die Spieler bereits mit den Hufen scharren, wie Vorsitzender Fabian Musch erklärt. "Da wir vergangene Saison nicht am Spielbetrieb teilgenommen haben, müssen wir uns erst einmal konkret mit den Hygienemaßnahmen auseinandersetzen. Wenn wir die erfüllt haben, geht es aber sofort los", verspricht Musch.
Aufrufe: 010.6.2021, 08:00 Uhr
Oberhessische ZeitungAutor

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