
Bad Kreuznach. Bereits am Samstag setzte sich der TuS Gangloff knapp mit 2:1 bei der SG Meisenheim/Desloch-Jeckenbach/Lauschied III durch. Ebenfalls mit 2:1 gewann der TSV Langenlonsheim beim VfL Sponheim.
Am Sonntag entschied auch der FSV Bretzenheim sein Auswärtsspiel für sich - mit 1:0 bei der SG Rheinhessen war das ein ganz knapper Erfolg. Einen letztlich deutlichen Sieg feierte die SG Waldlaubersheim/Gutenberg, die beim FC Schmittweiler/Callbach II mit 4:0 triumphierte. Der FSV Reiffelbach/Roth konnte sich im Kellerduell gegen die SG Nordpfalz II mit 3:1 behaupten, während Primus Disibodenberg im Topspiel gegen den drittplatzierten FV Kreuznacher Kickers einen 5:1-Heimsieg einfuhr.
Die Partie zwischen dem FSV 1928 Rehborn und dem TSV Hargesheim II wurde unterdessen abgesetzt.
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Die SG Rheinhessen hat trotz einer engagierten Vorstellung eine knappe 0:1-Heimniederlage gegen den FSV Bretzenheim hinnehmen müssen. Die Partie fand in Sprendlingen auf dem großen Kunstrasen statt - eine Ausgangslage, die laut SG-Trainer Yves Kaffenberger zunächst Sorgen bereitete: „Bei der Qualität des Gegners hatte man schon ein bisschen das Gefühl, dass es ein klarer Auswärtssieg werden könnte. Aber wir haben voll dagegengehalten, uns nicht versteckt und toll mitgespielt.“
Von Beginn an entwickelte sich ein intensives, aber faires Duell zwischen dem Drittletzten und dem Tabellenzweiten. Lediglich Gästespieler Burak Özkayin ermeckerte sich eine frühe Gelbe Karte samt Zeitstrafe (5.). Die SG hielt die Bretzenheimer jedoch nicht nur in dieser Phase gut von ihrem Gehäuse fern. „Der Gegner war bei ruhenden Bällen brandgefährlich, aber aus dem Spiel heraus kamen sie zu keiner wirklichen Chance“, lobte Kaffenberger die Defensivarbeit seines Teams. Der alles entscheidende Treffer fiel spät und das ausgerechnet nach einer Standardsituation: In der 83. Minute verwandelte Robert Jakubowski, der in der Vergangenheit selbst für die Hausherren aktiv war, einen Freistoß von der Strafraumkante über die Mauer hinweg ins Eck. Heimkeeper Tim Noack war zwar noch mit den Fingerspitzen am Ball, konnte den Einschlag aber nicht mehr verhindern. „Robert Jakubowski ist ein absolut wuchtiger Spieler mit enormer Qualität, der eigentlich zwei, drei Ligen höher spielen müsste“, sagte Kaffenberger anerkennend.
Nur zwei Minuten später bot sich den Gastgebern die große Chance auf den Ausgleich: Nach einer schönen Kombination im Strafraum kam ein Schuss aus dem Rückraum aufs Tor, doch FSV-Schlussmann Niko Benes reagierte glänzend und kratzte den Ball von der Linie. In der Schlussphase drückte die SG Rheinhessen vehement auf den Ausgleich und erspielte sich einige Eckbälle, während der FSV konterte, doch ein weiteres Tor wollte nicht mehr fallen.
Trotz der Niederlage zeigte sich Kaffenberger hochzufrieden mit dem Auftritt seiner Mannschaft: „Das war vielleicht unsere beste Saisonleistung. Wir hätten den Punkt total verdient gehabt und können auf dieser Leistung absolut aufbauen.“ Auch der Unparteiische erhielt lobende Worte: „Der Schiedsrichter Ralf Lind hat die Partie toll geleitet – das sieht man selten in unserer Liga.“ Mit Blick auf die Rückrunde bleibt das Ziel der abstiegsbedrohten SG klar: „Wir wollen auf keinen Fall in der Tabelle abrutschen, dafür aber in der zweiten Saisonhälfte mehr Punkte holen als in der Vorrunde“, gibt Kaffenberger die Richtung vor. Nach dieser Vorstellung darf man im Lager der Hausherren optimistisch sein, dass sich das Team auf dem richtigen Weg befindet.
Der Spielfilm: 0:1 Jakubowski (83.)
Die weiteren Partien im Steno:
Tore: 0:1 Rahn (22.), 1:1 Ibrahim (75.), 1:2 Klein (81.)
Tore: 1:0 Ueyduel (19.), 1:1 Basha (31.), 1:2 Piroth (86.)
Tore: 0:1 Schön (14.), 0:2 Dressler (25.), 0:3 Mohammadi (90.), 0:4 Dressler (90.)
Tore: 1:0 Paulus (31.), 2:0 Köhler (47.), 3:0 Raab (52.), 3:1 Bräunling (55. Eigentor)
Tore: 1:0 Höhn (5.), 2:0 Schäfer (24. Foulelfmeter), 3:0 Schumacher (50.), 4:0 Schumacher (67. Foulelfmeter), 5:0 Paulus (76.), 5:1 Armbrüster (84.)