
Sechs Punkte auf den Ersten, vier auf den Zweiten. Beim Ligadritten TV Idstein fand in den vergangenen Wochen ein Rollenwechsel statt. „Wir sind vom Gejagten zum Jäger geworden“, sagt Trainer Christian Freyer. Und beim Spitzenspiel der Kreisoberliga Rheingau-Taunus gegen Konkurrent und Tabellenzweiten SG Orlen kommt es am Sonntag (15.30 Uhr/LIVE im Stream beim Wiesbadener Kurier) zur Hatz: um Tore, um Punkte, um den Anschluss an die Tabellenspitze.
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„Es liegt uns besser, wenn wir nicht müssen, sondern können“, sagt Freyer. Ganz im Gegenteil zu den Topduellen gegen Primus Walsdorf und den Vierten Wörsdorf, die verloren gingen, weil „wir schon sehr verkrampft waren“. 1:4 und 1:3, wichtige Zähler wurden liegen gelassen, was gegen Orlen nicht passieren soll. Wie? „Wir werden aus einer kompakten Defensive heraus gucken, dass wir kontern können.“
Genauso wie Robin Menger es erwartet. Umschaltspiel, Geschwindigkeit und individuelle Klasse sind Kernpunkte, die dem 28-Jährigen – Teil des fünfköpfigen Trainergespanns der SG – beim Nachdenken über den Gegner direkt einfallen. Nicht, dass ihn und sein Team das beunruhigen würde. „Wir wollen wieder das Heft in die Hand nehmen, versuchen, unser Spiel durchzuziehen, und mehr Ballbesitz haben.“ Seine Jungs sind eine Einheit, „mannschaftlich geschlossen. Wir laufen hoch an, pressen. Und keiner pennt.“
Eine Spielidee, die Orlen auf jeden Gegner anwendet. Weiß auch Freyer – und ist gewarnt. „Wir werden nicht ins offene Messer rennen. Deren Jungs sind genauso schnell wie unsere.“ Zudem plagen den Coach einige Personalsorgen. Doch Freyer weiß, wie man die Orlener schlägt. Schließlich ist ihm das bereits in der Hinrunde gelungen.
SG Orlen hat aus Hinspiel-Niederlage gelernt
Und aus dieser Niederlage haben Menger und sein Team ihre Schlüsse gezogen: Zu früh den Kopf verloren, zu früh lange Bälle gespielt, Eins-gegen-eins-Situationen versucht zu erzwingen. „Obwohl noch 45 Minuten zu spielen waren.“ Dann noch die Gelb-Rote Karte in der 65. Minute, nach der das 0:2 nur folgerichtig war. Soll sich nicht wiederholen, wenn es nach Menger geht.
Und was denkt Christian Freyer über das Hinspiel? „Also das war genau so, wie ich es mir für Sonntag vorstelle“, sagt er und bezieht das auf Spielweise und Auftreten beider Mannschaften. Aber mit Sicherheit auch auf das Ergebnis.