
Die SG Oberau/Farchant hat nur 20 Tore erzielt. Coach Jan Tischer musste gegen Eurasburg fünf Stammkräfte ersetzen und kassierte eine Niederlage.
29 Gegentore in 16 Partien, das ist gar keine so schlechte Quote. Auch ligaweit nicht, gar der Tabellenzweite hat schon 28 kassiert. Die Defensive ist aber auch nicht das Problem der SG Oberau/Farchant. Es ist die Offensive mit mageren 20 Treffern – schlechtester Wert der Fußball-Kreisklasse 3. Den teilen sich die Oberauer und Farchanter mit dem Team, bei dem sie jetzt 0:1 verloren haben, dem SV Eurasburg-Beuerberg.
Das Dilemma ging schon wieder weit im Vorfeld der Partie los. Fünf Stammkräfte sollte Jan Tischer kompensieren, die aber einfach nicht zu kompensieren sind. „Funktioniert nicht“, klagt der Coach. Vor allem nicht, wenn die Spieler in der Breite nicht Fußball priorisieren, seltener zum Training erscheinen und deshalb in puncto Fitness hinterherhecheln. Obendrein musste Tischer dadurch die Offensive weiter schwächen. Der Coach beorderte Sebastian Korthals – thront gemeinsam mit Simon Groll an der Spitze der mannschaftsinternen Torjägerliste (5) – in die Defensive.
Dennoch gehörten die ersten drei gefährlichen Szenen der SG. Aber wie so oft fehlte dabei der abschließende Jubel. Stattdessen verloren Tischers Mannen in Minute 15 den Ball in der Vorwärtsbewegung, präsentierten sich ungeordnet in der Verteidigung und schluckten nach Diagonalball das 1:0 von Lukas Bergmoser. Zwar sprach Tischer hinterher davon, dass er in Hälfte zwei eine bessere, kämpferischere, körperbetontere Spielweise seines Teams sah. Er berichtete auch von weiteren Chancen wie Korthals’ Kopfball knapp übers Tor und davon, dass er ein Unentschieden als gerecht empfunden hätte. Doch der Coach ebenso, dass der Abstiegskampf nicht im Konjunktiv geführt wird.