Der Woltersdorfer Philipp Lunau und Niederlehmes Florian Schnetka im Zweikampf unter Flutlicht.
Der Woltersdorfer Philipp Lunau und Niederlehmes Florian Schnetka im Zweikampf unter Flutlicht. – Foto: Andreas Hoffmann

SV Woltersdorf geht als Dritter in die Zwangspause

Nach Rückstand gegen die SG Niederlehme gelingt ein klarer Sieg.

Durch einen souveränen Sieg überflügelt der Gastgeber die SG Niederlehme und klettert in der Tabelle der Landesklasse Ost, die wegen zahlreicher Spielausfälle allerdings ein schiefes Bild abgibt.
Die Woltersdorfer haben nicht nur sämtliche Duelle der bisher neun Spieltage absolviert, sondern auch schon zwei vorgezogenen Partien. Das Gegenbeispiel: Preußen Beeskow steht bei gerade mal sieben ausgetragenen Spielen und damit auf Rang 13 besser da, als es der Tabellenplatz zu vermitteln scheint.

Aber zurück zu den Randberlinern. Die haben sich mit einer tollen Leistung und einem klaren Heimsieg gegen den bisherigen Tabellendritten aus Niederlehme in die Corona-bedingte Zwangspause verabschiedet und den fast 200 Zuschauern trotz des pieseligen Herbstwetters ein wahres Fußball-Fest beschert.

Die begeisterten Fans feierten ihre Mannschaft nicht nur am Ende der Partie, sondern hatten sie während des gesamten Flutlicht-Spiels angetrieben. "Das war schon ’ne geile Stimmung", sagte SVW-Kapitän Thomas Döring, "hat uns alle sehr motiviert. Es ist so schade, dass wir nun wieder pausieren müssen, weder Training noch Spiele haben, zumal wir unsere derzeit gute Form hart erarbeitet haben." Damit sprach er wohl allen aus dem Herzen, denn in die Jubelstimmung mischte sich viel Wehmut, glaubt doch kaum jemand daran, dass die Sportstätten im Dezember geöffnet werden und der Ball wieder rollen kann.

Die Partie hatte mit einem Schock für die Platzherren begonnen: Sie waren noch gar nicht recht bei der Sache waren, als die Gäste gleich den ersten Angriff durch Thomas Zupp erfolgreich abschlossen. Da war die einheimische Abwehr noch unsortiert und der herauseilende Schlussmann Paul Franzke mühelos umspielt worden. Doch die Woltersdorfer berappelten sich schnell, und bereits in der fünften Minute fiel nach einem Gewusel im gegnerischen Strafraum der Ausgleich durch Fabian Kussatz.

Die SVW-Tore zwei und drei waren dann wunderschön über die linke Seite herausgespielt, Philipp Karras (27.) und Charly Huppert (29.) die Schützen. Nach diesem Doppelpack drehten die Gastgeber so richtig auf und kamen noch vor der Pause durch einen Döring-Kopfball nach einem Standard zum 4:1 (44.).

Nach dem Wechsel lehnten sich die Gäste noch einmal kurz auf, nach etwa zehn Minuten hatte die Mannschaft von Chris Berg das Geschehen aber wieder im Griff. Steven Schrottge war es schließlich, der mit einem scharfen, flachen Distanzschuss in der 68. Minute für den Endstand sorgte. "Nach dem Schock des frühen Gegentores haben die Jungs das gezeigt, was wir uns vorgenommen hatten". strahlte der Trainer. "Es war ein ebenso disziplinierter wie fußballerisch ordentlicher Auftritt mit dem verdienten Lohn", hatte Berg, der das Fünffach-Wechsel-Kontingent komplett ausnutzte, nicht wirklich etwas auszusetzen.

Alle Daten und Fakten zum Match: Spielbericht

Zur Elf der Woche: Landesklasse Ost

Aufrufe: 03.11.2020, 09:53 Uhr
Marion ThomasAutor

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