– Foto: Volkhard Patten

Kromm-Dreierpack bei Ilbeshausener Kantersieg

GL FRAUEN: +++ TSV schenkt Schlusslicht acht Tore ein / FSG und SGF II gehen leer aus +++

Lauterbach . Nur der TSV Ilbeshausen hatte in der Frauenfußball-Gruppenliga Fulda am Wochenende Grund zur Freude. Dank des klaren 8:0-Pflichtsieges beim TSV Ransbach konnte die Elf von Trainer Michael Bloß den Vorsprung auf die Abstiegsplätze ausbauen. Dort stehen nach Niederlagen gegen Liga-Topteams nach wie vor die SG Freiensteinau II (1:4 in Lispenhausen) und die FSG Lautertal (0:7 gegen den SV Gläserzell II).

TSV Ransbach – TSV Ilbeshausen 0:8 (0:4): „Das war heute ein richtig gutes Spiel meiner Mannschaft und ein auch in dieser Höhe absolut verdienter Erfolg. Wir haben von der ersten Minute an Druck gemacht und einen super Ball gespielt“, freute sich TSV-Trainer Michael Bloß nach dem völlig verdienten Kantersieg beim Schlusslicht, durch den sich Ilbeshausen Luft im Abstiegskampf verschaffen konnte. Bereits nach elf Minuten belohnte Juliana Berthold die starke TSV-Anfangsphase mit dem 1:0, auf den zweiten Treffer musste die Bloß-Truppe dann aber trotz klarer Überlegenheit bis zur 36. Minute warten. Nachdem Laura Kromm auf 2:0 erhöht und erneut Berthold nur drei Minuten später bereits das 3:0 gelungen war, war die Partie eigentlich schon vorentscheiden. Da erneut Kromm per Foulelfmeter noch mit dem Halbzeitpfiff auf 4:0 gestellt hatte, konnte es in Durchgang zwei nur um die Höhe des Ilbeshäuser Sieges gehen. Und dieser fiel letztlich äußerst stattlich aus, da Laura Stein und Kromm mit ihrem dritten Treffer schnell auf 6:0 erhöht hatten, und Stein sowie Franziska Frischer sogar noch die Tore sieben und acht nachlegen konnten. „Ransbach hatte im gesamten Spiel lediglich eine einzige Annäherung an unser Tor. Wir haben die Zweikämpfe gewonnen und richtig gut kombiniert. Es war ein toller Erfolg“, so Bloß abschließend.

Tore: 0:1 Juliana Berthold (11.), 0:2 Laura Kromm (36.), 0:3 Juliana Berthold (39.), 0:4 Laura Kromm (45., Foulelfmeter), 0:5 Laura Stein (50.), 0:6 Laura Kromm (51.), 0:7 Laura Stein (64.), 0:8 Franziska Fischer (87.).

FSG Lautertal – SV Gläserzell II 0:7 (0:4): Keine Chance hatte der Tabellenvorletzte gegen den Gruppenliga-Spitzenreiter, der den elften Sieg im zwölften Saisonspiel schon vor der Pause sicherstellte. Dabei verkaufte sich die FSG zu Beginn gut und konnte zumindest bis zur 18. Minute einen Gegentreffer verhindern, ehe Torjägerin Sabrina Koll zum 1:0 einnetzte. Es dauerte anschließend allerdings keine zwei Minuten, dann hatte Gläserzell in Person von Valerie Roth das 2:0 nachgelegt. Nachdem die gleiche Spielerin nach einer halben Stunde zum 3:0 getroffen und Fabiola Haumann (36.) noch vor der Pause zum 4:0 eingenetzt hatte, war die Messe bereits nach den ersten 45 Minuten gelesen.

Auch zu Beginn der zweiten Halbzeit verteidigte die Yüksel-Elf zunächst geschickt, ehe Koll nach 61 Minuten auf 5:0 erhöhte. Und auch in der Endphase war der Torhunger der Gläserzeller Knipserin noch nicht gestillt, in Minute 72 und 77 brachte Koll noch ihre Saisontore 18 sowie 19 an und setzte sich damit auf Rang eins der Torjägerliste. „Knapp 20 Minuten lang haben wir es gut gemacht, aber der Gegner hat uns keinerlei Raum zur Spieleröffnung gelassen. Es war ein absolut verdienter Sieg Gläserzells, dennoch ist der Spaß und die Freude bei uns nicht verloren gegangen“, resümierte FSG-Coach Abidin Yüksel.

Tore: 0:1 Sabrina Koll (18.), 0:2, 0:3 Valerie Roth (20., 30.), 0:4 Fabiola Haumann (36.), 0:5, 0:6, 0:7 Sabrina Koll (61., 72., 77.).

SC Lispenhausen – SG Freiensteinau II 4:1 (1:0): Ganz und gar nicht dem Spielverlauf entsprach die vom Ergebnis hohe Niederlage, denn bis wenige Minuten vor dem Ende hielt der Aufsteiger bei seinem Auswärtsspiel sogar noch einen virtuellen Punkt in Händen. „Wir haben richtig gut mitgehalten und uns spät den Ausgleich erkämpft. Leider sind wir nur kurz darauf wieder in Rückstand geraten, und als wir aufgemacht haben, haben wir noch zwei weitere Gegentore kassiert. Alles in allem war es ein verdienter Sieg Lispenhausens, dennoch haben wir an einem Zähler geschnuppert“, berichtete SGF-Trainer Manuel Schmelz.

In der ersten Halbzeit waren die Gastgeberinnen noch das bessere Team mit den besseren Torchancen, die 1:0-Pausenführung durch einen Treffer von Peter (26.) war daher absolut verdient. In Durchgang zwei nahm der Aufsteiger die Zweikämpfe aber deutlich besser an, und nachdem die SGF Risiko gegangen und auf Dreierkette umgestellt hatte, gelang Antonia Haid (82.) tatsächlich der Ausgleich. Und möglicherweise wäre ein Punkt in Reichweite gewesen, hätte George Lispenhausen nicht 120 Sekunden später bereits erneut in Führung gemacht. So musste die Leipold/Schmelz-Truppe öffnen und fing so noch das 1:3 und 1:4 ein.

Tore: 1:0 Carolin Peter (26.), 1:1 Antonia Haid (82.), 2:1 Christina George (84.), 3:1 Alicia Chiara Schmidt (86.), 4:1 Theresa Frölich (88.).



Aufrufe: 03.11.2019, 19:11 Uhr
Marc Steinert (Lauterbacher Anzeiger)Autor

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