Der SV Setzen (weiße Trikots) kommt immer besser ins Rollen. Durch den deutlichen Sieg gegen Burbach sind die Wolf-Mannen nun schon Zweiter.
Der SV Setzen (weiße Trikots) kommt immer besser ins Rollen. Durch den deutlichen Sieg gegen Burbach sind die Wolf-Mannen nun schon Zweiter. – Foto: (3): krup (2), vö

Böcking ballert Setzen auf Platz 2

SSC verspielt 5:1-Führung - Edertal fertigt Salchendorf 2. ab

FC Wahlbach
0:1
SG Giersberg

Dank eines späten Treffers von Julius Schmidt (80.) nach Flanke von Stefan Feldmann entschied die „Sender-Elf“ das Verfolgerduell in Wahlbach zu ihren Gunsten. „Neutral und nüchtern betrachtet war das wohl ein Unentschieden-Spiel, aber nach hinten raus waren wir vielleicht die etwas cleverere Mannschaft, deren Geduld belohnt worden ist“, befand Giersberg-Trainer Christoph Spies. „Die erste Halbzeit ging eher an Wahlbach, so dass ich meine Jungs erst mal wachrütteln musste – dieser Schuss wäre aber beinahe nach hinten losgegangen“, so Spies. In der 47. Minute hatte nämlich Wahlbachs allein auf das Gästetor zulaufender Ronaldo Tsela Pech mit einem Pfostenschuss. „Ab der 60. Minute haben wir das Spiel dann mit Willensstärke drehen können und wurden auch spielerisch zunehmend stärker“, freute sich Spies.


SG Laasphe/N
4:4
Obersdorf/R.

„Wenn man nach einem 1:4-Rückstand noch einen Punkt holt, kann man sicherlich froh sein. Ich sehe das aber etwas differenzierter, denn für uns war wesentlich mehr drin. Obersdorf hat aus sehr wenigen Torschüssen sehr viel gemacht. Wir müssen nun das Positive mitnehmen, vor allem die starke Moral“, sagte SG-Trainer Christian Ruppert. – Die Trefferfolge: 0:1 0:2 Foulelfmeter, 1:2 Tobias Hammer, 1:3, 1:4 , 2:4 Jan Höbener, 3:4 Yannick Reichpietsch (Foulelfmeter), 4:4 Papa Yaw Afriyie.


SF Edertal
4:0
Salchendorf  II

Welches Potenzial in den Sportfr. Edertal steckt, bewies der Aufsteiger bei seinem 4:0-Paukenschlag gegen den bisherigen Spitzenreiter aus Salchendorf. In einer furiosen ersten Hälfte sorgten Mark Wolf (6.), Peter Rosenblatt (13./45.) und Torben Birkelbach (42.) bereits für klare Verhältnisse.


SpVg Anz-Fla
2:4
SV Freudenb. II

Eine zweimalige Führung durch Jonas Schneider (3.) und Talent Azizi (44.) reichte den Hausherren nicht zum Punktgewinn. Freudenbergs Reserve hatte den längeren Atem und feierte dank der „Buden“ von Marvin Otto (22.), Aaron Hebbinghaus (73.), Benjamin Kegler (84.) und Jonas Dicke (90.) den zweiten Auswärtssieg.



SV Setzen
5:1
VfB Burbach

Der SV 1911 Setzen schwimmt nach dem Bezirksliga-Abstieg im Jahre 2019 und dem 9. A-Liga-Rang in der Corona-Abbruch-Saison 2019/20 eindeutig wieder in hübscheren Gewässern. Durch den 5:1 (2:1)-Sieg gegen den VfB Burbach hat sich das Team von Trainer Maik Wolf in einer vierköpfigen Spitzengruppe festgesetzt, entsprechend aufgeräumt war die Stimmung rund um das Sportheim.

„Ich finde, dass wir bis zum 0:1 ein richtig gutes Spiel gemacht haben – nur der allerletzte Pass fehlte da noch des Öfteren“, meinte Dominic Justus, als Betreuer, Pressesprecher und Ü32-Beauftragter das „Mädchen“ für alles beim SVS. Das besagte 0:1 fiel wie aus heiterem Himmel, als Setzens Keeper Ole Schwarzfärber einen weiten Ball von Lukas Henrich offensichtlich falsch einschätzte. Betim Hoxha reagierte gedankenschnell und spitzelte das Leder per Kopf ein (19.).

Den Wendepunkt des intensiv geführten Spiels markierte ein Doppelschlag: Zunächst verwandelte Maximilian Böcking einen strittigen Foulelfmeter zum 1:1 (37.), ehe Patrick Schmidt exakt 32 Sekunden später Burbachs Schlussmann Marco Dreisbach den Ball abluchste und zum 2:1 einschob (38.) – das Ganze auch noch in Unterzahl, da Simon Gotzhein verletzt am Spielfeldrand behandelt wurde. „Den Elfmeter muss man nicht geben“, räumte Dominic Justus ein, und Burbachs Trainer Ralf Stein ging noch einen Schritt weiter: „Ich hätte ihn nicht gepfiffen. Und wenn doch, dann muss der Schiedsrichter in der 42. Minute auch auf der Gegenseite einen Strafstoß für uns geben, als Suleyman Erol im Strafraum gefoult wurde.“
Die Pfeife von Referee Rene Schrottke blieb jedoch in diesem Falle stumm, und entsprechend frustriert gingen die Burbacher in die Kabine. „Das waren natürlich deutliche Nackenschläge für uns. So endete die erste Halbzeit, in die wir eigentlich gut und griffig reingekommen sind, sehr unglücklich für uns“, meinte Stein.

Sein Trainerkollege Maik Wolf sah die Anfangsphase ähnlich: „Da war Burbach sehr aggressiv, aber im positiven Sinne gemeint. Sie haben uns da permament angelaufen, wir haben aber die Ruhe bewahrt.“

Das zahlte sich in der 53. Minute sofort wieder aus, als Maximilian Böcking eine schöne Flanke des agilen Max Hermes zum 3:1 einnickte. In der 66. Minute hätten die Burbacher durchaus nochmal zurückkommen können, doch nach exzellenter Vorarbeit von „Kapitän“ Marlon Hoffmann schoss Suleyman Erol aus nächster Nähe Torwart Ole Schwarzfärber an – oder dieser reagierte eben prächtig, wie man’s nimmt.

Im unmittelbaren Gegenzug fiel das 4:1, wieder eingeleitet von Max Hermes, abermals vollendet von Maximilian Böcking – Ballannahme und Abschluss in einer fließenden Bewegung, ein tolles Tor! „Da haben selbst wir alten Setzer gestaunt, obwohl wir Maxi schon so lange kennen“, schmunzelte Dominic Justus, um aber sofort ernst nachzuschieben: „Er ist in einer sehr guten Form, viel unterwegs und stets torgefährlich.“

Als wollte Böcking diese Lorbeeren bestätigen, reichte er in der 83. Minute auch noch das 5:1 nach. „Nach vorn haben wir schon gute Qualität“, sagte Maik Wolf, der aber dennoch nicht vollends zufrieden war: „Speziell in der ´zweiten Halbzeit haben wir viele im Ansatz gute Angriffe nicht sauber zu Ende gespielt, da waren wir zu schlampig – aber wenn man 5:1 gewinnt, ist das natürlich Meckern auf einem hohen Niveau...“

Ralf Stein indes will „weiter positiv bleiben und die guten Momente aus diesem Spiel mitnehmen. Erfahrung kann man nicht trainieren, man hat gemerkt, dass wir eine noch sehr junge Mannschaft haben. Setzen hat allerdings auch eine richtig gute Leistung bezeigt, das war unser bislang stärkster Gegner.“

FC GW Siegen
3:1
FC Kreuztal

„Aufgrund der Mehrzahl an Torchancen haben wir definitiv verdient gewonnen, wir hätten einige vielversprechende Angriffe besser zu Ende spielen können. Wichtig war aber vor allem, dass unsere Mannschaft wieder ein ganz anderes Gesicht gezeigt hat als beim 0:8 in Burbach“, resümierte GWS-Spieler Flamur Kameraj, der Trainer Serdar Adiller diesmal gemeinsam mit Christopher Nehls an der Seitenlinie vertrat. Mit einem Doppelschlag stellte Ditlind Hani (16./40.) die Weichen für die Gastgeber, ehe Hicham Aloui (83.) mit einem schönen Freistoß verkürzte. Mit einem an ihm selbst verursachten Foulelfmeter stellte der frühere Kreuztaler Dionis Cako (86.) den 3:1-Endstand her. Kreuztal musste zwei Gelb-Rote Karten (75.) (85.) quittieren.


TuS Wil/Wilg
1:4
Hickengrund

„Wir sind im Moment einfach nicht konkurrenzfähig, heute waren wir von der 1. Minute an chancenlos. Hätten die Hickengrunder nach dem 0:3 einen Gang rausgenommen, wäre es wohl noch deutlich ausgefallen“, meinte Holger Schmidt, der Vorsitzende des TuS-Fördervereins. Zu allem Überfluss sah Alexander Sohn auch noch die Rote Karte (51.). Für die Gäste trafen Philipp Rath (7.), Alexander Patt (17.), Florian Freund (49.) und Philipp Gühmann (79.), während Leo Augustin (73.) das sehenswerte 1:3 der Gastgeber gelang.



SV Feudingen
1:0
SV Netphen

„Trotz unserer Pause waren wir in Sachen Fitness den Gästen überlegen und hatten auch die Mehrzahl an Torchancen – so hätten wir direkt nach dem Elfmeter das 2:0 nachlegen können. Insofern halte ich unseren Sieg für verdient“, erklärte Feudingens Co-Trainer Philipp Schneider. Das „goldene“ Tor markierte Tim Eckhardt mit einem an Spielertrainer Sascha Schwarz verursachten Foulelfmeter (52.). „Vor dem Spiel war schon eine Menge Druck auf dem Kessel, so erklären sich vielleicht unsere vielen technischen Fehler in der ersten Halbzeit. Nach der Pause haben wir das aber wesentlich besser gestaltet“, befand Schneider.


Siegener SC
5:5
Niederndorf

„Ich ziehe den Hut vor den Niederndorfern, denn sie haben nie aufgesteckt und stets füreinander gekämpft. Dennoch müssen wir dieses Spiel nach Hause bringen, da kann es keine zwei Meinungen geben. Nach einer sehr starken ersten Halbzeit haben wir aber nicht mehr zu dem Spiel gefunden, das uns stark macht. Vielleicht war das ja ein Weckruf zur rechten Zeit“, fand SSC-Trainer Ali Dakouche nach dem kuriosen Spielverlauf deutliche Worte. Sein Team führte durch Treffer von Santino Speier (2./33.), Dilovan Ay (7.), Fidan Kameroli (24.) und Hussein Jouni (65.) bei einem Gegentor durch Nils Uebach (58.) bereits mit 5:1, verlor dann aber die spielerische Linie. Niederndorf zeigte eine glänzende Moral und schaffte dank Joel Grümbel (6.), abermals Nils Uebach (68./83.) und Jannis Becks (77.) noch den Punktgewinn. „Den haben sie sich auch redlich verdient“, erkannte Dakouche an.



Aufrufe: 011.10.2020, 18:20 Uhr
Frank KruppaAutor

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