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Ligabericht

SG Hüffelsheim macht es unnötig spannend

Verbandsligist lässt beim 2:0 in Steinbach viele Chancen liegen

von Jochen Werner · 07.09.2025, 19:52 Uhr · 0 Leser
Sah Lerneffekte bei seinem Team: Hüffelsheims Coach André Weingärtner.	Foto: Luge
Sah Lerneffekte bei seinem Team: Hüffelsheims Coach André Weingärtner. Foto: Luge

Steinbach/Hüffelsheim . Die Verbandsliga scheint sich nach sechs Spieltagen zu einer Zwei-Klassen-Gesellschaft zu entwickeln. Zumindest, wenn man der Tabelle in dieser frühen Phase Glauben schenken darf. Besonders erfreulich: Die SG Hüffelsheim mischt oben mit. Beim TuS Steinbach gelang am Sonntag vor 208 Besuchern ein souveräner 2:0-Erfolg.

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Mit Geburtstagskind Fabain Scheick in der Abwehr und erstmals in dieser Spielzeit mit Thierno Keita für den leicht angeschlagenen Tim Müller in der Anfangsformation startete die SG und nahm vom Anpfiff weg das Heft des Handelns in die Hand. Als Christian Hahn außen durch war und eben nicht flankte, sondern mit einem Schuss ins kurze Eck die Führung erzielte (6.), war die Sicherheit im Spiel der Elf vom Palmenstein da. „Wir haben dann 20 Minuten lang tatsächlich das beste Spiel in dieser Saison gemacht“, blickte Trainer André Weingärtner auf den Auftritt zurück.

Und das bei schwierigen äußeren Rahmenbedingungen und einem Platz, der nach einhelliger Meinung der SG-Akteure längere Zeit nicht gemäht und der Rasen deshalb ziemlich hoch war. Für die Hüffelsheimer war wichtig, kein weiteres „Defensiv-Debakel“ (Weingärtner) zu erleben. In den jüngsten Begegnungen hatte die Mannschaft in Bodenheim (3:4-Niederlage) und gegen Pirmasens (5:4-Sieg) zu viele unnötige Gegentreffer kassiert. „Deshalb ist es umso wichtiger, dass wir heute zu Null gespielt haben und dass der Gegner eigentlich keine richtige Torchance hatte“, so der Lehrer. Die Schlüsse, die er und sein Team aus den Begegnungen gezogen hatten, wurden umgesetzt.

Allerdings machte sich die SG das Leben wie zuletzt auch selbst schwer. Eine Vielzahl an Chancen blieb ungenutzt. Cedric Lind etwa spielte aus acht Metern Torwart Klaus Siebäcker das Spielgerät ungehindert in die Arme. Auch das war ein Grund, weshalb das Spiel ab der 30. Minute eher in die Kategorie „wild“ fiel. Bei Umschaltmomenten trafen die SG-Akteure immer wieder die falschen Entscheidungen. Satt eigenem Abschluss wurde der Gegner zu Kontern eingeladen, die dieser aber nicht ausspielte, sondern ein ums andere Mal liegen ließ. Weingärtner ärgerte, „dass wir uns mit dieser Spielweise selbst Energie genommen und stattdessen Konter gefressen haben.“

Das 2:0 gelang dann doch. Allerdings erst nach Wiederanpfiff. Tim Reidenbach traf mit einem scharfen Schuss nach weitem Ball über die letzte Abwehrlinie souverän unter die Querlatte (52.). Die Partie war damit entschieden. Dass der Sieg nicht noch klarer ausfiel, muss sich die SG selbst zuschreiben.

Selbst agierte man nach diesem Treffer deutlich defensiver, hatte die Begegnung von nun an komplett unter Kontrolle. „Wir haben in der Pause darüber gesprochen, dass uns so etwas wie in Bodenheim nicht noch einmal passieren darf“, erklärte Weingärtner. Dort wurde aus einer 3:1-Führung noch die Niederlage. „Da bestand keine Gefahr, das war von uns wesentlich besser."

Der Lerneffekt war für den Coach sichtbar. Am kommenden Sonntag (Anpfiff 15 Uhr) steht die erste richtige Standortbestimmung an. Dann kommt Klassenprimus und Aufstiegs-Top-Favorit TuS Mechtersheim als Gast auf den Palmenstein, anschließend steht die Reise zum ebenfalls ambitionierten FC Basara Mainz an.

SG Hüffelsheim: König – Mörbel, Hermann, Scheick – Keita (90. Müller), Schmidt, Rosenbaum, Hahn (65. Balzer) – Reidenbach (65. El-Haiwan), Lind (68. Frisch), Scherer (75. Krafft).