2026-04-10T07:15:08.667Z

Ligabericht

SG Hüffelsheim lässt sich nicht hängen

Alter und neuer Trainer der SGH beobachten nur einen Einwurf voneinander entfernt den 3:2-Erfolg bei der TSG Bretzenheim

von Torben Schröder · Heute, 21:13 Uhr · 0 Leser
Die SG Hüffelsheim feierte einen knappen 3:2-Sieg in Bretzenheim.
Die SG Hüffelsheim feierte einen knappen 3:2-Sieg in Bretzenheim. – Foto: Sebastian Bohr (Archiv)

Mainz. Der Trainer, das ist seit der Winterpause klar, geht nach Saisonende. Die existenziellen tabellarischen Fragen sind längst geklärt. Man könnte meinen, die Verbandsliga-Fußballer der SG Hüffelsheim lassen sich hängen, gerade wenn es gegen mit ebenjenen Existenzfragen beladene Gegner geht. Diese Hoffnung machte man sich bei der TSG Bretzenheim jedoch vergeblich. 3:2 (2:2) gewann der Aufsteiger von der Nahe in Mainz.

Damit sind die Hüffelsheimer auf einem guten Weg, was das Ziel angeht, das sich Trainer André Weingärtner und seine Spieler gesteckt hatten. Rang vier soll es werden, hinter den drei Aufstiegsaspiranten, Best of the Rest quasi. Der fünfte Sieg im siebten Spiel dieses Jahres war vor allem ein erspielter. „Wir waren das eine Tor besser“, findet Weingärtner, der ob seiner Rotsperre vom Zuschauerraum aus mitfieberte – in Sichtweite seines Nachfolgers Christian Lüllig.

Partie hätte auch anders herum ausgehen können

Was die glasklaren Chancen angeht, hätte die Partie auch anders herum ausgehen können. Johannes Gehrling ließ nach Lukas Fischers Maßflanke frei vor dem Tor die TSG-Führung liegen (15.), legte dann aber für den ungebremst auf Keeper Mark Becker zulaufenden Seungwon Ko das 1:0 auf (17.). Die Hüffelsheimer hielten prompt dagegen. Simon Scherer scheiterte, durch Malik Yerimas Flanke frei gespielt, im direkten Duell mit TSG-Torwart Bastian Rosinus (19.), ehe wiederum der Vorlagengeber es besser machte. Steckpass Nico Najda, Rosinus parierte gegen Yerima, der jedoch den Abpraller versenkte (23.).
Es war ein lebhaftes Spiel zweier Teams, die ihre jeweiligen Ziele mit sauberem Offensivfußball zu erreichen suchten. Die SG spielte den künftigen Basara-Stürmer Johann Frisch zum 2:1 frei (27.), erneut Ko nach starker Gehrling-Drehung stellte auf 2:2 (42.). Zwischendrin hatten SG-Routinier Tim Müller fast von der Mittellinie aus (33.) und auf der Gegenseite Kadir Aygurlu per Schlenzer (34.) Treffer auf dem Fuß.

Ähnlich schwungvoll, wenn auch weitaus wilder und mit weniger klar zu Ende gebrachten Aktionen ging es nach dem Seitenwechsel weiter. Rosinus' nächste Parade entfiel, wiederum nach Steckpass auf Yerima, schon auf Minute 74. Insofern lag Yerimas zweiter Streich, auf Tim Kraffts Flanke hin, in der Luft (76.). Genauso wie das 3:3, doch Lars Frick stolperte eine Flanke aus drei Metern neben das Tor (86.).

So war es am Ende die größere individuelle Qualität der Gäste, die im konsequenteren Ausspielen und Ausnutzen der Offensivszenen den Ausschlag gab. „Das waren zwei Mannschaften, die Fußball spielen wollten und für die Zuschauer ansehnlichen, attraktiven Amateurfußball geboten haben“, resümiert Weingärtner. Und setzt zum Gegner-Lob an: „Bretzenheim sollte so weitermachen. Ich wünsche ihnen, dass sie die Liga halten. Sie haben eine sympathische Herangehensweise, emotional, aber fair. Beide Spiele“, auch das Hüffelsheimer 3:1 in der Hinrunde, „hätten auch anders ausgehen können.“

"Bin auf professionelle Herangehensweise stolz"

Abschenken ist nicht. Der scheidende Chefcoach hebt hervor: „Wir sind eine leistungsorientierte Gruppe, wo es gilt, bis zum letzten Spiel das Beste für den Verein zu geben, egal ob man bleibt oder geht. Auf diese hoch professionelle Herangehensweise bin ich stolz.“

SG Hüffelsheim: Becker – Balzer, Mörbel, Hermann, Najda (80. Hahn) – Scheick (90.+2 Ludwig), Müller (67. Krafft) – Yerima, Reidenbach, Frisch (79. Lind) – Scherer (88. Keita).