
In der Frauen-Regionalliga Süd war einiges geboten. Hier gibt es den ausführlichen Rückblick und den Service.
In Herrenberg bekamen die 80 Zuschauer eine Lehrstunde in Sachen Effektivität und Spielfreude geboten. Die Gäste aus Frankfurt ließen von der ersten Sekunde an keinen Zweifel daran, wer den Platz als Sieger verlassen würde. Anna Gliszczynska eröffnete den Torreigen bereits in der 4. Minute. Herrenberg fand überhaupt keinen Zugriff auf die Partie, sodass Frankfurt noch vor der Pause durch Letizia-Marie Knapp (29.), Solveig Schlitter (35.) und Nina Franco (43.) auf 0:4 stellte. Im zweiten Durchgang schaltete die Eintracht einen Gang zurück, blieb aber dominant. Sari Kobayashi setzte in der 67. Minute den Schlusspunkt.
In der Ortenau präsentierte sich der OFC als extrem abgeklärter Gast. Vor 60 Zuschauern legten die Kickers einen Blitzstart hin: Lisa Kanthak traf bereits in der 3. Minute zur Führung. Sand II bemühte sich zwar um Struktur im Spielaufbau, biss sich aber am stabilen Abwehrriegel der Hessinnen die Zähne aus. In der zweiten Halbzeit bewies Offenbach den längeren Atem und konterte eiskalt. Fenia Casu (67.) sorgte für die Vorentscheidung, bevor Yara Scheu in der 87. Minute alles klar machte.
Dieses Duell war geprägt von taktischer Disziplin und Toren zu den psychologisch perfekten Zeitpunkten. Kassel hielt lange Zeit leidenschaftlich dagegen und machte die Räume eng. Doch praktisch mit dem Halbzeitpfiff brach der Bann: Jule Krips markierte in der 45. Minute die 1:0-Führung für die TSG-Reserve. Im zweiten Durchgang entwickelte sich ein zähes Ringen, bei dem Kassel auf den Ausgleich drängte, ohne jedoch zwingend zu werden. Als die Gäste in der Schlussminute alles nach vorne warfen, sorgte Zoe Abegg in der 90. Minute für die Entscheidung und sicherte Hoffenheim den hart erkämpften Heimerfolg.
Für die Sensation des Spieltags sorgte die SG Haitz! Vor 100 Zuschauern empfing der Außenseiter den großen Karlsruher SC und lieferte eine taktische Meisterleistung ab. Den Grundstein legte Lisa Förster, die bereits in der 11. Minute goldrichtig stand und das 1:0 erzielte. Was danach folgte, war eine leidenschaftliche Abwehrschlacht der Haitzerinnen. Der KSC rannte über 80 Minuten wütend an, verzweifelte aber immer wieder am stabilen Defensivverbund der Gastgeberinnen oder an der eigenen Chancenverwertung.
Dramatik pur an der Isar! In einer Partie auf Augenhöhe ging Wacker München durch Theresa Keitel (22.) zunächst in Führung. Doch Weinberg kam nach dem Seitenwechsel mit viel Schwung aus der Kabine und belohnte sich in der 53. Minute durch Meike Bohn mit dem Ausgleich. Alles deutete auf eine Punkteteilung hin, da sich beide Teams in der Schlussphase weitestgehend neutralisierten. Doch in der Nachspielzeit überschlugen sich die Ereignisse: Celine Chuang wurde in der 92. Minute (90.+2) zur Heldin des Tages, als sie den Ball zum viel umjubelten 2:1-Siegtreffer über die Linie drückte.