Erhard Zink kann sich ein reguläres Saisonende – zumindest in der Verbands- und Gruppenliga – nicht mehr vorstellen. 	Foto: LA
Erhard Zink kann sich ein reguläres Saisonende – zumindest in der Verbands- und Gruppenliga – nicht mehr vorstellen. Foto: LA

»Gesamte Saison werden wir nicht mehr hinbekommen«

GL FULDA: +++ Gruppenliga-Klassenleiter Erhard Zink glaubt eher an Abbruch nach der Vorrunde +++

Herbstein (rg). Die Hoffnung, die Saison im hessischen Amateurfußball noch zu beenden, schwindet von Woche zu Woche – gerade in der Fußball-Gruppenliga Fulda stünde den Teams bei noch bis zu 27 ausstehenden Spielen ein normalerweise nicht zumutbares Programm bis Mitte Juni ins Haus. Klassenleiter Erhard Zink (Herbstein) ist deshalb mehr als skeptisch, die Runde normal beenden zu können.

„Wenn wir nach Ostern spielen sollten, bin ich schon zufrieden“, sagt Zink mit Blick auf die immer noch nicht sinkenden Infektionszahlen und den mittlerweile bis 31. Januar verlängerten Lockdown. Mit den vom Hessischen Fußball Verband (HFV) angekündigten drei Wochen Vorbereitungszeit müsste aber selbst bei einem Start nach Ostern – wobei Zink durch den möglichen Doppelspieltag an Karsamstag und Ostermontag Ostern deutlich lieber wäre – zumindest um den 10. März herum Training wieder möglich sein. Das wiederum ist keineswegs gesichert, auch wenn die Verantwortlichen, Fußballer und Fans natürlich hoffen, dass schon früher wieder der Ball rollen kann.

Eines allerdings kann der Regionalbeauftragte bei einem Start im April aber fast schon ausschließen: „Die gesamte Saison werden wir nicht mehr hinbekommen. Wir haben ja noch einen Haufen Nachholspiele.“ Zwar könnte es auf Kreisebene durchaus möglich sein, die Ligen rechtzeitig zu beenden – vor allem, wenn das Saisonende vom 13. Juni nochmal zwei Wochen nach hinten verschoben werden kann – in der Verbands- und Gruppenliga sieht das aber ganz anders aus: In Zinks Verbandsliga Nord haben unter anderem die SG Bad Soden und der SSV Sand noch 23 Spiele ausstehen, in der Gruppenliga Fulda (die Zink ebenfalls leitet) stehen noch zwischen 24 und 27 Spielen aus. Wird das Saisonende nicht verlängert, hätte beispielsweise die SG Kressenbach/Ulmbach zwischen dem 3. April (Karsamstag) und dem 13. Juni 27 Partien in 71 Tagen (!) zu bestreiten.

Chancen auf Kreisebene

Kein Wunder, dass Zink der Vorschlag, noch alle ausstehenden Partien aus der Hinrunde auszutragen und die Saison dann mit Auf- und Absteigern zu werten, durchaus sympathisch ist: „Das wäre die fairste Lösung“, erklärt Zink, der aber erst einmal die beiden HFV-Vorstandssitzungen am 23. Januar und nach der nächsten Bund-Länder-Konferenz am 25. Januar abwarten will, bevor er womöglich eine Video-Schalte in „seinem“ Fußballkreis Lauterbach-Hünfeld anberaumt. Allerdings bedauert der erfahrene Funktionär mit Blick auf den Spätsommer: „Die Vereine wollten ja nicht früher anfangen. Dann hätten wir schon mal zwei Spieltage weg.“

375 Aufrufe13.1.2021, 05:05 Uhr
Lauterbacher AnzeigerAutor

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