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SG Gäufelden krönt sich in Jettingen – TV Nebringen verliert Finale

Letzter Turniertag des Jettinger Hallenturniers bringt Drama, Bande und Entscheidung

von red · 05.01.2026, 21:10 Uhr · 0 Leser
– Foto: SG Gäufelden

Der letzte Turniertag des Jettinger Hallenturniers hat am heutigen Montag das gehalten, was dieses Vollbandenturnier verspricht: Tempo, unmittelbare Konsequenzen und Entscheidungen ohne Umweg. In der Willy-Dieterle-Halle mündete die Vorrunde der letzten acht Teams in eine K.-o.-Phase, die jedes Spiel zuspitzte. Nach Gruppenphase, Viertelfinale und nervenaufreibenden Halbfinals setzte sich am Ende die SG Gäufelden durch und gewann das Finale gegen den TV Nebringen nach Verlängerung. Zwölf Minuten Spielzeit reichten nicht immer – die Bande verlangte mehr.

Die Ausgangslage am Entscheidungstag
Der heutige Montag begann mit vier Dreiergruppen, die das Feld für die K.-o.-Runde formten. In der Gruppe A dominierte der TV Nebringen mit zwei klaren Siegen und ohne Gegentor. Die Gruppe B gehörte der U19 des VfL Herrenberg, die sich mit deutlichen Erfolgen durchsetzte. In der Gruppe C zeigte der FC Unterjettingen seine Ambitionen, während in Gruppe D der TSV Wildberg knapp, aber stabil, an der Spitze blieb. Schon diese Konstellation deutete an, dass Erfahrung, Ordnung und Effizienz den Tag bestimmen würden.

Gruppenphase: klare Linien, frühe Signale
Nebringen setzte früh ein Ausrufezeichen. Ein 2:0 gegen den VfL Oberjettingen und ein 4:0 gegen die SG U’jettingen/SV Mötzingen/O’jettingen U19 unterstrichen die Stabilität dieses Auftritts. Der VfL Oberjettingen sicherte sich mit einem 4:1 gegen die U19 den zweiten Platz. In der Gruppe B ließ der VfL Herrenberg U19 keinen Zweifel aufkommen: 3:0 gegen die Sportfreunde Kayh und 6:1 gegen den SV Oberndorf 1924 bedeuteten Gruppensieg ohne Diskussion. Kayh blieb durch das 1:0 gegen Oberndorf immerhin im Rennen.

Unterjettingen und Gäufelden mit klarer Rollenverteilung
In der Gruppe C setzte sich der FC Unterjettingen durch. Das 5:1 gegen die eigene zweite Mannschaft und das 2:0 gegen die SG Gäufelden waren Ergebnisse, die Kontrolle ausstrahlten. Gäufelden wiederum sicherte sich mit einem 5:1 gegen Unterjettingen II den zweiten Platz. Die Gruppe D verlief enger: Der TSV Wildberg gewann 1:0 gegen den TV Gültstein und spielte 1:1 gegen den Türkischen SV Herrenberg II. Gültstein qualifizierte sich durch ein deutliches 6:3 gegen Herrenberg II.

Viertelfinale: jedes Tor wiegt doppelt
Mit Beginn der K.-o.-Runde verschärfte sich der Ton. Nebringen gewann sein Viertelfinale gegen die Sportfreunde Kayh mit 1:0 – ein Spiel, das von Geduld und defensiver Disziplin lebte. Der FC Unterjettingen setzte sich ebenfalls knapp durch und bezwang den TV Gültstein mit 1:0. Der VfL Oberjettingen drehte gegen den VfL Herrenberg U19 auf und gewann 4:2. Die SG Gäufelden sorgte mit einem 6:1 gegen den TSV Wildberg für das deutlichste Ergebnis dieser Runde.

Halbfinale: Nerven, Elfmeter, Entscheidung
Das erste Halbfinale entwickelte sich zu einem Kraftakt. Der FC Unterjettingen und der TV Nebringen trennten sich nach regulärer Spielzeit unentschieden, im Neunmeterschießen behielt Nebringen die Oberhand. Das zweite Halbfinale war ein Spiel auf Messers Schneide: Die SG Gäufelden setzte sich mit 2:1 gegen den VfL Oberjettingen durch und zog verdient ins Finale ein.

Spiel um Platz drei: Unterjettingen rettet sich ins Neunmeterschießen
Im kleinen Finale trafen der VfL Oberjettingen und der FC Unterjettingen aufeinander. Nach ausgeglichenem Spiel entschied erneut das Neunmeterschießen. Unterjettingen behielt die Ruhe und sicherte sich Platz drei – ein Abschluss, der den konstanten Turnierauftritt bestätigte.

Finale: Verlängerung bringt die Entscheidung
Das Endspiel zwischen der SG Gäufelden und dem TV Nebringen war der passende Schlusspunkt. Das Spiel ging in die Verlängerung. Dort nutzte Gäufelden einen Moment der Unordnung und erzielte das entscheidende Tor zum 2:1. Der Jubel war die logische Folge eines Turniers, das über Konsequenz und Anpassung entschieden wurde.

Ein Turnier, das seinem Ruf gerecht wird
Der letzte Turniertag hat gezeigt, warum das Jettinger Hallenturnier einen besonderen Platz im regionalen Hallenkalender einnimmt. Die Vollbande verzeiht nichts, die Spielzeit lässt keine Korrekturen zu, und jedes Spiel trägt Gewicht. Mit der SG Gäufelden steht ein Sieger fest, der sich durch Widerstandskraft, Effizienz und den Willen zur Entscheidung ausgezeichnet hat. Nebringen bleibt als Finalist ebenso präsent wie Unterjettingen und Oberjettingen, die das Niveau dieses Tages mitgeprägt haben. Jettingen endet laut, eng und konsequent – genau so, wie Hallenfußball sein muss.