Thorsten Effgen freut sich auf das Landesliga-Duell gegen Hinterweidenthal.
Thorsten Effgen freut sich auf das Landesliga-Duell gegen Hinterweidenthal. – Foto: Mario Luge

SG Eintracht: Spiel, Spaß, Spektakel

Bad Kreuznacher Landesliga-Fußballer sind für viele Tore gut +++ Am Sonntag gegen Hinterweidenthal

Bad Kreuznach. Ganz klar: Die SG Eintracht steht in dieser Landesliga-Saison für Spiel, Spaß und Spektakel. Gerne lassen die Bad Kreuznacher mal einen 0:3-Vorsprung liegen, wie bei den 3:3-Unentschieden gegen Weselberg oder in Zweibrücken. Dann machen sie auch mal einen kühlen 5:0-Vorsprung wieder heiß, etwa beim jüngsten 6:4-Derbysieg in Hackenheim. Bei den SGE-Fußballern ist (fast) immer etwas los. Auch am Sonntag im Heimspiel gegen Hinterweidenthal? Ab 14.45 Uhr gibt’s die Antwort im Moebusstadion.

Torgarantie: Bei der Eintracht wackeln die Netze. 6:4, 6:2, 3:3, 2:0, 3.6, 5:0, 3:3, 6:2, 3:0. Die jüngsten Ergebnisse passen auch zu prima zu Tennismatches. Offensiv, aber auch immer wieder defensiv ist für viele Treffer gesorgt. Im Schnitt fielen in den vergangenen Wochen über sechs Tore pro Partie. Da lohnt sich das Eintrittsgeld. Ein solcher attraktiver Fußball war auch „die Zielvorstellung im Sommer”, wie es Coach Effgen beschreibt. „Wir wollten die Art des Fußballs verändern, hatten schon Spiele im Frühjahr beobachtet und analysiert und wollten einfach vom Fußball der vergangenen Jahre wegkommen. Da steckt viel Arbeit darin.” Verbunden natürlich mit Risiko: „Zum attraktiven und aktiven Fußball gehören Tore auf beiden Seiten.”

Serien-„Täter“: Seit dem 0:2 gegen Bundenthal ist die SGE unbesiegt. Nach dem 11. September, als die Bad Kreuznacher ihre einzige Saisonniederlage kassierten, stehen in der Landesliga sieben Siege und zwei Unentschieden. Das nennt man wohl einen „Lauf“. Zeit zum Genießen? „Nein”, sagt Thorsten Effgen. „Wir genießen erst ab 27. November. Jetzt wollen wir erst einmal den Fokus hochhalten bei den wichtigen Dingen auf dem Platz.”

Hinrundenabschluss: Mit den beiden Partien gegen Hinterweidenthal am Sonntag und eine Woche später bei der SG Rieschweiler schließt sich für die Bad Kreuznacher das Kapitel Vorrunde. Als letztes Spiel des Jahres steht dann noch das erste Rückrundenduell bei der SG Hüffelsheim auf dem Programm.

Kaderbreite: 25 Spieler setzte Trainer Thorsten Effgen in den bislang 13 Landesliga-Duellen ein. Kapitän Deniz Darcan stand dabei die meisten, nämlich 1138, Minuten auf dem Platz. Der Leitwolf und gelernte Mittelfeldakteur ist mit sieben Treffern auch der gefährlichste Torschütze. Aber auch der talentierte Innenverteidiger Silas Köllmer und Kreativspieler Berkan Celebi kamen in allen Partien zum Einsatz.

Überraschungsspieler: Gibt es für die Trainer nicht. Silas Köllmer vielleicht? „Seine Entwicklung kommt für mich nicht überraschend.” Man habe vor der Runde durch die Bank junge, entwicklungsfähige Spieler gefunden. „Auch mit Berkan Celebi habe ich schon einige Gespräche geführt. Ich wusste, wen und was wir bekommen.” Unterm Strich sei es aber eine logische Entwicklung für Thorsten Effgen, der indes anfügt: „Überrascht bin ich aber vom positiven Umfeld mit Unterstützung vom Vorstand und von den Fans. Das hat man gerade auch beim Derby in Hackenheim gesehen.”

Nächster Gegner: Der SV Hinterweidenthal um die beiden Spielertrainer Christian Singer und Daniel Tretter steht für Ausgeglichenheit. Als Tabellenzehnte verbuchen die Westpfälzer bislang sechs Siege und sechs Niederlagen bei nur einem Unentschieden - ein 0:0 ausgerechnet gegen das abgeschlagene Schlusslicht VB Zweibrücken. In der Saison-Vita steht allerdings auch ein 2:1 gegen hochgehandelte Rodenbacher. Aufpassen muss die SGE-Defensive vor allem auf Marius Schäfer, der alleine acht der bislang 28 SVH-Treffer markierte.

Die „Laliga”: Spektakel treffe es für diese Klasse ganz gut, sagt der SGE-Coach. Alle Mannschaften seien in der Lage zu punkten, selbst der Tabellenletzte. „Auch gegen den VB Zweibrücken hast du erst gewonnen, wenn du in der 89. Minute das 2:0 gemacht hast.” Und alle haben individuelle Klasse im Kader. Etwa in Person von einem oder zwei Top-Torjägern, die oft höherklassig gekickt haben.

Das Personal: Marc Nauth hat in Hackenheim einen schweren Schlag auf den Fuß bekommen. Diagnose: schwere Prellung. Seine Einsatzwahrscheinlichkeit liegt bei etwa einem Prozent. Dazu gesellen sich die Langzeitverletzten, Thiemo Stavridis und Jan Wingenter. Effgen: „Aber wir können diese Ausfälle inzwischen besser kompensieren als noch im September.”



Aufrufe: 011.11.2022, 08:00 Uhr
Mario LugeAutor