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Verdientes Unentschieden im Abstiegskrimi!

SG Peitz
1:1
FC Jüterbog
Am vergangenen Reformationstag kam es zum letzten Punktspieltag in der Landesklasse Ost vor dem am Montag beginnenden 2. Lockdown. Die Vorzeichen konnten für die neutralen Zuschauer nicht besser sein, denn es gastierte der Tabellenletzte aus Jüterbog in der Peitzer Fischerstadt, wo der Tabellenvorletzte wartete. Das Spiel begann mit einer halben Stunde Verspätung, da zwei Gästespieler im Berliner Stau standen.

Bei bescheidenen Verhältnissen im Peitzer Sportpark (Platz an kleinen Stellen unter Wasser) merkte man beiden Mannschaften bereits in den Anfangsminuten die Nervosität, die aufgrund der Tabellensituation gegeben war, sofort an. Der Ball lief vorwiegend in den jeweiligen Abwehrreihen ohne jedoch zwingende Torgefahr zu kreieren. Meist waren es ungenaue Pässe die dafür sorgten, dass es zu keinerlei gefährlichen Situationen in beiden Strafräumen kam. Die Eintracht hatte jedoch Mitte der ersten Hälften ein, zwei kleine Halbchancen, welche jedoch ungenutzt blieben. So war es eine Standardsituation, welche den Gast kurz vor der Pause jubeln ließ. Nach einer Ecke konnten die Hausherren den Ball nicht klären und Bahn nutzte die sich ergebene Chance sehenswert. Mit einem 0:1 Rückstand aus Peitzer Sicht ging es schließlich in die Katakomben. Es war das erwartet dreckige Spiel. Viele Zweikämpfe, viel Mittelfeldgeplänkel und kaum Torszenen sahen die vielen Zuschauer.

Durchgang zwei begann und man erkannte sofort auf was Coach Ballack an seinem Geburtstag in der Halbzeit hingewiesen hatte. Peitz spielte nun flach und schnell nach vorne und schnürte die Gäste im eigenen Strafraum ein. Ecke um Ecke, Flanke um Flanke segelten nun in den Jüterboger Strafraum, welche jedoch selbst durch schnelle Konter dauerhaft gefährlich blieben. Fischer, Roy und Brandt verpassten zunächst den längst fälligen Ausgleich. In Minute 60 zeigte der gut agierende Referee auf den Punkt, nachdem Neubert nicht regelkonform von den Beinen geholt wurde. Kapitän Schwella nahm sich der Sache an und traf souverän zum viel umjubelten Ausgleich. Ab dieser Minute war es ein offener Schlagabtausch, ohne das es jedoch zu absoluten Hochkarätern kam. Peitz mit vielen Halbchancen nach schnellem Spiel über die Außen, Jüterbog durch Standards und Konter ebenso mit ein paar Halbchancen. Die dickste Möglichkeit gab es aber in der Nachspielzeit. Nach einem weiten Einwurf von Straube verlängerte ein Jüterboger Spieler unfreiwillig auf den zweiten Pfosten, wo der eingewechselte Leupold um wenige Centimeter am Ball vorbeihuschte. Danach pfiff der Schiedsrichter die Partie auch ab.

Fazit: Es war das erwartete Kampfspiel mit einem verdienten Ausgang für beide Mannschaften. Leben können damit beide wahrscheinlich eher weniger, aber die Punkteteilung zum Geburtstag beider Trainer ist am Ende gerecht. Nun heißt es leider wieder Abschied nehmen von unserem Amateursport. Verstehen kann und will man es eigentlich nicht, aber die Entscheidung ist getroffen. Corona kann man nicht auslöschen, vielleicht sollte man lernen damit zu leben. Bis dahin, bleibt gesund Sportsfreunde.
Aufrufe: 03.11.2020, 21:28 Uhr
Sven Erik SchwellaAutor

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