
Die Neuauflage des Pokalfinales aus dem Vorjahr endete erneut mit einem Erfolg der SG Byhusen/Anderlingen/Deinstedt. Nach einem 2:2 in der regulären Spielzeit gewann die Mannschaft das Neunmeterschießen mit 5:3 und sicherte sich damit erneut den Ü40-Kreispokal.
Marco Holsten brachte die SG Byhusen/Anderlingen/Deinstedt in der 35. Minute in Führung und erhöhte acht Minuten später auf 2:0. Die SG Wörpetal kämpfte sich jedoch zurück. Sven Melchert verkürzte in der 45. Minute, ehe Andreas Grimm nur drei Minuten später der Ausgleich gelang. Die Entscheidung fiel schließlich im Neunmeterschießen.
Torwart trotzt Nasenbruch
Die Freude über die erfolgreiche Titelverteidigung war bei Trainer Matthias Seeba groß. Eine besondere Rolle spielte dabei Torwart Benjamin Entelmann. „Wir mussten wir uns früh um unseren Torwart kümmern, der sich bei einem Zusammenprall die Nase gebrochen hatte“, blickt Seeba auf das Finale zurück. Dank der anwesenden Sanitäter konnte Entelmann weiterspielen. Im weiteren Verlauf wurde er zu einem wichtigen Faktor für seine Mannschaft.
Dass der Torwart großen Anteil am Ausgang der Partie hatte, bestätigte auch Wörpetals Trainer Matthias Gerdes. „Anderlingen hat mit seinen Möglichkeiten ein gutes Spiel gemacht. Dazu hatten sie einen überragenden Torwart, der aus meiner Sicht den Unterschied ausgemacht hat. Ohne ihn hätten wir das Spiel wahrscheinlich schon vorher entschieden“, erkennt Gerdes die Leistung des gegnerischen Schlussmanns an.
Defensiv verstärkt und spielerisch überzeugt
Mit dem Auftritt seiner Mannschaft zeigte sich Seeba sehr zufrieden. Besonders die Verstärkung in der Defensive habe sich ausgezahlt. „Mit Marco Hendreich haben wir uns defensiv verstärkt. Gleichzeitig hat er uns im Spielaufbau sehr geholfen“, hebt Seeba hervor.
Nach Einschätzung des Trainers zeigte seine Mannschaft die beste Leistung der Rückrunde. Im Vergleich zum Vorjahresfinale sei das Team zudem deutlich stärker aufgetreten. „Wir haben spielerische Lösungen gefunden und waren besser als im Endspiel des vergangenen Jahres. Daraus sind dann auch die beiden Tore entstanden“, sagt Seeba.
Wörpetal sieht Vorteile auf eigener Seite
Trainer Matthias Gerdes sah seine Mannschaft im Verlauf der Partie zunehmend im Vorteil. „Zu Beginn war es das erwartet schwere Spiel. Mit zunehmender Spielzeit hatten wir aber sowohl die Mehrzahl als auch die besseren Chancen“, ordnet Gerdes den Spielverlauf ein.
Umso ärgerlicher sei es gewesen, dass die SG Wörpetal daraus keinen Treffer erzielen konnte und die Partie ins Neunmeterschießen ging. „Mit etwas mehr Konsequenz im Abschluss hätten wir die Partie wahrscheinlich schon vorher für uns entscheiden können“, hadert Gerdes mit der Chancenverwertung.
Nach seiner Einschätzung hätte seine Mannschaft das Spiel sogar noch in der regulären Spielzeit drehen können. „Wenn wir ein paar Minuten länger gespielt hätten, wäre vielleicht noch das Siegtor gefallen. Aber so ist Fußball manchmal“, blickt Gerdes auf die Schlussphase zurück.
Chancenverwertung als einziges Manko
Mit dem Auftritt seiner Mannschaft zeigte sich der Trainer dennoch zufrieden. Lediglich die Chancenverwertung sei aus seiner Sicht das große Manko gewesen. „Die Mannschaft hat ansonsten vieles richtig gemacht. Am Einsatz und an der Einstellung hat es nicht gelegen. Nur die Chancenverwertung hat uns gefehlt“, lautet das Fazit von Gerdes nach dem Endspiel.