
Trotz der bitteren 3:5-Niederlade im Kellerduell gegen den SuS Neuenkirchen will die SG Bockum-Hövel die Saison mit seinem Trainergespann aus Matthias Bsufka und Carsten Edelkötter und bestenfalls mit dem Klassenerhalt beenden, ehe sich das Duo zum Saisonende aus dem Adolf-Brühl-Stadion verabschieden wird.
Bockum-Hövels Sportliche Leiter Torsten Schreiber und Torsten Morsch hatten vor dem richtungsweisenden Duell dem Trainerduo sein Vertrauen ausgesprochen und eine vorzeitige Trennung ausgeschlossen.
"Natürlich hätten wir es uns einfach machen und einen neuen Trainer installieren können, um für die letzten Spiele auf einen schnellen Effekt zu hoffen. Doch wir sind überzeugt, dass ein Trainerwechsel zum jetzigen Zeitpunkt nicht die Lösung ist", wurden beide in einer öffentlichen Stellungnahme zitiert. "Unsere Trainer arbeiten mit vollem Einsatz und Herzblut, und wir sind sicher, dass sie die Mannschaft weiterhin erreichen können."
Nun steht im Hammer Norden auch fest, welcher Übungsleiter zur Saison 2025/26 das Kommando übernehmen wird. Ex-Profi Oliver Glöden (46) wird neuer Trainer der SG Bockum-Hövel und beobachtete den Auftritt seiner künftigen Mannschaft am vergangenen Spieltag bereits von der Tribüne aus.
"Er hat einen sehr kompetenten Eindruck gemacht. Unsere Ausrichtung, dass wir mit jungen Leuten was machen wollen, da ist Olli prädestiniert für. Ruhig, sachlich, menschlich gut. Der hat richtig Lust", so Torsten Schreiber im "Westfälischen Anzeiger".
Glöden, der über die Medien von der freiwerdenden Trainerposition in Bockum-Hövel erfahren und sich daraufhin initiativ beworben habe, trainiert seit März 2023 den Münsteraner Bezirksligisten SV Herbern, wo er im Sommer von Sven Pahnreck (zuletzt Werner SC) abgelöst wird. "Dort will man sich neu orientieren und ich habe eine neue Herausforderung gesucht. Es hat mich angesprochen, mit jungen Spielern zu arbeiten. Und die Westfalenliga ist sehr interessant – Landesliga natürlich auch", erklärt der 2,03-Meter-Mann.
Als aktiver Spieler lief Oliver Glöden unter anderem für den Karlsruher SC und RW Erfurt in der 2. Bundesliga und für den SC Paderborn, VfB Lübeck, die Kickers Emden, RW Ahlen, den SC Verl und Preußen Münster in der Regionalliga auf.
Als Trainer arbeitete der gebürtige Brandenburger bei den Kreisligisten Aramäer Ahlen, Westfalia Vorhelm, Vorwärts Ahlen und bei Bezirksligist Warendorfer SU, ehe er in Herbern als Co-Trainer anheuerte. Ob Landes- oder Westfalenliga: Ab Sommer begibt sich Glöden als Trainer auf noch unbekanntes Terrain.
"Ich möchte ein bisschen mehr – nicht nur, dass die Kiste Bier am wichtigsten ist am Wochenende", stellt Glöden klar. "Und bei jungen Leuten, die in der Landes- oder Westfalenliga spielen, ist die Eigeninitiative da. Du hast nicht nur zehn Leute beim Training, sondern 16, 17, 20 – da muss man nicht hinterherrennen, einige haben höhere Ziele. Und da ist die SG ein Sprungbrett."
Für den Kader für die anstehende Spielzeit kann die SG Bockum-Hövel drei neue Personalien willkommen heißen. Vom Oberligisten SV Westfalia Rhynern kommt der bisherige dritte Torwart Kevin Scierski (24), der nach dreijähriger studienbedingter Pause wieder Spielpraxis sammeln will.
Mit Jassim Bouzayni (20) kehrt darüber hinaus ein alter Bekannter ins Adolf-Brühl-Stadion zurück. Der Mittelfeldspieler hatte die SG im Winter 2023 in Richtung TuS Germania Lohauserholz-Daberg den Rücken gekehrt, den er im Sommer wiederum wieder verlassen wird. Dazu wird auch Abdulhai Aljouk (22) vom SuS Kaiserau zur SG Bockum-Hövel wechseln.