Nabil Daouri und Brachstedt verloren knapp gegen Sandersdorf - Nicky Ebert nur symbolisch am Boden. F: Rinke
Nabil Daouri und Brachstedt verloren knapp gegen Sandersdorf - Nicky Ebert nur symbolisch am Boden. F: Rinke

Mit blau-weißem Auge davongekommen

Union Sandersdorf siegt in Brachstedt mit einem Tor in der Nachspielzeit

Union Sandersdorf steht in der 2. Runde des Landespokals. Was selbstverständlich klingt angesichts des Gegners Blau-Weiß Brachstedt, der zwei Ligen tiefer spielt, war am Freitagabend allerdings alles andere als selbstverständlich. Über die gesamte Spielzeit biss sich der Oberligist an der Abwehr des Landesligisten die Zähne aus, erst ein abgefälschter Schuss von Dan Lochmann entschied in der Nachspielzeit die Partie.

Sandersdorf drückte, Sandersdorf spielte - allerdings war am Brachstedter Strafraum meistens Schluss. Diszipliniert machte der Landesligist die Räume eng und Union fand trotz gepflegtem Kurzpassspiel im Mittelfeld keine Gasse, keinen Weg. Ein Schuss von Dan Lochmann deutlich am langen Pfosten vorbei, ein Schuss von Vincent Mustapha genau auf Keeper Matthias Guderitz und ein Freistoß von Richard Wießner auf das Tor des Gastgebers - das waren die Chancen im ersten Durchgang.

Brachstedt schlug hinten die Bälle raus und versuchte vorne, mit Sandro Fiebig und Nabil Daouri den einen erfolgreichen Angriff durchzuziehen. Einmal war Daouri auf Rechts durch, sein Querpass in die Mitte landete aber bei Keeper Tom Niclas Herrmann.


Ron Völkel stoppt hier Vincent Mustapha unsanft. F: Rinke

In der 63. Minute hatte Sandersdorf die größte Chance des Spiels. Alexander Schmitt, frisch verpflichtet von der ehemaligen U23 des HFC, steckte durch auf Felix Krause und der spitzelte Keeper Guderitz an, von wo der Ball an den Pfosten klatschte.

In der Schlussphase wurde Brachstedt mutiger und hätte sich dafür beinahe belohnt. Erst köpfte Fiebig eine Ecke von Allert haarscharf am Pfosten vorbei. Die beste Gelegenheit hatte aber David Reza. Frisch ins Spiel gekommen bekam er einen perfekt gespielten Diagonalball in den Lauf und sprintete auf das Sandersdorfer Tor zu. Doch am Sechzehner blieb er mit dem Ball im Rasen hängen und verstolperte. "Wir sagen schon lange, dass der Rasen zu lang ist", moserte nach dem Spiel Brachstedts Abteilungsleiter Sirko Dahlmann. Hier wurde es seiner Mannschaft zum Verhängnis.

In der Nachspielzeit fiel dann doch noch das Tor des Tages. Dan Lochmann bekam den Ball mit dem Rücken zum Tor, drehte sich und schoss. Ein Brachstedter Bein war dazwischen und gab dem Ball eine solche Flugkurve, dass Guderitz im Tor machtlos war bei der Bogenlampe, die hinter im runterfiel und das Spiel entschied.

Sandersdorf steht aufgrund der Spielanteile natürlich verdient in der nächsten Runde. Aber die klaren Chancen der Brachstedter in der Schlussphase hätten für eine böse Überraschung beim Oberligisten sorgen können.

Aufrufe: 7.8.2015, 19:38 Uhr
Thomas RinkeAutor

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