Auch RW Leimsfeld zählte zu den Gewinnern der 15 verlosten Laptops die dem KFA vom HFV für die Vereine zur Verfügung gestellt wurden.
Auch RW Leimsfeld zählte zu den Gewinnern der 15 verlosten Laptops die dem KFA vom HFV für die Vereine zur Verfügung gestellt wurden.

Ligareformen kommen, das "wie" bleibt zunächst offen

Reform in der Gruppenliga steht in den nächsten jahren an und es in der Region Kassel wohl nur noch eine Gruppenliga geben

„Der Wettbewerb muss beibehalten werden. Wir wollen keine Spiele außer Konkurrenz, auch nicht mit unseren Reservemannschaften!“, das war einhellige Meinung der rund 100 Vereinsvertreter des Schwalm-Eder-Kreises, die am 10.07. im bis zum letzten Platz gefüllten Saal des Hotels Rosengarten in Schwalmstadt-Ziegenhein zu ihrer halbjährlichen Vereinsvertretersitzung zusammenkamen.

Man tauschte Meinungen aus, es wurde emotional diskutiert und man trat intensiv für die jeweiligen Vorstellungen ein, doch über das endgültige „wie“ konnte keine Übereinkunft erzielt werden, zumal es diverse Interessen gab, die in einer lebhaften Diskussion zum Ausdruck kamen. Eine finale Entscheidungsfindung war auch nicht das Ziel, sondern dem KFA ging es vor allem darum, die Vereine bei einer Entscheidungsfindung „mitzunehmen“ und sich ein generelles Stimmungsbild einzuholen. Kreisfußballwart Erwin Naumann betonte ausdrücklich, dass man hier nicht entscheiden wolle, ohne die Vereine mit ins Boot zu holen, betonte aber auch, dass es unmöglich sein wird, alle Vereine gleichmäßig zufrieden zu stellen.
Am liebsten wäre es manchen Vereinen, ihre Reserve hätte weiterhin IMMER das Vorspiel vor der Ersten. Sollte das umgesetzt werden, wäre ein weiteres Spielen in Konkurrenz aber quasi ausgeschlossen, da die Reserve immer in der Reserveliga der 1. Mannschaft spielen würde, auch bei Auf- oder Abstieg. Dies würde wiederum dass Ziel weiter in Konkurrenz spielen zu wollen ausschließen. Andere Vereinsvertreter sagten deutlich, dass auch im Schwalm-Eder-Kreis die „seeligen alten Zeiten“ vorbei sind, nämlich dass es eine Garantie darauf gibt, dass 1. und 2. Mannschaften immer am gleichen Spielort spielen werden. Wünschenswert war für alle Beteiligten allerdings, dass zumindest Heimspiele weiterhin möglichst gemeinsam ausgetragen werden.
Dass eine Reform unumgänglich ist, machte Kreisfußballwart Erwin Naumann anhand eindeutiger Zahlen deutlich. „Die B-Klasse wird früher oder später aussterben, wenn wir unsere jetziges System beibehalten“, so Naumann. Deutlich machte er das an der Kreisliga B2, die dieses Jahr als reine Reserverunde der Kreisoberliga mit lediglich 12 Mannschaften an den Start geht. Das bedeutet, dass jede Mannschaft nur noch 22 Spiele hat und jedes Wochenende 4 Mannschaften spielfrei sind. Einige Vereinsvertreter vertraten in diesem Zusammenhang die Meinung, dass man auch hier, wie in der A-Klasse, ggf. eine regionale Einteilung vornehmen sollte, ohne Rücksicht, ob es sich um eine erste oder zweite Mannschaft handelt.
Weiterhin verriet Nauman auf der Sitzung, dass in den nächsten Jahren eine Reform in der Gruppenliga ansteht und es in der Region Kassel wohl nur noch eine Gruppenliga geben wird, was den heimischen Fußball ebenfalls erheblich beeinflusst.
Unterm Strich liegt es jetzt am KFA in Zusammenarbeit mit den Vereinen eine Kompromisslösung zu erarbeiten, die möglichst viele Vereine zufriedenstellt und diese Lösung vor der Saison 2014-2015 absegnen zu lassen.
Ansonsten ging es in der Vereinsvertretersitzung wie immer darum, die abgelaufene Saison kurz Revue passieren zu lassen und vor allem auf die kommende Saison vorauszublicken.
In einer emotionalen Ansprache machte Naumann vor allem deutlich, dass es dem KFA fern liegt, gegen die Interessen der Vereine zu arbeiten, man aber manches Mal den Eindruck bekommen könne, dass viele Vereine oder deren Anhänger genau das zu glauben scheinen. Vor allem kritisierte er, dass in diesem Zusammenhang nicht das persönliche Gespräch mit ihm oder einem seiner Kollegen im KFA gesucht würde, sondern viele Kritiker ihrem Unmut in der Öffentlichkeit anonym Luft verschaffen. Er machte deutlich, dass man mit ihm und dem gesamten KFA über Entscheidungen des KFA diskutieren kann, aber dies sollte in persönlichen Gesprächen geschehen und nicht über anonymen Diffamierungen, persönliche Beleidigungen oder Ähnliches geschehen.
„Beim gesamten KFA stehen immer Menschen dahinter und manch einer sollte vielleicht auch einmal überlegen, was er bei bestimmten Personen mit solchen Diffamierungen wie am Ende der vergangenen Saison anrichtet. Ich appelliere eindrücklich an euch, euch, eure Vereinsmitglieder oder Anhänger zu disziplinieren, damit sich solche Vorkommnisse wie am Ende der letzten Saison nicht wiederholen! Aber auch hier gilt: wir wollen nach vorne und nicht zurück schauen.“, so der Vorsitzende des Kreissportgerichtes, Dirk Spengler, im Anschluss.
Insgesamt musste das Kreissportgericht laut Spengler in der abgelaufenen Saison 240 Urteile aussprechen. Sorgen bereitet Spengler vor allem, dass das Kreissportgericht immer mehr Unsportlichkeiten (92), Spielausfälle (56) und Tätlichkeiten (23) aburteilen muss.
Besonders erschreckend ist der Anstieg bei den Urteilen für Bedrohungen und Beleidigungen.
Ganze 48 Mal musste das Kreissportgericht hierfür in der letzten Saison Strafen verhängen, Tendenz steigend.
Als wichtigste Punkte wurde in die Durchführungsbestimmungen für die neue Saison aufgenommen, dass die letzten beiden Spiele zeitgleich stattzufinden haben und dass es keine Relegation geben wird. Die einzelnen Bestimmungen gehen den Vereinen in den nächsten Tagen zusammen mit den Spielplänen zu.
Erfreulich wurde es zum Abschluss. Zunächst konnte Heinz Trollhagen erneut berichten, dass der Schwalm-Eder-Kreis, wie immer in den letzten Jahren, Spitzenreiter in Sachen „Meldung an das DFBNet“ ist. Anschließend wurden 15 Laptops verlost, die dem KFA vom HFV für die Vereine zur Verfügung gestellt wurden. Folgende Vereine erhalten in der nächsten KFA-Sitzung einen Laptop überreicht:

  • SG Bad Zwesten/U.
  • SG Kirchberg/L.
  • SG Borken/F.
  • TSV Moischeid
  • TSV Wabern
  • RW Leimsfeld
  • SG Möllrich/Rh.
  • SG Beisetal
  • SG Kehrenbach/G.
  • SG Hoher Knüll
  • TSV Röhrenfurth
  • TSV Gilsatal
  • TSV Wiera
  • SG Ohetal/F.
  • BW Hülsa

Zudem wurden die fairsten Mannschaften der vergangenen Saison geehrt. Dies waren:

KOL: TSV Wabern II

KL A1: SG Englis/K/A

KL A2: TuSpo Obergrenzebach

KL B2: SG Immichenhain/o. II

KL C1: TSV Schwarzenberg II

KL C2: SG Gilsa/J/W II

Die fairsten Mannschaften der KL B1 und C3 werden noch separat geehrt.
Die anschließenden Terminbesprechungen liefen dann gewohnt reibungslos mit den einzelnen Klassenleitern ab.

Aufrufe: 011.7.2013, 10:30 Uhr
Andreas GardeAutor