
Trotz des jungen Alters der Spieler des SV Bad Tölz, siegte die SG Ascholding/Thanning souverän.
Ascholding/Thaning – Dass die SG Ascholding/Thanning das Nachholspiel gegen den SV Bad Tölz verdient mit 3:0 gewannen, war unstrittig. Genauso einig waren sich die Beteiligten darin, dass dafür maßgeblich das Durchschnittsalter der Kontrahenten verantwortlich war. „Tölz ist jung, agil in der Offensive – die können Fußball spielen“, stellt Max Müller, Ascholdinger Abteilungsleiter, fest.
„Aber wir hatten den Altersvorteil, wir waren körperlich stabiler und cleverer.“ Dem mochte Gästetrainer Thomas Gärner nicht widersprechen, der vier Stammspieler durch Nachwuchskräfte ersetzen musste. „Die haben sich gut verkauft – aber auch gemerkt, dass es im Herrenfußball körperlich anders zur Sache geht.“
Dessen Team hatte gleich in den ersten Minuten Glück, als Philip von Jagemann beim Freistoß nur die Latte traf, und der abprallende Ball vom Rücken des Tölzer Torhüters Max Hollmann nicht über die Linie kullerte. „Wir haben es bis zur Pause gut verteidigt, aber gegen so robuste, körperbetont spielende Gegner tun sich die jungen Spieler schwer“, so Gärner. Nicht gut verteidigt wurde in der 54. Minute, als von Jagemann den Ball nach einem Einwurf querlegte auf Ferdinand Möss und dieser das 1:0 für die SG erzielte.
In der Schlussphase boten sich den Gästen gleich zwei Top-Gelegenheiten zum Ausgleich: Moritz Hohenreiter hätte den Ball, der ihm vor die Füße gefallen war, „nur reinschieben brauchen“ (Gärner). Tat er aber nicht. Wenig später zielte Simon Essendorfer bei einem Alleingang ganz knapp drüber. „Da haben wir Glück gehabt“, räumt Max Müller ein. „Wenn’s blöd läuft, gehen wir unentschieden aus dem Spiel.“
Dies verhinderte nach einem Foul an Thomas Paciaroni (über das die Meinungen in beiden Lagern leicht auseinandergingen) ein Strafstoß, den Marinus Poschenrieder in der 81. Minute unhaltbar zum 2:0 verwandelte. Das 3:0 schließlich markierte Sebastian Feichtmair per Freistoß in der Nachspielzeit.