Julian Bauer (am Ball) beendet nach dieser Saison sein Engagement bei der SG 2000 Eschelbach.
Julian Bauer (am Ball) beendet nach dieser Saison sein Engagement bei der SG 2000 Eschelbach. – Foto: Siegfried Lörz

Gleich zum Auftakt ist Wiedergutmachung angesagt

Kreisklasse A Sinsheim +++ Julian Bauer will in seiner letzten Halbserie als Eschelbach-Trainer noch ein wenig klettern

Nach drei Jahren ist im Sommer Schluss. "Ich habe am 1. Februar mein Lehrer-Referendariat in Bruchsal-Untergrombach begonnen und dabei beginnt ab September im neuen Schuljahr die wichtigste Phase mit Prüfungen, Lehrproben etc.", sagt Julian Bauer zu seinem Entschluss, sein Traineramt bei der SG 2000 Eschelbach nach dieser Saison niederzulegen. Erläuternd fügt er hinzu: "Das ganze außen herum beschäftigt einen doch sehr und ist zu anstrengend, um das während meines Referendariats im gebotenen Umfang leisten zu können."

Der erst 28-Jährige kann neben seiner dreijährigen Tätigkeit in Eschelbach auf mehrjährige Erfahrung als Sinsheimer Stützpunkttrainer zurückblicken. "Das mache ich in Zukunft weiterhin", bleibt Bauer dem Fußballnachwuchs als Coach erhalten. Er kann sich ebenfalls gut vorstellen, weiter Spieler zu sein, wo und in welchem Umfang ist jedoch offen. Er verrät: "Ich hatte schon ein paar unverbindliche Anfragen, das waren aber zu weite Autofahrten. Ich lasse mir erst einmal alles offen."

In Eschelbach will er sich mit einer starken Rückrunde verabschieden, die selbstverständlich besser als die wenig zufriedenstellende Vorrunde verlaufen soll. Vor allem der missratene Saisonstart hängt schwer nach. Aus den ersten acht Partien gab es lediglich vier Punkte, was extrem überraschend war, da die SG 2000 vor Jahresfrist zum Zeitpunkt des Saisonabbruchs nach sechs Spielen sogar Tabellenführer gewesen wäre, wenn man die Quotientenregelung angewandt hätte.

Davon sind sie diese Runde weit entfernt. "Es waren richtig gute Phasen mit dabei, vor allem gegen Ende der Vorrunde gegen Rohrbach/S. II, Bad Rappenau II und gegen Angelbachtal, wo wir in der ersten Halbzeit so aufgetreten sind, wie ich mir das vorstelle", spricht der Coach die letzten drei Begegnungen vor der Pause an, die seine Elf allesamt gewinnen konnte. Deshalb hat sich die SG mit 18 Zählern ans untere Mittelfeld herangetastet und die unerwarteten Abstiegssorgen schnell beiseitegeschoben.

Ob es in der zweiten Saisonhälfte wirklich besser läuft, ist derzeit sehr schwer zu sagen. Bauer sagt mit Bezug zur Vorbereitung: "Ich kann nicht wirklich einschätzen, wo wir stehen. Wir mussten den Start schon wegen Coronafällen verschieben und hatten zwischendurch immer wieder einige personelle Ausfälle." Der Trainer hat letzte Woche selbst Corona bekommen, bis zum Auftakt am Sonntag bei der SG Stebbach/Richen könnte es aber gerade so für einen Einsatz reichen. Mit Torjäger Nicolas Heinrich hat es einen weiteren wichtigen Stammspieler erwischt. "Nici hat körperlich noch zu kämpfen und ich hoffe, dass es gegen Stebbach/Richen zumindest für eine Halbzeit bei ihm reicht", hat Bauer die Hoffnung noch nicht aufgegeben, den Siebzehn-Tore-Mann aufbieten zu können.

Das Duell bei Stebbach/Richen soll obendrein zur Wiedergutmachung werden. "Das 1:7 am ersten Spieltag ist der Anfang von dieser nicht so positiven Vorrunde gewesen", blickt Bauer zurück und wünscht sich vollen Fokus bei seinen Schützlingen, "gerade in der jetzigen Phase, in der man nie weiß, wie die Kaderzusammenstellungen der Mannschaften wegen Corona aussehen, ist es umso wichtiger, sich auf die eigenen Fähigkeiten zu konzentrieren. Es wäre mir daher nicht unrecht gewesen, den Rückrundenstart noch ein wenig nach hinten zu verschieben, aber so ist es nun einmal. Wir hoffen darauf, mit 13, 14 Mann unseren Kader bestücken zu können."

Aufrufe: 04.3.2022, 16:00 Uhr
red.Autor