Große Diskussion um HFV-Trainingsbedingungen

CORONA-UPDATE: +++ Große Diskussion im Kreis über Maßnahmen zur Trainingsaufnahme +++

Zunächst ging die Meldung des Hessischen Fußball-Verbandes an alle A-Jugend-Trainer, doch natürlich hat sie sich in Windeseile verbreitet und für gehörigen Zündstoff gesorgt. Der Großteil des Kreises ist sehr skeptisch dem Ganzen gegenüber.

Der Hessische Fußball-Verband (HFV) hat am Donnerstag die beigefügte Meldung zur Wiederaufnahme in den Trainingsbetrieb der Vereine veröffentlich. Obwohl die Meldung zunächst nur an A-Jugend-Trainer ging, verbreitete sie sich natürlich in Überschallgeschwindigkeit im Netz. Die kurzfristig eingefangenen Stimmen zeigen die wenig verständnisvolle Auffassung der Fußballer: „Das ist im Senioren-Bereich schlichtweg nicht möglich, sorry für die Wortwahl, aber absoluter Blödsinn! Das kannst du als Hobbykicker machen, auf dem Bolzplatz die Bälle hin und her bolzen, wie ein 12-Jähriger damals, aber so ist es nicht möglich. Die Plätze sind nass, man schwitzt und muss sich dann im Auto umziehen, herzlichen Glückwunsch. Meiner und vieler anderer Kreisvertreter ihrer Meinung nach, sollten wir erst im September wieder Fußball spielen, aber die Entscheidungen werden leider nicht von Fußballern getroffen“, so der sichtlich aufgebrachte Marcus Wolf. Ins gleiche Horn bläst auch der Coach vom SV Brachttal Marco Prestifilippo: „Natürlich freue ich mich, dass es hoffentlich bald wieder losgeht. Aber Theorie und Praxis sind immer zwei verschiedene Schuhe. Viele Spieler haben einen weiten Weg, keine Dusche nach dem Training bedeutet, wir müssen nassgeschwitzt nach Hause fahren, die Klimaanlage läuft und die Spieler werden krank, da muss man nur eins und eins zusammenzählen. Nur weil der Profibereich nun startet, wo alle drei Tage Tests stattfinden, muss der Amateurbereich nicht postwendend nachziehen.“ Auch Stefan Dreßbach, der Coach von Germania Bieber sieht das so: „Ich kann meine Spieler keine vier Monate mit Passübungen, Laufeinheiten und Torschuss bei Laune halten, die wichtigste Frage bleibt für mich, wie und vor allem wann soll der Spielbetrieb überhaupt weitergehen?“

Auf der Facebook-Seite von Marcus Wolf ging es nach der Veröffentlichung der Maßnahmen bunt her. Viele Fußballer aus dem Gelnhäuser Kreis sind einer Meinung: „Im Fußball nicht machbar.“, „Dann lieber kein Training.“, „Ekelhaft.“, „Zu umständlich.“, „Macht auf lange Sicht keinem Fußballer wirklich Spaß.“, „Geht gar nich.t“, um nur mal ein paar Aussagen davon zu nennen. Die große Einigkeit in diesem Thema scheint im Fußballkreis Gelnhausen zu herrschen, dass diese Maßnahmen wirklich nicht sonderlich zielführend sind.

Aufrufe: 7.5.2020, 17:56 Uhr
RedaktionAutor

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