Steffen Kögler (Geschäftsführer), Stefan Hohnstein (neuer Cheftrainer) und Thomas Habryka (2. Vorsitzender) bei der Vorstellung.
Steffen Kögler (Geschäftsführer), Stefan Hohnstein (neuer Cheftrainer) und Thomas Habryka (2. Vorsitzender) bei der Vorstellung. – Foto: BSV Heinersdorf

Hohnstein von Stern II zu Heinersdorf

Neue Herausforderung nach ausbleibender Verlängerung in Steglitz

Mit dem Abgang des Schwaben endet bei Stern II eine erfolgreiche Ära. Nach fünf Jahren wird Stefan Hohnstein, sein Kontrakt wurde nicht verlängert, zum BSV Heinersdorf wechseln.

„Der Verein, aber ganz besonders ich persönlich bedanke mich bei Stefan für sein leidenschaftliches Engagement in den vergangenen, schwierigen Jahren.“, sagt Paul Schramm, Geschäftsführer des SFC Stern 1900 (und Spieler der 2. Herren, d.Red.). Hohnstein habe „die in ihn gesetzten Erwartungen hinsichtlich des sportlichen Bereichs zu jeder Zeit erfüllt. Er hat uns (das Team; d.Red.) in einem desolaten Zustand übernommen, nach dem nicht mehr zu verhindernden Abstieg neu aufgebaut, den Wiederaufstieg realisiert und eine echte Einheit formiert.“

Hohnstein selber verabschiedete sich am vergangenen Samstag mit einem feuchtfröhlichen Knall von seiner Mannschaft. „Auch, wenn ich mich wiederhole: Wir haben eine absolut geile Truppe – jeder würde hier für jeden auf dem Platz sterben. Ich bin stolz auf die Jungs, die immer mitgezogen und aufopferungsvoll für den Erfolg geschuftet haben.“ Intern habe es allerdings Vorwürfe gegeben, die er nicht nachvollziehen kann: „Wenn junge Spieler mit hohen Ansprüchen es für ratsam halten ihr Glück an anderer Stelle zu suchen, dann werde ich sie nicht aufhalten. Abgänge waren aber, durch qualitativ hochwertige Neuzugänge, nicht verantwortlich für unsere phasenweise herrschenden Personalprobleme. Wir haben einen gesunden, aber keinen großen Kader. Und auch in den Zeiten, in denen wir mit dem wirklich letzten Aufgebot spielen mussten, haben wir den Rasen brennen lassen. Mein Nachfolger übernimmt eine intakte Mannschaft.“

Außerdem hat der gebürtige Schwabe am nächsten Wochenende die Chance, seine erfolgreiche Ära mit dem besten Tabellenplatz der Vereinsgeschichte zu vergolden.

Den Blick nach vorne gerichtet: Stefan Hohnstein kann zufrieden mit seiner Arbeit in Steglitz sein.
Den Blick nach vorne gerichtet: Stefan Hohnstein kann zufrieden mit seiner Arbeit in Steglitz sein. – Foto: Ralf Seedorff

Wie es sportlich für ihn weiter geht, steht mittlerweile auch fest: „Mir lagen viele Angebote vor, aber am meisten hat mich die Herausforderung in Heinersdorf gereizt. Das Umfeld ist, wie schon in Steglitz, sehr familiär und das gefällt mir.“
Die Daumen drücken muss er am nächsten Wochenende noch. Der BSV steht aktuell zwar über dem Strich, ist aber punktgleich mit dem 1. FC Schöneberg.
"Das werden sie schaffen!", zeigt sich der designierte Trainer optimistisch.

Als Spieler bleibe er dem Verein aber weiterhin erhalten.
In dieser Saison erzielte der Vollblutstürmer für die Senioren in einem Spiel drei Tore, für die Ü40-Altliga Mannschaft traf er gar schon 30 mal in nur sechs(!) Partien.
„Mein Ziel ist ganz klar die Torjägerkanone und die Meisterschaft mit der Ü40 in der kommenden Spielzeit.“

Sollte er die bisherige Quote aufrecht erhalten können, werden wohl auch Angebote als Aktiver nicht ausbleiben.

Aufrufe: 03.6.2022, 09:47 Uhr
Paul SchrammAutor