
Die Sportfreunde verlieren zweistellig beim Spitzenreiter. Pentenried bleibt zum fünften Mal in Folge ohne Sieg und patzt erneut.
SC Fürstenfeldbruck – SF Breitbrunn 11:2 (4:0)
Eine Niederlage mit historischem Charakter kassierten die Sportfreunde Breitbrunn am Samstag in Fürstenfeldbruck. SF-Coach Markus Kreitner stellte sich danach aber schützend vor seine Fußballmannschaft. „Es kam vieles zusammen“, sagte er. Da wäre zum einen der starke Gegner, der mit aller Macht um den Durchmarsch in die Kreisliga kämpft. Zum anderen traten die Gäste mit großen Personalsorgen an. Auf der Bank saß lediglich Co-Trainer Markus Freymann. Der musste sich nach 35 Minuten zwischen die Pfosten stellen, da Torwart Maximilian Lang verletzungsbedingt nicht weitermachen konnte.
Zu diesem Zeitpunkt führten die Hausherren lediglich mit 2:0. Erst danach nahm das Drama seinen Lauf. Am Ende stand ein zweistelliger Erfolg für die Gastgeber. Benjamin Kugler sorgte mit seinen zwei Toren zumindest für etwas Ergebniskosmetik. „Wir müssen unsere Punkte für den Klassenerhalt gegen andere Gegner holen“, resümierte Kreitner. Allerdings wartet am Mittwoch (19.45 Uhr/Heimspiel) mit dem TSV Alling gleich der nächste Brocken auf die in diesem Jahr weiter sieglosen Breitbrunner.
1. SC Gröbenzell – TSV Pentenried 2:1 (1:1)
Stefan Suchanke war nach dem fünften sieglosen Spiel in Serie bedient. „Wir belohnen uns einfach nicht und schenken zu viele Tore her“, schimpfte der Trainer der Pentenrieder nach der knappen Niederlage am Sonntag in Gröbenzell. Die leicht favorisierten Gäste begannen mit viel Spielkontrolle. Nach Vorlage von Nico Seeberger gelang Matteo Wadlinger das frühe 1:0. Doch die Freude währte nicht lange. Bei einem Eckball sah Pentenrieds Torwart Robin Dellmann gar nicht gut aus, sodass Gröbenzells Kapitän Andreas Groß aus kurzer Distanz einköpfen konnte. Fortan verpassten es die Pentenrieder, ihre Überlegenheit in Tore umzumünzen. Stattdessen patzte Dellmann bei einer Flanke zum zweiten Mal (59.). „Die hat er sich quasi selbst reingeschmissen“, berichtete Suchanke. Diesen Rückstand konnte seine Mannschaft nicht mehr umbiegen. „So machen wir keine Fortschritte“, ärgerte sich Suchanke. Er würde gerne mehr Entwicklung bei seiner Mannschaft sehen, zumal er längst für die neue Saison am Römerfeld zugesagt hat.
SpVgg Wildenroth – TSV Hechendorf 3:1 (2:1)
Trotz einiger Ausfälle waren die Hechendorfer Fußballer am Sonntag wieder nah dran, den klar favorisierten Nachbarn aus Wildenroth zu ärgern. „Einen Punkt hätten wir uns verdient gehabt“, urteilte TSV-Trainer Florian Weißleder. So sei der knappe Pausenrückstand durch zwei berechtigte Elfmeter noch gerechtfertigt gewesen. Fabian Jung hatte zum zwischenzeitlichen Ausgleich getroffen. Nach der Pause habe aber Weißleders Mannschaft dominiert. Doch anders als beim viel umjubelten 2:2 im Hinspiel wollte der Ausgleich nicht mehr gelingen. Stattdessen kassierten die weit aufgerückten Hechendorfer Fußballer spät in der Nachspielzeit noch durch ein klassisches Kontertor das entscheidende 1:3 gegen den Tabellenführer der Kreisklasse 1. „Immerhin hat keiner von unten gewonnen, sodass sich nichts verändert hat“, sagte Weißleder. Der Abstand seiner Mannschaft zur Abstiegszone beträgt fünf Spieltage vor dem Saisonende weiterhin sechs Zähler. Zudem hat der TSV noch eine Nachholpartie aus der Hinrunde in der Hinterhand. Am Mittwoch (19 Uhr) sind sie zu Gast beim formstarken Tabellenzweiten SC Schöngeising, der mit einem Dreier die Tabellenspitze übernehmen könnte.
Gautinger SC – VfL Egenburg 2:2 (1:1)
Der Gautinger SC hat nach zwei deutlichen Niederlagen eine Reaktion gezeigt. Beim 2:2 gegen den VfL Egenburg verdienten sich die Gautinger mit einer engagierten Leistung immerhin einen Punkt. „Ich bin stolz auf die Mannschaft, sie hat ein anderes Gesicht gezeigt und bis zum Schluss gefightet“, sagte GSC-Trainer Benedikt Junker. Die Gastgeber gerieten nach einem Konter früh in Rückstand, bewahrten aber die nötige Ruhe und waren auch in der Folge um einen geordneten Spielaufbau bemüht. Kurz vor der Halbzeitpause gelang Maximilan Gaul der Ausgleichstreffer.
Im zweiten Durchgang vergab der GSC einige Möglichkeiten, der ersehnte Führungstreffer fiel schließlich in der 86. Minute nach einer Einzelaktion von Timo Leigh. Nur zwei Minuten später aber konnte Egenburg im Anschluss an einen Eckball ausgleichen. „Sie hatten zwei Chancen und machen daraus zwei Tore“, haderte Junker. Bitter für den GSC: Torschütze Leigh holte sich für ein unnötig hartes Einsteigen in der Nachspielzeit noch eine Rote Karte ab und wird somit im Derby beim TSV Pentenried fehlen.