
Die Regionalliga Bayern verliert mit dem Abgang von Aleksandro Petrovic eines ihrer Gesichter schlechthin. Seit die bayerische Ausgabe der vierten Liga 2012 ins Leben gerufen wurde, war "Petro" immer mittendrin, statt nur dabei. Fast über 15 Jahre lang widerstand er so mancher Verlockung und blieb dem TSV Buchbach treu. Ein Muster an Loyalität, das nur noch ganz selten zu finden ist. Mit seiner ehrlichen Art kam er am Dorf an. Sein Herz trug er auf der Zunge, genau das machte ihn so beliebt. Mit seinem Abgang ist die Regionalliga Bayern ein Stück ärmer geworden.
Als Petrovic 2011 nach Buchbach kam, schien das auf den ersten Blick so gar nicht zusammenpassen zu wollen. Auf der einen Seite der Dorfverein aus der oberbayerischen Provinz, auf der anderen Seite der Münchner mit serbischen Wurzeln, für den der Traum vom Profifußball bei Dynamo Dresden gerade geplatzt war. TSV-Abteilungsleiter Georg Hanslmaier erinnert sich noch gut an die Anfänge und gibt lachend zum Besten: "Ich muss zugeben, ich war damals auch ein wenig skeptisch. Den Kontakt hatte unser Torwart Sandro Volz hergestellt, ein guter Spezl von Petro. Wir waren allerdings kadermäßig gut besetzt und konnten ihn uns eigentlich auch gar nicht leisten. Im Training ließ ihn unser Coach Anton Bobenstetter einen Cooper-Test (12-Minuten-Lauf, um die Ausdauer zu testen, Anm.d.Red.) absolvieren. Was soll ich sagen, wirklich gut fiel das Ergebnis nicht aus..." Bobenstetter ließ sich allerdings nicht vom ausbaufähigen Fitnesszustand des Probanden abschrecken, sah vielmehr das fußballerische Potential im Mittelfeldmann.

