
Die Brüder Köck übernehmen das Team des TSV Emmering. Nach nur zwei Trainingseinheiten gelingt der sensationelle Sieg gegen den Spitzenreiter.
Trainerwechsel bewirken manchmal Wunder. Von einem Wunder ist der TSV Emmering zwar noch etwas entfernt, erste Wirkung zeigte die Übernahme durch die Brüder Köck aber allemal. Die Mannschaft rannte, die Mannschaft kämpfte – und rang so Tabellenführer TuS Raubling mit 2:0 (1:0) Toren nieder, was dann doch durchaus wundersam ist.
„Es ist genau das eingetreten, was wir gesagt haben. Wir haben es dem Gegner richtig schwer gemacht. Wir waren in jeder Situation gut drin und maximal aggressiv gegen den Ball und sind sehr, sehr kompakt gestanden“, freute sich Thomas Köck.
Gemeinsam mit seinem Bruder Bernhard hatte er nur zwei Trainingseinheiten Zeit, um die Mannschaft auf das Spiel einzustellen, aber schon da wurden die Zügel angezogen und die Schlagzahl erhöht. „Die Intensität hat sich vom Training auf das Spiel übertragen“, so der neue Coach, dessen Plan voll aufging: „Wir wollten sie etwas locken und dann die Bälle in die Tiefe spielen.“
Beim 1:0 nach neun Minuten stibitzten die Platzherren dem Favoriten in der Vorwärtsbewegung den Ball und schalteten schnell um. Nach einem gekonnten Zuspiel von Alexander Robeis schoss Michael Niedermaier zur frühen TSV-Führung ein.
In der Folge verteidigte Emmering konzentriert und vor allem ohne Schnitzer. „Wir haben heute keine Fehler gemacht, keine individuellen Fehler“, brachte Köck einen der großen Unterschiede zu den Vorwochen auf den Punkt. Von Minute zu Minute wuchsen das Selbstvertrauen ebenso wie der Druck auf Raubling.
Dass sich für den Tabellenführer eine Niederlage anbahnen würde, zeichnete sich mit dem 2:0 durch Christof Kirchlechner nach knapp einer Stunde ab (59.). Dieser hatte nach einem Gegenstoß eine scharfe Flanke von Christoph Beil in die Maschen geköpft. „Ein wunderschönes Tor“, freute sich Köck. In der Folge fand Raubling kein Durchkommen mehr, sodass der revitalisierte TSV Emmering nach dem Trainerwechsel gleich dreifach punkten konnte.