
Mit dem dritten Sieg nun auch bei Nieder-/ Oberwerrn marschiert aktuell die SG Schnackenwerth/ Brebersdorf/ Vasbühl in der Schweinfurter Fußball-Kreisklasse 1. Dagegen traten die am ersten Spieltag regulär freie SG Franken Sennfeld und die SG Poppenhausen/ Kronungen, die ihre Auftaktpartie gegen den FC Arnstein auf den 23. August verlegte, am Sonntag erstmals in dieser Saison an.
4:3 hieß es am Ende - und das klingt dramatischer, als es wirklich war. Nun gut, nach dem Anschlusstor von Jan Wolf waren noch zehn Minuten zu spielen. Aber der Ausgleich fiel nicht mehr, es fehlten auch die Chancen dazu. Weil es nach 16 Minuten durch zwei Mal Steven Rumpel und ein Mal Xaver Wolfrum bereits 3:0 für Sennfeld hieß und weil Michel Herbst das 3:2 des schon vor der Pause treffenden Alexander Haas schnell mit dem 4:2 beantwortete, fehlte dem Match weitestgehend die Spannung.

"Wir haben die erste halbe Stunde komplett verschlafen, waren zu weit weg von den Gegnern und eigentlich gar nicht auf dem Platz", gab Alexander Hümpfer das zu, was eh alle der rund 100 Fans sahen. Poppenhausens Trainer wechselte nach 20 Minuten gleich vier Mal aus. "Mit dem 3:1 hat man gemerkt, dass was drin ist. Immerhin haben wir dann die zweite Halbzeit gewonnen", so Hümpfer. 2:1 nach einem 1:3 zuvor. Macht in der Summe: Null Punkte.
Die Gäste reisten mit 20 Mann an, die gar nicht alle auf dem Spielberichtsbogen einen Platz fanden. "Unser Kader ist breit, die Liga aber heuer noch ausgeglichener", will der Coach - nun mit seinem spielenden Co Marius Heinze, der von Landesligist FT Schweinfurt kam - nach zuletzt unter ihm den Plätzen zehn, 14 und zwölf sich diesmal "besser präsentieren als die letzten drei Jahre. Das Ziel ist die obere Hälfte. Relegation wollen wir jedenfalls nicht mehr spielen", erinnert er sich an zwei Mal eine Verlängerung der Saison mit dann Siegen gegen Oberschwarzach 2 und Bergrheinfeld 2. In der letzten Runde rettete sich die SG mit einem Punkt mehr als Garstadt vor der Relegation. Gartstadt stieg darin ab...

Die umgruppierten Sennfelder machen genauso wie die starken Absteiger aus Mühlhausen/ Schraudenbach und Grafenrheinfeld sowie Neuling TürkGücü Schweinfurt diese Kreisklasse noch ein bisschen stärker. Nach den Erfolgen über Kreisligist Essleben und dann sogar gegen Beirksligist Bergrheinfeld empfängt Poppenhausen/ Kronungen in Pokalrunde drei bereits am Dienstag mit Türkiyemspor Schweinfurt einen weiteren Bezirksligisten, um in der Liga am Sonntag gegen das momentane Schlusslicht aus Hambach anzutreten. Beide Male in Poppenhausen.
Die SG Sennfeld schied in Runde eins bereits gegen Kreisligist SV Stammheim (1:4) aus. Um es nun besser zu machen. "Wir haben die Partie in der ersten halben Stunde gewonnen, haben dann aber aufgehört mit dem Fußballspielen. Das war nur noch Kampf. Letztendlich ist der Sieg verdient, aber auch ein wenig glücklich", war Heiko Windhagen nicht unbedingt zu 100 Prozent einverstanden.

"Wir denken von Sonntag zu Sonntag und wissen, dass in dieser Liga jeder jeden schlagen kann und man gegen jeden verliert, wenn man nur 50 Prozent gibt", weiß Sennfelds Trainer. Auch er hat einen Neuen von der FTS: Torwart Thorsten Kritzner. Aber auch Gianluca Boffardi vom TV Oberndorf-Schweinfurt stand am Sonntag in der ersten Elf.
"Noch fehlen uns die komplette Innenverteidigung und Dominik Barth, der vom TV Jahn Schweinfurt zurück kam", weist Windhagen auf Personal hin wie Stammverteidiger Kevin Rumpel, der das Team noch stärker machen wird. "Wir wollten heute den Dreier - dass es so anstrengend wird, hätte ich aber nicht gedacht", sagt Sennfelds Coach. Nach langen Jahren in der Bezirks- und in der Kreisliga ist die SG Franken ja 2023 erstmals in der Kreisklasse gelandet. Platz sieben wie letzte Saison dürfte nun zu verbessern sein.