
Der erste, inoffizielle Titel ist vergeben. Als Herbstmeister empfängt der FK Srbija Mannheim am Sonntag den ASV Eppelheim (Anpfiff, 14.30 Uhr) zum Spitzenspiel. Dabei ist der dritte Rang der Eppelheimer die eigentlich größere Überraschung und dementsprechend hoffnungsvoll machen sich die Schmid-Schützlinge auf den Weg zum Primus.
Markus Schmid ist solch ein Gedankengang fremd. "Darüber habe ich mir nullkommanull Gedanken gemacht", sagt der Trainer des ASV Eppelheim, der nicht mehr an die erste Saisonniederlage eine Woche zuvor in Ketsch dachte. Er stellt vielmehr heraus, "dass wir einfach einen guten Fußball zeigen und unseren Stil durchsetzen wollten." Das ist beim 8:0-Sieg gegen die SG Kirchardt eindrucksvoll gelungen, wobei es eine knappe halbe Stunde und drei, vier Hochkaräter benötigte, ehe Dennis Geißelmann mit seinem Führungstreffer den laut seinem Trainer, "überfälligen Dosenöffner", besorgte.
Schlagfertig entgegnet Schmid: "Wenn es nicht der letzte Vorrundenspieltag, sondern das letzte Rundenspiel wäre und es dabei noch um etwas gehen würde, wäre es sicherlich der Saisonhöhepunkt." Dem jetzigen Duell bei Srbija Mannheim will er deshalb keine höhere Bedeutung beimessen, wenngleich mindestens ein Remis nötig ist, um nicht vorentscheidend ins Hintertreffen zu geraten. "Sollten wir verlieren, wird es wohl auf einen Zweikampf zwischen Srbija und dem VfR Mannheim II hinauslaufen", meint Schmid.
Zwei Punkte beträgt der Rückstand zum Relegationsrang für den Aufstieg. Thema ist das aber nicht laut dem ASV-Coach, der versichert: "Darüber hat bei uns noch keiner geredet und das sollen die Jungs auch nicht."
Die Hoffnung bei dem 46-Jährigen ist vielmehr die, "dass wir an der Spitzengruppe dranbleiben wollen und da wir aktuell noch in dieser dabei sind, ist das eine positive Überraschung." Nicht unerwähnt lassen möchte er die Tatsache, "dass wir eine junge Mannschaft haben, die großes Entwicklungspotenzial besitzt." Unbestritten mehr Routine haben der Spitzenreiter und beispielsweise der viertplatzierte FV Brühl in ihren Reihen.
Wer so knapp an den Aufstiegsrängen dran ist, könnte in Versuchung geraten den eigenen Kader im Winter noch etwas zu verstärken, um womöglich den entscheidenden Schritt nach vorne zu machen. Dieser Überlegung schiebt Schmid unmissverständlich einen Riegel vor. Er sagt: "Wir machen nichts, wenngleich wir tatsächlich immer mal wieder Anfragen erhalten haben. Diese blocken wir ab, weil wir mit unserem Kader super zufrieden sind und keine Notwendigkeit darin sehen, zusätzlichen Konkurrenzkampf zu schüren."