Jochen Seitz und Stefan Maderer sind den Fußballfans in Bayern bestens bekannt. Unter anderem hat das Duo aus Franken auch in der Regionalliga Bayern seine Spuren hinterlassen. Zusammen wollten sie nun mit dem 1. FC Lok Leipzig eine bärenstarke Double-Saison - die Lokisten holten die Meisterschaft in der Regionalliga Nordost und sicherten sich auch den Sächsischen Landespokal - krönen, doch nach der Relegation zur 3. Liga bleibt am Ende nur Frust. Lok verlor das Rückspiel gegen den TSV Havelse mit 0:3 nach Verlängerung. Der Sprung in den Profifußball bleibt den Leipzigern damit verwehrt.
So., 01.06.2025, 13:30 Uhr Die Enttäuschung auf Seiten von Lok Leipzig war riesig, und es bleibt das unschöne Gefühl: Eine tolle Saison war im Grunde umsonst.
"Es ist extrem schwer zu akzeptieren, dass wir den Aufstieg nicht geschafft haben. Ich bin momentan auch noch ein wenig sprachlos, weil`s einfach auch unnötig war. Zum Schluss raus hat uns auch ein wenig die körperliche Frische gefehlt, weil wir am vergangenen Samstag noch 120 Minuten Pokalspiel hatten. Am Mittwoch dann das kräftezehrende Hinspiel. Und man darf auch nicht vergessen: Wir hatten in den vergangenen vier, fünf Woche viele Krankheitsfälle, die sich extrem lang gezogen haben", analysierte Cheftrainer Jochen Seitz unmittelbar nach dem Spiel am Mikrofon des MDR.
Als Tröster war Coach Jochen Seitz (li.) gefragt. – Foto: Imago Images Zugleich versuchte der ehemalige Bundesligastürmer auch Trost zu spenden an sein Team und die große Fangemeinde: "Wir können uns ärgern, wir können enttäuscht sein, aber bitte dann wieder Kopf hoch! Was wir diese Saison geleistet haben: Wir sind Meister und Pokalsieger, dazu dreifacher Derbygewinner. Hätten wir das einem vor der Runde gesagt, die hätten uns alle für verrückt erklärt. Wir können alle tierisch stolz sein. Ich glaube, wir haben Lok Leipzig wieder zum Leben erweckt. Genauso wollen wir es nächste Saison auch wieder angehen."
600 Fans der Leipziger durften ihr Team begleiten. – Foto: Thomas Gorlt
Das Scheitern von Lok Leipzig nach einer grandiosen Saison wird die Debatte vor allem in Ostdeutschland über die Relegation weiter anfachen. "So wie sie ist, macht die Regelung einfach keinen Sinn. Leider Gottes sind wir wieder das Beispiel, wie bitter das sein kann. Es zerstört nicht unsere Saison, aber ist schon sehr, sehr unglücklich. Ich hoffe, dass jeder, der es mit dem Fußball hält, auch heute hier hingeguckt hat und sich doch mal darüber Gedanken macht, das Ganze zu überarbeiten", sagte Leipzigs Sportdirektor Toni Wachsmuth sichtlich angefressen ebenfalls am Mikrofon des MDR.