
Am 13. Spieltag der Landesliga Nordost kommt es zum traditionsreichen Stadtderby zwischen der SpVgg Jahn Forchheim und dem SV Buckenhofen. Die Gastgeber wollen nach dem 0:3 in Ammerthal sportlich Wiedergutmachung betreiben, während Buckenhofen nach dem späten Ausgleich gegen Neuendettelsau Moral und Kampfstärke mitbringt. Mit 26 Punkten geht der Jahn favorisiert in die Partie, doch: "Derbys haben bekanntlich ihre eigenen Gesetze".
Die SpVgg Jahn Forchheim empfängt am Freitagabend den SV Buckenhofen – ein Derby, das in der Stadt seit Wochen für Gesprächsstoff sorgt. Für die Gastgeber geht es nach der klaren Niederlage in Ammerthal um Rehabilitation. Trainer René Ebert weiß um die besondere Bedeutung des Spiels: „Als ich nach Forchheim kam, ging es eigentlich gleich ums Derby und dieses Thema bekomme ich hier auch wöchentlich zu hören. Das ist schon nochmal eine andere Hausnummer.“
Besonders brisant: Der letzte Sieg des Jahn über den Stadtrivalen liegt bereits mehr als 13 Jahre zurück. Am 27. April 2012 setzte sich die SpVgg mit 2:1 beim SV Buckenhofen durch – seither wartet der Jahn vergeblich auf ein (dreifaches) Erfolgserlebnis im Derby.
Sportlich sieht Ebert durchaus Positives trotz der Pleite: „Nach dem Spiel gegen Ammerthal waren wir natürlich erstmal enttäuscht, aber in der Nachbetrachtung muss man sagen, dass wir schon einige Dinge sehr gut umgesetzt haben, die wir uns im Vorhinein vorgenommen haben. Besonders die Arbeit gegen den Ball war eigentlich überragend.“ Problematisch blieb jedoch die Chancenverwertung: „Im Gegensatz dazu haben wir unsere Umschaltaktionen in diesem Spiel aber nicht genutzt. Anders als im Topspiel gegen Bruck, da haben wir die Dinger halt gemacht und dann gewinnt man auch ein Topspiel.“ Für das Derby hat Ebert eine klare Marschroute: „Wir wollen unsere Umschaltaktionen ausspielen und diese auch wieder nutzen. Wenn wir das hinbekommen, bin ich mir sicher, dass wir das Derby gewinnen.“
Personalien SpVgg Jahn Forchheim: Einige der angeschlagenen Akteure stoßen wieder in den Kader zurück. Bis auf Patrick Schmidt (Knieprobleme) kann Ebert also aus dem Vollen schöpfen.
Der SV Buckenhofen reist nach dem 1:1 gegen Neuendettelsau mit gemischten Gefühlen an. Erst spät musste die Fischer-Elf den Ausgleich hinnehmen, dennoch bewies das Team Moral und zeigte sich kämpferisch. Trainer Markus Fischer blickt kämpferisch auf das Derby: „Die Gemütslage vor einem Derby ist immer auf das Derby selbst ausgerichtet, egal wie die Ergebnisse zuvor auch waren. Wir wollen die Bilanz so beibehalten, wie sie aktuell ist, und daher wollen wir das Spiel auch gewinnen.“ Gleichzeitig warnt er vor der Stärke des Gegners: „Forchheim ist eine spielerisch starke Mannschaft, die uns das Leben schwer machen wird. Von daher wissen wir auch, was auf uns zukommt, aber die Jungs sind heiß, und diese Einstellung werden wir morgen auch auf den Platz bringen.“
Auch den bisherigen Saisonverlauf bewertet Fischer nüchtern: „Die Saison an sich ist bisher in Ordnung. Klar ist auch, dass wir uns ein paar Punkte mehr erhofft hätten, aber es gab bisher keine größeren Aufreger, weder in die eine noch in die andere Richtung. Deshalb sind wir soweit zufrieden.“
Personalien SV Buckenhofen: Die personelle Lage entspannt sich trotz dreier Ausfälle etwas. Die zuvor lange Ausfallliste verkürzt sich durch einige Rückkehrer weswegen Trainer Markus Fischer wieder auf mehr Optionen zurückgreifen kann.
Die Ausgangslage ist klar: Forchheim (26 Punkte, Rang 4) kämpft weiter um die Spitzenplätze, Buckenhofen (18 Punkte, Rang 6) will sich im oberen Mittelfeld festsetzen. Doch wie Ebert betont: „Die Tabellenkonstellation spielt dabei keine Rolle, denn bekanntlich hat ein Derby ja seine eigenen Gesetze.“
Die restlichen Spiele des 13. Spieltags:
