
Für den SE Freising gibt es im Pokal nur ein Ziel: Sie wollen in Berglern gewinnen – und damit den nächsten Schritt auf dem Weg zu einem Highlight-Spiel machen.
Freising – Die Fußballer des SE Freising hatten sich den bisherigen Saisonverlauf in der Bezirksliga Nord natürlich anders vorgestellt: Anstatt in der Tabelle kräftig oben mitzumischen, steht das Team aktuell nur auf Rang zehn – mit einem Zähler Vorsprung auf die Abstiegsrelegationszone. Dagegen, und das ist ein wenig Balsam für die Seele, läuft im Toto-Pokal alles nach Plan: Dort stehen die Freisinger im Halbfinale – und gewinnen die Lerchenfelder nun auch noch beim SV Eintracht Berglern (Mittwoch, 19.30 Uhr), stehen die SEF-Mannen im Endspiel des Kreises Donau/Isar. Dort ginge es gegen den FC Mindelstetten. Bei einem Sieg würde ihnen dann in der kommenden Saison eine Pokalhighlightpartie gegen ein höherklassiges Amateurteam winken.
Das Match in Berglern hätte eigentlich längst gespielt sein sollen. Wegen eines Trauerfalls beim SVE war die Begegnung Anfang Oktober aber kurzfristig abgesagt worden. Nun wird das Spiel nachgeholt. Und auch wenn es bei den Berglernern in der Kreisliga 2 überhaupt nicht läuft – nach mehreren Niederlagen sind sie auf einen Abstiegsrelegationsrang abgerutscht –, wollen die Freisinger den Gegner keinesfalls unterschätzen: „Wir nehmen die Sache sehr ernst“, betont Sportleiter Sebastian Thalhammer. „Wir wollen unbedingt gewinnen.“
Bei den Freisingern ist also Vollgasfußball angesagt. Denn immerhin hat der Pokal seine eigenen Gesetze, nicht selten setzt sich der Underdog durch. Gewarnt sein sollte der SEF allemal: Auch die Viertelfinalpartie beim SV Kranzberg, wie Berglern in der Kreisliga daheim, war kein Selbstläufer. Am Ende setzten sich die Domstädter jedoch mit 2:1 durch.
Außerdem sehnen sich die Freisinger danach, wieder in die Spur zurückzufinden. Zuletzt in der Liga stimmte zwar die Spielweise, was aber fehlte, war die Ausbeute. „In unserer Situation ist es wichtig, Erfolgserlebnisse zu sammeln“, betont Thalhammer. Denn auch unter Neu-Coach Heiko Baumgärtner ist der Knoten noch nicht vollständig geplatzt. „Wir wollen Selbstvertrauen tanken.“
Schwierig genug, kommen die Freisinger personell doch schön langsam auf dem Zahnfleisch daher. Vor allem in der Offensive stellt sich die Mannschaft quasi von selbst auf, die Starstürmer werden wohl erst im Frühjahr zurückkehren. Im Pokal nutzte der SEF heuer allerdings ohnehin die Gunst der Stunde und ließ, im Vergleich zum Ligaalltag, meistens die Youngster und U19-Nachrücker ran. Für sie war es eine gute Chance, sich unter Wettkampfbedingungen zu beweisen. In der Frühjahrsrunde wird der Konkurrenzkampf dann wieder größer sein. Erfolgserlebnisse vor der Winterpause wären trotzdem nicht schlecht.